Artikel zur Kategorie "Projekt"


17. Jun 2015 · News · Projekt

Der Weizen der Zukunft

Ein nationales Forscherteam erforscht an mehreren Standorten Weizensorten für die Bedürfnisse von morgen. Denn die Konsumenten aus westlichen Industrieländern wünschen sich verstärkt Getreide aus ökologischer Landwirtschaft, während die ärmeren Länder Pflanzen brauchen, die möglichst hohe Erträge abwerfen. Genau dieser Spagat steht im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens BRIWECS, das bereits im Oktober 2014 startete, über das die Uni Hannover aber erst heute informierte. BRIWECS steht dabei für „Breeding Innovations in Wheat for Resilient Cropping Systems“. Neben dem Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme (IGPS) unter Leitung von Prof. Dr. Hartmut Stützel der Leibniz Universität Hannover sind sechs weitere Partner aus deutschen Forschungsinstituten beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt über eine Zeitdauer von fünf Jahren mit insgesamt 3,5 Millionen Euro. Untersucht werden Sorten, die innerhalb der vergangenen 50 Jahre entwickelt wurden. Insgesamt 220 Weizengenotypen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfassen, um so die genetische Vielfalt zu ermitteln.
Quelle: Uni Hannover

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11. Jun 2015 · News · Projekt

Biodiversität im Weinberg

Projekt analysiert, was Artenvielfalt für den Weinbau bringt. Foto: Ilona Leyer, Hochschule Geisenheim

In einem neuen Projekt untersucht die Hochschule Geisenheim inwieweit die Biodiversität wichtige Prozesse im Weinberg wie z.B. die Bodenaktivität, die Schädlings- und Unkrautkontrolle und die Wasserspeicherung unterstützen kann. Das Projekt wird von Prof. Dr. Ilona Leyer koordiniert und gemeinsam mit Partnern aus Frankreich, der Schweiz, Österreich und Rumänien durchgeführt. Dafür erhält das Team knapp 1,2 Mio. Euro von nationalen Förderorganisationen im Rahmen des europäischen Netzwerkes BiodivERsA und der Joint Programming Initiative FACCE. Für Deutschland ist dies das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Quelle: Hochschule Geisenheim

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03. Jun 2015 · News · Projekt

Aufbau genetischer Erhaltungsgebiete für Wildsellerie in Deutschland

Das Julius Kühn-Institut (JKI) koordiniert neues Projekt zur Erhaltung von Wildselleriearten (Apium und Helosciadium) in ausgewiesenen Gebieten als Bestandteil eines Netzwerkes genetischer Erhaltungsgebiete in Deutschland (GE-Sell). Das neue Modell- und Demonstrationsvorhaben wird vom JKI, hier vom Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen, koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten der Universität Osnabrück sowie der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt.
Quelle: JKI

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29. Apr 2015 · News · Projekt

Super-Weizen gesucht

Es ist das größte Weizenzucht-Projekt, das je in Deutschland stattfand: Das Projekt ZUCHTWERT will die Basis für die sogenannte Hybridzüchtung bei Weizen schaffen. „Hybrid-Weizen bringt rund zehn Prozent mehr Ertrag, ist weniger krankheitsanfällig und kommt mit Trockenstress besser klar“, erklärt Dr. Friedrich Longin, Weizen-Experte der Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim. Doch bei Weizen hat die Hybridzüchtung bislang ihre Tücken, die die Forscher nun gemeinsam mit den Kollegen des IPK Gatersleben überwinden wollen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert das Forschungsprojekt mit insgesamt rund 5 Mio. Euro. Die Universität Hohenheim erhält davon rund 370.000 Euro.Qulle: Uni Hohenheim

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19. Mai 2015 · News · Projekt

EU gibt der Polarforschung neuen Auftrieb

Insgesamt 22 führende europäische Polarforschungseinrichtungen haben sich in einem neuen Gemeinschaftsprojekt EU-PolarNet zusammengeschlossen, um ihre wissenschaftlichen und logistischen Ressourcen zu bündeln. Ihr Ziel ist es, ein gemeinschaftliches Polarforschungsprogramm auf die Beine zu stellen. Im Fokus stehen dabei wissenschaftliche Fragen mit gesellschaftlichem Mehrwert. Das EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 fördert diese Initiative über ihre Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Millionen Euro. Die Netzwerkkoordination übernimmt das Alfred-Wegener-Institut (AWI).
mehr beim AWI

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20. Mai 2015 · News · Projekt

Auf der Suche nach dem künstlichen Pflanzenblatt

Kick-off für das neue Forschungsprojekt (v. l.): Thorsten Glaser (Anorganische Chemie), Olaf Kruse (Algenbio-technologie) und Andreas Hütten (Experimental-physik). Foto: Uni Bielefeld

Ein Biologe, ein Chemiker und ein Physiker wollen gemeinsam ein künstliches Blatt entwickeln. Die Experten der Universität Bielefeld werden in den kommenden vier Jahren am Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) interdisziplinär erforschen, wie Sonnenlicht künstlich in nachhaltige Energie umgewandelt werden kann. Dazu werden die Expertisen der drei Wissenschaftler kombiniert: Proteine aus Algen und Halbleiter-Nanomaterialien fangen die Energie des Sonnenlichts ein. Diese wird dann von neuen künstlich hergestellten Katalysatoren verwendet, um energiegewinnend Wasserstoff zu erzeugen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Verbund-Forschungsprojekt mit 900.000 Euro bis 2019.
Quelle: Uni Bielefeld

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21. Mai 2015 · News · Projekt

Partner gesucht: Neue Normen für Daten und Modelle der Biotechnologie

Die Internationale Normungsorganisation ISO hat eine neue Arbeitsgruppe für Datenverarbeitung und Integration in der Biotechnologie gegründet. Unter der Leitung eines Wissenschaftlers vom Heidelberger Institut für Theoretische Studien gGmbH (HITS) will die Gruppe einheitliche Normen für Formatierung, Transfer und Integration von Daten und Modellen schaffen. Engagierte Wissenschaftler sind aufgerufen, sich zu beteiligen.
Quelle: beim HITS

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24. Jun 2015 · News · Projekt

Schüler wollen vegetative Pflanzenvermehrung im All untersuchen

Das „V3PO“-Schülerprojekt möchte Stecklinge in der Schwerelosigkeit erforschen. Die folgende Frage verschaffte den jungen Leuten aus Baden-Württemberg einen Platz im Nachwuchsprogramm der NASA Education: Ist vegetative Pflanzenvermehrung unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit möglich? Um die Antwort zu finden und den Versuch an Bord der ISS durchführen zu können, gehen die Schüler im Sommer in die Finanzierungsphase, berichtet das Portal Pflanzenforschung. Das Projekt lenkt den Blick auf eine entscheidende Frage unserer Zeit: Wie können bei begrenzten Ressourcen auf der Erde die Agrarsysteme der Zukunft aussehen? Sind Pflanzen im Weltall eine Spielerei oder Voraussetzung für Missionen im All oder gar eine Erweiterung der Landwirtschaftlichen Nutzfläche in schwebenden Gewächshäusern?
Quelle: Pflanzenforschung.de

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30. Jun 2015 · News · Projekt

Naturstoff Johanniskraut gegen Alzheimer

Das Projekt „Johanniskraut gegen Alzheimer – Begegnung einer gesellschaftlichen Herausforderung durch neue Wege in der Identifizierung, Gewinnung und Anwendung von Naturstoffen“ ist eines von 28 neuen Forschungsvorhaben an Leibniz-Instituten, die von der Leibniz-Gemeinschaft für Förderwürdig erachtet wurden. Das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle will darin herausfinden, ob und wie der antidepressive Johanniskraut-Bestandteil Hyperforin den oftmals raschen Verlauf der Demenzerkrankung Alzheimer hemmen kann. So sollen gehaltvolle Johanniskraut-Sorten zur Anwendung gezüchtet werden.
Quelle: Leibniz-Gemeinschaft

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08. Mai 2015 · News · Projekt

Leibwächter für kostbare Saaten

Forscherin Christin Zachow überprüft Pflanzendaten. Foto: acib

Im Pflanzenschutz gibt es viel umweltfreundlichere Möglichkeiten, als die Äcker mit Spritzmitteln zu belasten. Forschenden des Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) und der TU Graz verwenden natürliche Bakterien als Beschützer von Nutzpflanzen als umweltfreundliche Art des Pflanzenschutzes. Sie arbeiten seit 2011 daran, Arten zu suchen, die den Schädlingsbefall verhindern, das Wachstum fördern und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen erhöhen. „Wir wollen wissen, welche Gene wann aktiv sind, sodass die Bakterien unter den vorgefundenen Bedingungen ideal mit den Nutzpflanzen zusammenwirken“, erklärt acib-Forscherin Christin Zachow. Während Stenotrophomonas in der salzigen Steppe von Usbekistan einen gewaltigen Wachstumsschub von Nutzpflanzen bewirken konnte, machte Pseudomonas gleiches am Zuckerrüben-Testacker vom acib-Industriepartner KWS Saat AG in Südbayern. Letztendlich stehe die neue Methode des acib in Konkurrenz zu herkömmlichen „Pflanzenschutzmitteln“, schreibt das Zentrum beim Informationsdienst Wissenschaft (idw). Rund 40 Milliarden Euro setze die chemische Industrie mit derartigen Produkten pro Jahr weltweit um, ein Drittel dieser Chemieprodukte lande auf den Äckern in der EU.
Quelle: idw

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11. Mai 2015 · News · Projekt

Geheimnisvolle Transporter

Immer häufiger verlieren Insektizide ihre Wirkung, selbst nach jahrelang erfolgreichem Einsatz. Aber warum werden die Stoffe auf einmal wirkungslos? Dieser Frage geht Dr. Hans-Michael Merzendorfer nach. Der Professor für Molekularbiologie an der Uni Siegen beschäftigt sich in einem neuen Forschungsprojekt mit der Rolle der ABC-Transporter bei der Elimination von Insektiziden und ihren Metaboliten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Forschung mit rund 400.000 Euro. Das Forschungsprojekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt und startet im Mai 2015.
Quelle: Uni Siegen

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13. Mai 2015 · News · Projekt

Bierhefen gegen Apfelschorf

Am 13. Mai 2015 fiel der Startschuss für ein Forschungsprojekt zur Bekämpfung von Apfelschorf. Ein Präparat aus Bierhefe soll erreichen, dass für die Bekämpfung des Apfelschorfs weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen, meldet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Die Idee der Projektpartner ist per se innovativ: Sie wollen den Pilz nicht – wie bisher üblich – direkt bekämpfen, sondern das Falllaub unter den Bäumen behandeln, in dem der Apfelschorferreger überwintert, meldet das an dem Projekt beteiligte Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

Quelle: BLE

mehr beim KJI

09. Mär 2015 · News · Projekt

Physiker simulieren Photosynthese

Physiker wollen Facetten der Photosynthese mit neuen experimentellen Methoden und Computersimulationen besser verstehen lernen, um Schlussfolgerungen für künstliche Systeme wie neuartige Solarzellen zu ziehen. Unterstützt werden die Forscher der Uni Rostock dabei von Kollegen aus Schweden und Katar im Rahmen eines internationalen Projektes, das durch den Wüstenstaat in den kommenden drei Jahren mit insgesamt einer Million Dollar gefördert wird.
Quelle: Uni Rostock

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09. Mär 2015 · News · Projekt

Kalkalgen als Vorbild für zellfreie Biomineralisation

Elektronen-mikroskopische Aufnahmen zeigen die dreidimensionale Struktur der von der Mikroalge Emiliania huxleyi gebildeten Kalkpartikel. Foto: Frank Friedrich, KIT

Von Mikroalgen produzierter, biogener Calcit unterscheidet sich von fossilem Kalk vor allem durch seine außergewöhnliche dreidimensionale Struktur. Die einzigartige hochkomplexe Form dieser Coccolithen genannten Kalkplättchen entsteht durch kontrolliertes Kristallwachstum im Zentrum der Alge. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untersuchen die Grundlagen dieser Biomineralisation. Ziel ist es, die Coccolithenbildung bioverfahrenstechnisch nach dem Vorbild der Kalkalgen, aber ohne Lebewesen nachzubilden. Mögliche Anwendungsfelder für biogene Calcitpartikel sind neuartige Produkte in der Optik, für Farbanstriche und Oberflächenbeschichtungen. Für seine Forschung in dem bis 2016 laufende Projekt ZeBiCa² wird das Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik des KIT vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 410.000 Euro über drei Jahre gefördert. Neben dem Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik sind an dem Verbundprojekt ZeBiCa² das Institut für funktionale Grenzflächen des KIT sowie das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, das Centrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld und das Institut für Systemdynamik der Universität Stuttgart beteiligt. Industriepartner ist das Unternehmen Schaefer Kalk im rheinland-pfälzischen Diez.
Quelle: KIT

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13. Mär 2015 · News · Projekt

Interdisziplinäres Team geht auf Wirkstoffsuche

Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner (Mitte), beim Rundgang durch das Biotechnikum des HKI. Foto: Anna Schroll, HKI

Das Finden kleiner Moleküle, die von immenser medizinischer Bedeutung sind, wird mit althergebrachten Methoden immer schwieriger. Im Leibniz Research Cluster wollen nun fünf Leibniz-Institute ihre Expertisen aus den Bereichen Chemie, Biologie, Physik, Informatik und Materialwissenschaften bündeln, um neue biotechnologische Methoden zur Wirkstoffsuche zu entwickeln. Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen immer wichtiger werde. Beteiligt am Cluster sind neben dem Hans-Knöll-Institut (HKI) das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund, das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle, das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) und das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) in Saarbrücken. Zum Kick-off wurde ihnen durch Henk van Liempt, Leiter des Referats Bioökonomie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Förderbescheid in Höhe von 5,5 Millionen Euro übergeben. Das Leibniz Research Cluster wird bis 2020 gefördert.
Quelle: HKI

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22. Dez 2014 · News · Projekt

Intelligente Fassaden, die Strom, Wärme und Algen erzeugen

Fenster, die auf Knopfdruck ihre Lichtdurchlässigkeit ändern, Fassaden, deren Farbe sich je nach Sonneneinstrahlung steuern lässt, Fassaden- oder Fensterbauteile, in denen transparente photovoltaische Module integriert sind oder Mikroalgen gezüchtet werden, um mit eigenem Biokraftstoff das Haus zu heizen: So oder so ähnlich könnten die Gebäude der Zukunft aussehen. Oft fehlen jedoch noch die entsprechenden Materialien und Herstellungsprozesse. Dass sich das ändert, ist das Ziel eines neuen internationalen Forschungsvorhabens, das von dem Jenaer Materialforscher Lothar Wondraczek koordiniert wird. Die Forschenden wollen im Projekt „Large-Area Fluidic Windows – LaWin“ funktionale Fassaden, Fassaden- und Fensterbauteile sowie entsprechende Herstellungsverfahren entwickeln und zur Marktreife bringen.
Quelle: Uni Jena

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17. Dez 2014 · News · Projekt

Mehr Energie und Rohstoffe aus Klärschlamm und Gärresten

Mit dem modularen Konzept der "Biobatterie" lässt sich eine erheblich größere Bandbreite von Biomasse energetisch verwerten als bisher. Bild: Fraunhofer

Klärschlamm, Grünabfälle, Produktionsreste aus der Lebensmittelindustrie, Stroh oder Tierexkremente – mit dem modularen Konzept der „Biobatterie“ lässt sich eine erheblich größere Bandbreite von Biomasse energetisch verwerten als bisher. Forscher zeigen, dass sie mit diesem Verfahren organische Reststoffe in Strom, Wärme, gereinigtes Gas, motorentaugliches Öl und hochwertige Biokohle verwandeln können. Wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT herausfanden, liefert das von ihnen entwickelte Biobatterie-Verfahren nicht nur Strom und Wärme, sondern auch hochwertige Produkte, wie Gas, Öl und Pflanzenkohle.
Quelle: Fraunhofer

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17. Dez 2014 · News · Projekt

500. Pflanzenart in „Genbank Bayern Arche“ für gefährdete Wildpflanzen eingelagert

Die gefährdete Pflanzenart Orlaya grandiflora ist nun in der Genbank. Foto: Uni Regensburg

Mit den Samen des Strahlen-Breitsamens (Orlaya grandiflora) wurde jetzt die 500. Pflanzenart in der „Genbank Bayern Arche“ eingelagert. Ziel des Projekts ist der Schutz von seltenen und gefährdeten Wildpflanzenarten in Bayern. Mit dem neuesten Erfolg sind mehr als ein Drittel der in Bayern auf der Roten Liste als „gefährdet“, „stark gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“ gekennzeichneten Arten mit mindestens einer Samenaufsammlung gesichert. Zusammen mit weiteren lokalen Seltenheiten finden sich damit etwa 20 % der in Bayern heimischen Gefäßpflanzen in der Genbank. Die Betreuung des Projekts durch Prof. Dr. Peter Poschlod, Prof. Dr. Christoph Reisch, Dipl.-Biol. Martin Leipold und Dipl.-Biol. Simone Tausch vom Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Regensburg ermöglicht es zudem, die vielfach noch unerforschte Keimungsbiologie und -ökologie der Arten genau zu untersuchen.

Quelle: Uni Regensburg

direkt zu Genbank

17. Dez 2014 · News · Projekt

Wissenschaft will Nahrung für Entwicklungsländer sichern

Will den Ertrag von Maniok verbessern und so Menschen in Entwicklungs-ländern helfen: Prof. Dr. Uwe Sonnewald. Foto: Georg Pöhlein, FAU

Cassava oder Maniok ist die Grundnahrung für mehr als eine halbe Milliarde Menschen. Ihre Speicherwurzeln sind die wichtigste Nahrungsquelle im tropischen Gürtel von Afrika und nach Reis und Mais die weltweit drittgrößte Quelle von pflanzlichen Kohlenhydraten. Dennoch ist ihre natürliche Ertragskraft und ihr Ernteindex deutlich geringer als der anderer kohlenhydrathaltiger Pflanzen wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt unter der Leitung von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist jetzt auf der Suche nach Möglichkeiten, mit denen sich die Biomasse und der Stärkeanteil der Maniok-Pflanze erhöhen läßt. Dafür erhalten die Forschenden um Prof. Dr. Uwe Sonnewald 10 Millionen Dollar von der Bill & Melinda Gates Foundation, um Ertrag von Maniok zu verbessern.
Quelle: FAU

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19. Dez 2014 · News · Projekt

Energiepflanzen-Mix für natürliche Spurenelemente

Amarant ist ein spurenelement-reicher Stoff für den Betrieb von Biogasanlagen. Foto: Uni Göttingen

In mehr als 3.000 Biogasanlagen in Deutschland funktioniert die Produktion von Biogas nur unter Zugabe industriell hergestellter Spurenelemente. Forschende der Universität Göttingen sowie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig suchen nun nach pflanzlichen Alternativen.
mehr bei Uni Göttingen

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09. Dez 2014 · News · Projekt

Biosprit: Die Wolfsmilch macht's

Auf den ersten Blick ist die immergrüne Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris) eher unscheinbar. Tatsächlich hat das Kraut es aber in sich: Die Samen enthalten 40-50 Prozent fettes Öl. Der reichlich fließende Milchsaft enthält zudem 8-12 Prozent Kohlenwasserstoffe als Terpene. Vor allem die darin enthaltenen energiereichen Triterpenoide haben das Interesse der Wissenschaft geweckt. Denn diese könnten Biokraftstoffen beigemengt werden. Weil die Pflanze auch auf trockenen und kargen Böden gedeiht, die sich kaum anderweitig nutzen lassen, würden wertvolle Ackerflächen entlastet. Mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriums hat ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung deutscher Forscher um Hans-Peter Mock vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) die Pflanze nun genau unter die Lupe genommen. Das Ziel: Die Wildpflanzen besser verstehen und Optimierungspotenzial für den Einsatz als Energiepflanze ausloten.
Quelle: Biotechnologie.de

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09. Dez 2014 · News · Projekt

Trockenere Böden erfordern neue, überlebensfähigere Pflanzenarten

Versuchspflanze Arabidopsis im Labor. Bild: Uni Hohenheim

Trockenheit ist, neben zunehmender Nährstoffarmut und übersäuerten Böden, eine der Herausforderungen in der Pflanzenforschung. Daher wollen Wissenschaftler erforschen, wie sich Pflanzen an diese veränderten Lebensbedingungen anpassen können. In einem ersten Schritt auf dem Weg dorthin widmet sich die Biologin Prof. Dr. Waltraud Schulze von der Universität Hohenheim in einem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) dem Zuckerverarbeitungsprozess von Pflanzen: „Wir wollen herausfinden, wie Pflanzen mit einer Veränderung ihres Zuckeranteils umgehen“, erläutert Prof. Dr. Schulze. Mit diesem Wissen um entscheidende Details des Innenlebens von Pflanzen – genauer: deren molekularen Prozesse – könnten dann langfristig die Pflanzen gezüchtet werden, die sich den neuen Umweltbedingungen anpassen. Das im Oktober 2014 gestartete Projekt wird von der DFG mit 294.000 Euro gefördert.
Quelle: Uni Hohenheim

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10. Dez 2014 · News · Projekt

Globale Initiative will Anpassung des Weizens an den Klimawandel vorantreiben

Experten aus 22 Ländern, die gemeinsam einen großen Teil des Weltbedarfs an Weizen produzieren, haben sich vergangene Woche in Frankfurt/Main getroffen, um eine Strategie zur Verbesserung der Hitze- und Trockenstresstoleranz von Weizen zu entwickeln. Ziel ist, die wachsende Weltbevölkerung auch unter veränderten Klimabedingungen zu ernähren. Der Einladung des International Maize and Wheat Improvement Centre (CIMMYT) und des International Centre for Agricultural Research in Dry Areas (ICARDA) folgten über 100 Pflanzenwissenschaftler, Züchtungsforscher und Vertreter von Züchtungsfirmen. Sie berieten, wie sie ihre Kräfte bündeln, sich besser vernetzen und gemeinsam Lösungen finden können, um Weizen gegen den Klimawandel zu wappnen. Sie bündeln ihre Expertise und Ressourcen in einer großen globalen Partnerschaft, dem Heat and Drought Wheat Improvement Consortium, kurz HeDWIC. Auch Züchtungsforscher des Julius Kühn-Instituts (JKI) bringen ihre Kompetenzen zur Trockenstressforschung dort ein.
Quelle: JKI

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12. Dez 2014 · News · Projekt

Seltene Erden aus Algen

Da Seltene Erden nur sehr aufwändig zu isolieren sind und zurzeit fast ausschließlich von China auf dem Markt angeboten werden, ist die Entwicklung von intelligenten und umweltschonenden Recyclingmethoden von großer Bedeutung für die Industrie. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die Elemente Seltener Erden aus industriellem Abwasser, das beispielsweise aus Abraumhalden von Bergbauaktivitäten stammt, besonders umweltfreundlich gewonnen werden können. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz fördert daher die Weiterentwicklung eines von der FAU entwickelten Verfahrens mit 380.000 Euro. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hat am 12. Dezember 2014 die Bewilligung offiziell an die Wissenschaftler in Erlangen übergeben und die Forschungsanlagen besichtigt. Prof. Dr. Rainer Buchholz, der an der FAU den Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik leitet, experimentiert bereits seit einem Jahrzehnt mit verschiedenen Mikroalgentypen. Dabei liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit darauf, aus Algen Wertstoffe zu gewinnen, die für den Menschen von Nutzen sein können – angefangen vom Einsatz in der Medizin bis hin zur Nahrungsgewinnung.
Quelle: FAU

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23. Mär 2015 · News · Projekt

Humboldt-Stipendiatin erforscht Phytoplasmen, die Obstbaum-krankheiten verursachen

Dr. Natallia Valasevich aus der weissrussischen Republik Belarus erhielt eines der begehrten Humboldt-Stipendien für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland. Die Pflanzenvirologin wird hier in der Arbeitsgruppe des Phytoplasma-Experten Dr. Bernd Schneider am Fachinstitut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau am Julius Kühn-Institut (JKI) forschen. Ihr Stipendium möchte sie dafür nutzen Obstbaumkrankheiten zu charakterisieren, die durch zellwandfreie Bakterien, so genannte Phytoplasmen, verursacht werden. Sie ist vor allem daran interessiert, eine empfindliche und schnelle Nachweismethode für diese Erreger zu entwickeln. Dann können Quarantäneschadorganismen frühzeitig in infizierten Obstbäumen und in Vermehrungsmaterial identifiziert werden.
Quelle: JKI

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24. Mär 2015 · News · Projekt

Neues DFG-Schwerpunkt-programm über Eisen-Schwefel-Cluster

Sprecherin des interdisziplinären Projektes ist Prof. Dr. Silke Leimkühler. Foto: Karla Fritze

Im neuen Programm „Iron-Sulfur for Life“ werden Biologen den Einfluss von Eisen-Schwefel-Clustern auf Enzymaktivitäten auf zellulärer Ebene untersuchen. Experimentelle Vorarbeiten hatten gezeigt, dass die Metallverbindung eine wichtige Voraussetzung für die Synthese und Funktion von wichtigen Stoffwechselwegen in der Zelle ist. „Die Eisen-Schwefel-Cluster sind sehr früh in der Evolution entstanden und haben eine wichtige Schlüsselfunktion in der Atmung, Photosynthese und im Metabolismus von Stickstoff-, Kohlenstoff- und Schwefelverbindungen in der Zelle sowie in der Wasserstoffproduktion“, sagt die Koordinatorin des Schwerpunktprogramms Prof. Dr. Silke Leimkühler, Professorin für Molekulare Enzymologie am Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam. Die betrachteten Enzyme sind nicht nur lebensnotwendig für Pflanzen, Tiere und Menschen, sondern könnten zukünftig auch wichtig für die Energiegewinnung werden, denn sie fixieren neben Stickstoff auch Wasserstoff – einen möglichen Energieträger der Zukunft. Die Grundlagenforschung im neuen Schwerpunktprogramm liefert somit auch Informationen über eine mögliche biotechnologische Anwendung der Moleküle. Das Projekt ist eines der 18 neuen Schwerpunktprogramme, deren Förderung die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 20. März bekannt gegeben hatte.

Quelle: Uni Potsdam

alle 18 Schwerpunktprogramme der DFG

30. Apr 2015 · News · Projekt

Millionenfinanzierung für Getreide-Screening im Brauwesen

Eine Projektfinanzierung erhält „OptiScreen“ des Fachgebiets Brauwesen der TU Berlin. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Projekt „Rohstoffscreening mit spektral-optischen Verfahren bei der Getreidelagerung“ (OptiScreen) in den nächsten drei Jahren mit mehr als einer Million Euro. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Rohstoff-Screenings zur Verbesserung der Lagerfähigkeit von Getreide (Braugerste). Hierzu sollen optisch-spektroskopische Methoden zur Erkennung von Schimmelpilzen, sogenannten Mykotoxinen, entwickelt werden. Gleichzeitig soll die Erkennung vorhandener Pilznester in Getreidesilos verbessert werden. Die neuen Verfahren zielen darauf ab, bereits vorhandene Getreidesortieranlagen in die Lage zu versetzen, befallene Körner sowie andere Fremdkörper (beispielsweise Larven und Puppen) auszusortieren. Dies kann einerseits direkt beim Einlagern des Getreides, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt beim Umlagern des Siloinhalts erfolgen.
Quelle: TU Berlin

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22. Apr 2015 · News · Projekt

Neuer Versuchsansatz zum Anbau von Mischkulturen

Mischanbau von Nutzpflanzen wie hier in einem Getreide-Bohnen-Feld. Foto: Uni Göttingen

Forschende der Universität Göttingen wollen die Möglichkeiten des Mischanbaus von Nutzpflanzen erforschen: In einem bisher einzigartigen Versuchsansatz werden sie für die Nutzpflanzenrichtungen – Acker-, Grasland und Gehölzanbau – Rein- und Mischkulturbestände miteinander vergleichen. Bislang ist der gemeinsame Anbau von Nutzpflanzen in Mischkulturbeständen selten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultäten für Agrarwissenschaften, für Forstwissenschaften und Waldökologie sowie für Biologie und Psychologie wollen gemeinsam Mischbestände besser verstehen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt IMPAC3 am Zentrum für Biodiversität und nachhaltige Landnutzung drei Jahre lang mit insgesamt 2,7 Millionen Euro.
Quell: Uni Göttingen

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20. Apr 2015 · News · Projekt

Einfluss der Vegetation soll regionales Klimamodell präzisieren

Was wächst auf welchem Acker, wie unterscheidet sich das Klima in Tal- und Hanglage und wie wirken sich die neuen Klimaverhältnisse auf Arbeitsbedingungen, Produktqualität und Einkommen der Landwirte aus: In Baden-Württemberg rechnet ein Hochleistungsrechner derzeit an einer Zukunftsprognose, die Fragen wie diese auf den Quadratkilometer genau beantworten soll. Möglich wird dies, weil die Forschergruppe „Regionaler Klimawandel“ (FOR 1695) Physiker, Bodenwissenschaftler, Pflanzenwissenschaftler und Agrarökonomen zu einem Team zusammenschweißt. Ein weltweit einmaliger Ansatz, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG jetzt für weitere 3 Jahre mit 2 Mio. Euro unterstützt. 2018 soll das Projekt abgeschlossen sein. Es sind vor allem 3 Unschärfen, bei denen es die Forscher der Universität Hohenheim künftig genau nehmen wollen. Neben der räumlichen Genauigkeit und dem Einfluss der Landwirtschaft will das neue Modell integrieren, wie Pflanzen Verdunstung, Wolkenbildung und Niederschlag steuern und damit das Klima beeinflussen.
Quelle: Uni Hohenheim

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20. Apr 2015 · News · Projekt

Startschuss zur Züchtung krankheitsresistenter Weidelgrassorten und zur Einsparung von Pflanzenschutzmitteln

Im Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg überreichte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, heute Förderbescheide für zwei neue Projekte und hat damit den symbolischen Startschuss gegeben. Ein Projekt zielt darauf ab, deutschen Landwirten neue multiresistente Sorten von Weidelgras zur Verfügung zu stellen, die besser an die Klimabedingungen angepasst sind als dies bei den derzeit marktgängigen Sorten der Fall ist. Erforscht werden dazu die genetischen Ursachen und die Kombinierbarkeit von Resistenzen gegenüber den Pilzkrankheiten Schwarz- und Kronenrost sowie der Bakterienwelke. Im zweiten Projekt geht es um die Einsparung von Pflanzenschutzmitteln im Obstanbau. Dies wird mit einem „intelligenten“ Sprühgerät erreicht, das mit einer verbesserten, sensorgestützten Lückenschaltung ausgestattet ist.
Quelle: JKI

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17. Apr 2015 · News · Projekt

Forschende wollen lebende Mini-Zellen bauen

Es ist die bisher größte Forschungsinitiative zur Synthetischen Biologie in Deutschland: Das Max-Planck-Forschungsnetzwerk „MaxSynBio“ feierte am 16. April in Berlin offiziell seinen Auftakt. Forscherinnen und Forscher aus neun Max-Planck-Instituten wollen hier grundlegende Funktionselemente von Lebewesen erforschen und sie in Ingenieursmanier zusammensetzen. Das ultimative Ziel: Eine künstliche Zelle von Grund auf neu konstruieren, die sich als Biomaschine im Labor sogar replizieren kann. Neben den grundlegenden Erkenntnissen über die Entstehung einfacher Lebensformen geht es auch um mögliche Verbesserungen für die biotechnologische Produktion. Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investieren jeweils 13 Millionen Euro in das Forschungsprojekt, das auch von Erlanger Ethikern begleitet wird. Das Portal Biotechnologie gibt einen Überblick, die MPI nennt Details zum Projekt.

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16. Apr 2015 · News · Projekt

Schutz der Arnika in Bayern

Der Schutz der Heilpflanze Arnika und die Förderung ihrer Leistungen für das Ökosystem sind die Ziele eines neuen Projekts aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt. Damit soll auch demonstriert werden, welchen Nutzen Investitionen in die biologische Vielfalt und in Ökosystemdienstleistungen mit sich bringen. Das Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt das Projekt mit rund 140.000 Euro. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet das Projekt fachlich.
Quelle: BfN

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16. Dez 2014 · News · Projekt

Neue Kunststoffklasse: heliotrope Polymere

Was in der Pflanzenwelt funktioniert, soll auch auf Kunststoffe übertragen werden: Eine Sonnenblume kann ihre Blüte der Sonnenbewegung folgen lassen. Nun will eine Forschungsgruppe an der Fakultät Angewandte Chemie der TH Nürnberg einen Kunststoff entwickeln, der bei Bestrahlung mit UV-Licht eine ähnliche Bewegung vollführt. Hierfür sollen flüssigkristalline Elastomere mit UV-aktiven Bestandteilen kombiniert werden, um eine neue Kunststoffklasse – die heliotropen Polymere – zu erhalten. Mögliche Anwendungsgebiete sind Solarkollektoren, Rollos, künstliche Muskeln, lichtbetriebene Motoren oder eine sich verändernde Blindenschrift. Die Staedtler-Stiftung unterstützt das Forschungsprojekt mit fast 40.000 Euro. Das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Gerd Wehnert läuft bis Mai 2015.
Quelle: TH Nürnberg

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15. Dez 2014 · News · Projekt

Die Rückkehr der Hobby-Forscher

Forschende und sammelnde Bürger legten seinerzeit das Fundament des Senckenberg-Instituts und der Goethe-Universität. Unter dem Label Citizen Science werben Wissenschaftler neuerdings wieder um die Beteiligung von Hobby-Forschern. Das Internet macht es möglich. Die aktuelle Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Forschung Frankfurt“ (Heft 2/2014) fragt, wie Bürger- und Profi-Wissenschaftler Hand in Hand arbeiten. Dies ist eines der Themen im zweiten Jubiläumsheft, das den Wandel in den Wissenschaften in den Mittelpunkt stellt.
Für das Senckenberg-Institut sind beispielsweise die Fachkenntnisse des pensionierten Mathematik-Lehrers Heinz Kalheber von unschätzbarem Wert. Sie fließen ein in wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden ebenso wie in Forschungsprojekte. „Wir leben davon, dass interessierte Bürger bei unseren naturkundlichen Sammlungen mitarbeiten und zu der Forschung beitragen“, bestätigt Georg Zizka, Leiter der botanischen Abteilung und Kooperationsprofessor an der Goethe-Universität in dem Artikel mit der Überschrift „Spazieren gehen für die Wissenschaft“. Er, Zizka, erkenne neidlos die Leistung fähiger Laien an. Manchmal seien sie auf manchen Gebieten sogar besser als er selbst.

Quelle: Uni Frankfurt

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11. Nov 2014 · News · Projekt

Orientierungslauf und online-Petition zum Erhalt des Naturschutzgebietes Mainzer Sand

Lehramtsstudierende der Uni Mainz werden einen Orientierungslauf für das Naturschutzgebiet Mainzer Sand ausarbeiten und den Lauf im kommenden Jahr mit Schulklassen aus der Region durchführen. Die Idee dazu stammt von der Arbeitsgruppe Didaktik der Biologie, die für ihr Projekt mit der Bezeichnung „L.A.U.F. – Lehramtsausbildung angewandt und fächerübergreifend“ von der Vodafone Stiftung, dem Deutschen Philologenverband und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit 10.000 Euro unterstützt wird.
Im Naturschutzgebiet Mainzer Sand herrschen ungewöhnlich geringe Niederschlagsmengen und recht hohe Temperaturen, die eine einzigartige, schützenswerte Flora und Fauna entstehen ließen. Darunter sind gefährdete oder in Deutschland vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten; ein Relikt nacheiszeitlicher Steppenlandschaften.
Der Fortbestand des Schutzgebietes ist durch den geplanten sechsspurigen Ausbau der Autobahn A643 gefährdet. Daher ruft das Bündnis "Nix in den (Mainzer) Sand setzen", zu dem sich Mainzer Naturschutzverbände, Parteigliederungen und Vereine zusammengeschlossen haben, zur Zeichnung einer online-Petition auf.

Quelle: Uni Mainz

mehr zum Naturschutzgebiet Mainzer Sand

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13. Aug 2015 · News · Projekt

Biobasierte Elektronikteile: Zellulose und Stärke statt Silizium

Alte Fernseher, Handys oder Tablets gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen vorschriftsmäßig entsorgt werden. Der Grund liegt auf der Hand: Schadstoffe werden verbreitet und Ressourcen verschwendet. Nachwuchsforscher in Karlsruhe arbeiten nun an biologisch leicht abbaubaren Materialien, die auch zum Druck von Elektronikteilen geeignet sind. Diese Bioelektronik, so die Idee, könnte später einfach auf dem Biomüll entsorgt werden. Statt Silizium kommt Zellulose, Chitin oder Stärke zum Einsatz. Am Projekt „Biolicht“ sind auch Partner aus der Industrie wie BASF und SAP beteiligt. Das Portal Biotechnologie stellt das Projekt vor.
Quelle: Biotechnologie.de

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14. Aug 2015 · News · Projekt

Zweite Feldsaison für gv-Pflanzen abgeschlossen

In der Schweiz sind zwei Freilandversuche mit gentechnisch veränderten (gv) Kartoffel- und Weizenpflanzen planmäßig beendet worden. Sie fanden auf einem abgeschlossenen und vor Zerstörung geschützten Gelände in Reckenholz bei Zürich statt. Diese Protected Site wird nach einem Beschluss des Schweizer Parlaments von der Forschungsanstalt Agroscope betrieben, um "Nutzen und mögliche Risiken von gv-Pflanzen zu untersuchen." In Deutschland gibt es seit 2013 keine Freisetzungen mehr, meldet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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16. Okt 2014 · News · Projekt

Neuer Nitratsensor für den Klimaschutz

Das Messstäbchen saugt etwas Pflanzensaft auf, um dann im Gerät automatisch die darin enthaltene Nitratmenge zu berechnen. Foto und ©: Gorczany, RUB

Herausragend für den Klimaschutz – dieses Prädikat hat das Land NRW dem Projekt von Nachwuchswissenschaftler Dr. Nicolas Plumeré verliehen. Am Zentrum für Elektrochemie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelt er mit seinem Team einen Nitratsensor. Dieser soll es ermöglichen, Nutzpflanzen mit exakt der richtigen Menge Dünger zu versorgen, ohne den Boden unnötig zu belasten. Das Gerät funktioniert ähnlich wie ein Blutzuckermessgerät und ist auf dem Feld einsetzbar. Das Projekt wurde für die „KlimaExpo.NRW“ ausgewählt.
Quelle: RUB

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08. Okt 2014 · News · Projekt

Auch zukünftig „TROST“ für Kartoffelzüchter

Die Pflanzen links wurden optimal mit Wasser versorgt, die Pflanzen rechts unter Trockenstress gesetzt, um deren Trockentoleranz zu bestimmen. Foto und ©: MPI für Molekulare Pflanzen-physiologie

Das Forschungsprojekt TROST zur Verbesserung der Trockentoleranz von Stärkekartoffeln wird unter dem Namen VALDIS TROST am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm fortgesetzt. Da der Stärkeertrag von Kartoffeln erheblich von der Wasserversorgung der Pflanzen abhängt, besteht seitens der Kartoffelzüchter eine hohe Nachfrage nach trockentoleranten Sorten. „Im Rahmen des Projekts TROST ist es uns gelungen molekulare Marker für die Trockentoleranz in Stärkekartoffeln zu identifizieren“, erklärt Dr. Karin Köhl, „beim Nachfolgeprojekt VALDIS TROST geht es nun darum diese Marker zu validieren und zu beweisen, dass sie sich in der Praxis für die Selektion trockentoleranter Sorten eignen.“ Dazu erhalten die Wissenschaftler des MPI-MP eine Förderung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. in Höhe von 736.000 € aus Mitteln des BMEL sowie der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e.V. (GFP).
Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenphysiologie

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02. Okt 2014 · News · Projekt

„Pilz-Kur“ für Tomaten und Kartoffeln

An Tomaten und Kartoffeln soll die Wirkung spezieller Nutzpilze als biologische Pflanzenschutz-mittel untersucht werden, die auf die Pflanzen oder das Saatgut aufgebracht werden. Foto: DBU, © Marco Pollini, piclease

Wenn Drahtwürmer und Blattläuse „zuschlagen“, haben Landwirte nichts zu lachen: Die Wurzeln sind angefressen, die Blätter leergesaugt, die Ernte ruiniert. Bislang greifen Landwirte im Kampf gegen Pflanzenschädlinge häufig zu chemischen Pflanzenschutzmitteln. Doch können Rückstände im Boden und auf den Pflanzen verbleiben, mit teils schädlichen Folgen für Mensch und Umwelt. „Um Natur und Verbraucher zu schützen, brauchen wir neue umweltschonende Strategien gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge“, sagt Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Mit fachlicher Unterstützung und 570.000 Euro fördert die DBU ein Projekt, in dem die Fachhochschule (FH) Bielefeld, die Georg-August-Universität Göttingen und die e-nema, Gesellschaft für Biotechnologie und biologischen Pflanzenschutz, ein Verfahren entwickeln, das mit Hilfe von Nutzpilzen Kulturpflanzen vor Insekten schützen soll und somit eine Alternative zu chemischen Pflanzenschutzmitteln darstellen kann.
Quelle: DBU

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09. Sep 2014 · News · Projekt

Reaktor zur Methanherstellung aus Mikroalgen wird vorgestellt

Der am schweizerischen Paul Scherrer Institut PSI entwickelte Prozess der hydrothermalen Methanierung von wässriger Biomasse erreicht einen wichtigen Meilenstein: Dank der Zusammenarbeit im neuen Kompetenzzentrum des Bundes für Bioenergie BIOSWEET konnten Forschende des Paul-Scherrer-Institut (PSI) und anderen schweizerischen Forschungszentren die technische Machbarkeit der Methanherstellung aus Mikroalgen demonstrieren. Den Forschenden ist es gelungen damit über 100 Stunden lang energiereiches Gas zu produzieren. Der dabei verwendete Algenbioreaktor sowie die Anlage zur Methanierung der Algen können am 24. September auf dem Campus Grüental der ZHAW in Wädenswil besichtigt werden.
Quelle: PSI

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12. Sep 2014 · News · Projekt

Richtfest für einzigartige Pflanzenkulturhalle am IPK Gatersleben

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben hat heute das Richtfest für eine neuartige Pflanzenkulturhalle gefeiert, die 5 Millionen Euro kosten und je zur Hälfte von Land und Bund finanziert wird. In ihr sollen künftig unter streng kontrollierten Umweltbedingungen großflächig Pflanzen wachsen, deren Eigenschaften automatisiert und präzise erfasst werden. Die Halle ist Teil des bundesweiten Deutschen Pflanzen-Phänotypisierungs-Netzwerks (DPPN). Die Forschenden erhoffen sich davon neue Erkenntnisse zu den Beziehungen zwischen genetischen und phänotypischen Eigenschaften im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit von Kulturpflanzen, meldet das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

Quellen: idw

Biotechnologie

04. Sep 2014 · News · Projekt

Fütterungsstudien mit zwei gv-Mais-Sorten

Unter der Leitung von Professor Dr. Pablo Steinberg, Institut für Lebensmitteltoxikologie und Chemische Analytik der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), führen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fütterungsstudien mit zwei gentechnisch veränderten (gv) Maissorten durch: NK603 und MON810. Eines der vorrangigen Ziele ist, herauszufinden, inwieweit Langzeitfütterungsstudien geeignet sind, um mögliche Gesundheitsschädigungen durch gv-Pflanzen zu erkennen. Die EU fördert das Projekt im 7. Forschungsrahmenprogramm mit rund 3 Millionen Euro.
Quelle: TiHo

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18. Aug 2014 · News · Projekt

Bioökonomie an der Universität Stuttgart

Die Nutzung nachhaltiger Rohstoffe steht im Mittelpunkt des neuen Forschungsprogramms Bioökonomie, für das die baden-württembergische Landesregierung 13 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Von den insgesamt 45 zur Förderung empfohlenen Forschungsvorhaben sind 11 bereits bewilligte Projekte an sieben Instituten der Universität Stuttgart angesiedelt; diese haben ein Volumen von zwei Millionen Euro. Hauptbestandteil des Forschungsprogramms Bioökonomie sind drei fächer- und standortübergreifende Verbünde:

  • Der Forschungsverbund „Nachhaltige und flexible Wertschöpfungsketten für Biogas in Baden-Württemberg“, bündelt die Biogaskompetenzen im Land.
  • Der Forschungsverbund „Lignozellulose – Wechsel zu einer alternativen Rohstoffplattform für neue Produkte und Materialien“ zielt auf die ganzheitliche Nutzung holzartiger Biomasse (Holz, Stroh etc.) zur Herstellung chemischer Produkte und Energieträger.
  • Der Forschungsverbund „Integrierte Nutzung von Mikroalgen für die Ernährung“ will das Anwendungsspektrum von Mikroalgen für den Lebensmittel- und Futtermittelsektor erweitern. Mikroalgen können pro Fläche bis zu fünfmal mehr Biomasse bilden als klassische Energiepflanzen und benötigen keine wertvolle Ackerfläche.

Quelle: Uni Stuttgart

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13. Aug 2014 · News · Projekt

PopMass und TREE FOR JOULES untersuchen das Erbgut von Pappeln

Schnell wachsende Baumarten wie die Pappel sind wirtschaftlich interessant. Das Projekt PopMass hat sich zum Ziel gesetzt, die Biomasseproduktion von Pappeln (Populus) zu steigern. Dafür suchen und testen sie bestimmte Kandidatengene, die sich auf die Bildung von Biomasse auswirken. Auch die Forschenden des Projektes TREE FOR JOULES widmen sich den Bäumen: Sie wollen gezielt die Holzeigenschaften von Pappeln und Eukalyptus verbessern. Das Portal Pflanzenforschung stellt beide Projekte vor, die von Prof. Dr. Matthias Fladung vom Institut für Forstgenetik des Johann Heinrich von Thünen-Instituts geleitet werden.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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05. Aug 2014 · News · Projekt

Wasser statt Chemie: Heiße Dusche gegen faule Äpfel

In den deutschen Obstanbaugebieten werden jährlich rund eine Million Tonnen Äpfel angebaut. Doch nicht alle landen beim Verbraucher. Der Befall mit Schadpilzen, besonders mit Bitterfäuleerregern, lässt bis zu zehn Prozent der Ernte, teilweise sogar 30 Prozent der Äpfel während der Lagerung und vor der Vermarktung verfaulen. Deshalb unterstütze die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Obstbauversuchsanstalt Jork der Landwirtschaftskammer Niedersachsen fachlich und finanziell mit rund 340.000 Euro, um Äpfel ohne chemischen Pflanzenschutz durch eine kurzzeitige Heißwasserbehandlung länger haltbar zu machen und Lagerverluste zu vermeiden. "Jeder einzelne Apfel wird nach der Ernte für 15 bis 25 Sekunden mit 55 bis 60 Grad heißem Wasser geduscht oder gebadet", erklärt Dr. Karsten Klopp, Leiter der Obstbauversuchsanstalt Jork. Es gehe darum, Wassertemperatur, Zeitpunkt und Dauer der Behandlung exakt einzustellen, um das Verfahren der sogenannten Kurzzeitigen Heißwasserbehandlung (Kurz-HWB) zu verfeinern und zur Praxisreife zu bringen.
Quelle: DBU

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01. Sep 2015 · News · Projekt

Umweltgerechter Pflanzenschutz als wichtiger Baustein für weltweite Nahrungsmittelversorgung

Die Nahrungsmittelversorgung für die wachsende Weltbevölkerung nachhaltig zu sichern, ist eine der ganz großen Aufgaben, die massive und gemeinsame Anstrengungen erforderlich macht. Die Herausforderung, Ernteerträge bis zum Jahr 2050 zu verdoppeln, liefert auch die Motivation für ein neues Projekt in einem Marie-Curie-Trainingsnetzwerk der Europäischen Union (EU) mit dem Titel „Cereal Pathology – Ausbildung in innovative und integrierte Kontrolle der Getreidekrankheiten“ (CEREALPATH). Die Federführung des Projekts liegt auf Seiten der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) bei Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel, Leiter des Institut für Phytopathologie (IPAZ) und seiner Arbeitsgruppe. Die EU stellt für das Teilprojekt mit einer Laufzeit von vier Jahren ab 1. September 2015 knapp 250.000 Euro zur Verfügung.
Quelle: Uni Gießen

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04. Sep 2015 · News · Projekt

Trockenheit in der Landwirtschaft früher erkennen

Wissenschaftler registrieren Daten in einem Weizenfeld. Foto: Uni Osnabrück

Lang anhaltende Trockenheit führt auch in Deutschland immer wieder zu starken Ernteausfällen und finanziellen Einbußen für die Landwirte. Das Projekt DryLand des Instituts für Fernerkundung und Geoinformatik (IGF) an der Universität Osnabrück erprobt jetzt ein Verfahren, das Trockenheit in Böden und Pflanzen frühzeitig erkennen lässt – mit Hilfe von Licht und bald auch über Satelliten. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). „Unser Ziel ist es, von Trockenheit gefährdete Standorte rechtzeitig auszumachen“, sagte der Osnabrücker Projektleiter Dr. Thomas Jarmer vom IGF.
mehr bei der Uni Osnabrück

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22. Jul 2014 · News · Projekt

Moose im All

Mit der Frage, ob sich Lebewesen derart extremen Umweltbedingungen anpassen können, dass sie unter bestimmten Umständen auch an extraterrestrische Standorten überleben, beschäftigt sich eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern der Universität Potsdam um die Biologie-Professorin Jasmin Joshi. Die Doktoranden und Masterstudierenden sind in das BIOMEX-Forschungsprojekt (Biologie und Marsexperiment) der Europäischen Weltraumagentur ESA integriert. Dessen Ziel ist es zu erforschen, wie widerstandsfähig verschiedene Pigmente und andere Zellkomponenten unter Weltraum- und Marsbedingungen sind und wie gut bestimmte Organismen diese Verhältnisse überstehen können. Am 23. Juli 2014, 23.00 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) soll nun eine mit einem Raumtransporter bestückte Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur aus starten, um biologische Fracht zur Internationalen Raumstation (ISS) zu bringen. Mit an Bord ist ein von den Potsdamern untersuchtes Kissenmoos, das aus hochalpinen Extremstandorten stammt und im All beobachtet werden soll, sowie das genetisch gut untersuchte Brunnenlebermoos.
Quelle: Uni Potsdam

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23. Jul 2014 · News · Projekt

Potsdamer Algen auf dem Weg zur ISS

Präparation der Algen für die Versuche an der Außenseite der Weltraumstation ISS. Foto: Thomas Leya, Fraunhofer

Gestern Nacht hieß es "lift-off" für eine Reihe von Organismen, die mindestens 12 Monate an der Außenseite der Raumstation ISS verbringen werden. Unter den mehreren hundert Proben von Urbakterien, Algen, Flechten, Moosen und Pilzen finden sich auch zwei Stämme aus der Sammlung frostliebender Algen, die am Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie in Potsdam beheimatet ist. Dr. Thomas Leya vom Fraunhofer IZI ist einer von mehreren nationalen und internationalen Partnern, die zusammen im BIOMEX-Projekt (Biology and Mars-Experiment) und in enger Kooperation mit seinem Kollegen Dr. Jean-Pierre de Vera vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum DLR, untersuchen, ob und welche Organismen extreme Weltraumbedingungen überleben.

Quellen: Fraunhofer

Biotechnologie

25. Jul 2014 · News · Projekt

Bundesumweltministerium fördert Schutz der einzigartigen Biodiversität in Costa Rica

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Costa Rica im Bereich Klimawandel und biologische Vielfalt wird weiter ausgebaut: Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert ein neues Projekt zur Erhaltung der einzigartigen Naturwelt und Biodiversität Costa Ricas mit bis zu 6 Millionen Euro.
Quelle: BMUB

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17. Jul 2014 · News · Projekt

Mit Naturstoffen gegen bitteren Geschmack

Eine neue Generation von biologisch aktiven Inhaltsstoffen für gesunde Nahrungsmittel und Kosmetikprodukte – darauf hat es die strategische Allianz „Natural Life Excellence Network 2020“ (NatLifE 2020) abgesehen. In dem von der Zwingenberger Brain AG geleiteten Netzwerk haben sich 22 Partner aus Wirtschaft und Hochschulen zusammengetan, um Forschung, Entwicklung und Produktion von natürlichen Inhaltsstoffen voranzutreiben. Das BMBF steuert zu der rund 30 Millionen Euro schweren Allianz die Hälfte des Betrags im Rahmen der „Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie“ bei. Besonders beim Aufspüren der Substanzen aus riesigen Naturstoff-Sammlungen ist zellbiologisches Know-how gefragt, schreibt das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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17. Jul 2014 · News · Projekt

Biodiversitätsexploratorien: Der biologischen Vielfalt dank DFG weiter auf der Spur

In den Exploratorien werden die Auswirkungen unterschiedlicher Landnutzung auf die Biodiversität erforscht. Foto: Uni Ulm

Wie wirkt sich die Landnutzung durch den Menschen auf Artenvielfalt, Klima und Boden aus? Seit rund acht Jahren gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Frage in den „Biodiversitätsexploratorien“ nach – darunter auch Biologen des Ulmer Instituts für Experimentelle Ökologie. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) alleine die Infrastruktur dieser einzigartigen Forschungsplattform“ mit rund 3,4 Millionen Euro für weitere drei Jahre fördert. Darüber hinaus unterstützt die Forschungsgemeinschaft 35 ökologische Einzelprojekte, in denen Forscher aus ganz Deutschland und darüber hinaus arbeiten werden.
Quelle: Uni Ulm

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18. Jul 2014 · News · Projekt

Deutsch-israelisch-palästinensisches Vorhaben mit Ziel hitzeresistentere Tomaten gestartet

Deutsche, israelische und palästinensische Forscher untersuchen in einem neuen von der DFG geförderten Projekt die Mechanismen, die als sogenannte Stressreaktionen in Tomatenpflanzen ablaufen. Diese Forschung könnte helfen, hitzeresistentere Tomaten zu züchten. Projektleiter ist Prof. Dr. Jörg Kudla von der Universität Münster, meldet die Hochschule beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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07. Jul 2014 · News · Projekt

Bürger schaffen Wissen – Wie Citizen Science in Deutschland ausgebaut werden soll

Für das Tagfalter-Monitoring zählen bundesweit über 500 Freiwillige. Die Daten aus diesem Citizen-Science-Projekt werden am UFZ ausgewertet. Foto: André Künzelmann, UfZ

Die Helmholtz- und die Leibniz-Gemeinschaft wollen künftig zusammen mit ihren universitären und außeruniversitären Partnern das Engagement von Ehrenamtlichen in der Wissenschaft – Citizen Science – weiter unterstützen und ausbauen. Das ist das Ziel des neuen Forschungsprojektes GEWISS (BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger), das vom BMBF gefördert und vom Museum für Naturkunde Berlin – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung (MfN) sowie vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UfZ) koordiniert wird. Das Projekt startet am 8. Juli 2014 mit einem Workshop in Berlin, zu dem über 100 Expertinnen und Experten erwartet werden.
Quelle: UfZ

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03. Jul 2015 · News · Projekt

Forschende untersuchen Evolution der sexuellen Fortpflanzung bei Pflanzen

Die Forschenden wollen die molekularen Mechanismen der Befruchtung und Kornentwicklung untersuchen. Foto: Uni Regensburg

Ein Konsortium mit Forschern aus Deutschland, England, Österreich, Portugal und den USA wird in den nächsten 3 Jahren mit mehr als 2,6 Millionen Euro gefördert. Ziel des ERA-CAPS-Netzwerks ist die Erforschung der Evolution der sexuellen Fortpflanzung bei Pflanzen – von den einfachen Laub- und Lebermoosen bis hin zu den wichtigsten Nutzpflanzen. Es sollen u.a. Gene identifiziert werden, die bei der Spermazellentwicklung verloren gingen oder die mit der für Blütenpflanzen charakteristischen doppelten Befruchtung in Zusammenhang stehen. Von der Universität Regensburg werden Prof. Dr. Thomas Dresselhaus und PD Dr. Stefanie Sprunck (Lehrstuhl für Zellbiologie und Pflanzenbiochemie) an der nur auf Neukaledonien vorkommenden ursprünglichen Blütenpflanze Amborella trichopoda sowie an der Nutzpflanze Mais arbeiten.
Quelle: Uni Regensburg

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02. Mär 2015 · News · Projekt · Veranstaltung

Phosphorforschung

Am 2. und 3. März 2015 führt der Leibniz-WissenschaftsCampus Phosphorforschung Rostock sein 1. Internationales Symposium durch. Zu diesem Zweck kommen auch namhafte PhosphorforscherInnen aus der ganzen Welt nach Warnemünde. Auf dem Symposium stellen Mitglieder des WissenschaftsCampus Ziele und Konzept, aktuelle Forschungsarbeiten und Projekte vor. Dies umfasst beispielsweise die Nutzungseffizienz von Phosphor in der Landwirtschaft, Nachweis verschiedener Phosphorkomponenten (z.B. Glyphosat) in der Umwelt und Phosphor in katalytischen Reaktionen. Rechtzeitig zu dieser hochrangigen Zusammenkunft können sich die WissenschaftlerInnen auch über zwei neue Förderzusagen freuen: Die Leibniz-Gemeinschaft bewilligte den Antrag des WissenschaftsCampus auf Einrichtung einer Graduiertenschule zum Thema Phosphorforschung. Elf Doktoranden werden ab April 2015 die Arbeit in ihren Forschungsprojekten beginnen. In einem weiteren neubewilligten Verbundprojekt werden innovative Lösungen für ein nachhaltiges Phosphor Management erarbeitet. Dieses Projekt InnoSoilPhos wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Summe von rund 1,5 Mio Euro in den Jahren 2015-2018 gefördert; im Programm BonaRes ist eine Förderung über 9 Jahre avisiert. „Es werden Lösungen zur optimierten Phosphor-Fruchtbarkeit der Böden erarbeitet, die eine Grundvoraussetzung für eine zukünftige Bioökonomie sind“ betont der Projektleiter Prof. Peter Leinweber vom Lehrstuhl für Bodenkunde an der Universität Rostock.
Quelle: Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde (pdf)

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05. Mär 2015 · News · Projekt

Halbkünstliche Chloroplasten sollen biotechnologisch relevante Produkte herstellen

Die Bochumer kultivieren verschiedene Algenstämme, um ihre Photosyntheseffizienz zu analysieren. Foto und © RUB, Foto: AG Photobiotechnologie

Ein internationales Forscherteam möchte halbkünstliche Chloroplasten erzeugen, die biotechnologisch interessante Produkte herstellen. Dazu wollen sie den Photosynthese-Prozess von natürlichen Chloroplasten modifizieren. Die EU fördert das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro für drei Jahre im Rahmen von ERASynBio, einer Initiative, die die synthetische Biologie in Europa vorantreiben soll. Prof. Dr. Thomas Happe von der AG Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) leitet das Projekt Sun2Chem.
Quelle: RUB

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23. Feb 2015 · News · Projekt

Chemischer „Fingerabdruck“ gegen illegales Holzfällen

Rund 13 Millionen Hektar Wald werden weltweit jährlich vor allem durch illegalen Holzeinschlag zerstört. Das entspricht der gesamten Waldfläche Deutschlands. Zwar kann die Herkunft der meisten Holzprodukte ermittelt werden, aber nicht mehr, wenn sie bereits zu Papier verarbeitet sind. Genau hier setzt das neue Projekt an, für das der Arbeitsbereich chemische Holztechnologie der Universität Hamburg mit dem Thünen-Kompetenzzentrum Holzherkünfte kooperiert. Beide werden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziell unterstützt. Ziel ist es, mittels zweier Ansätze das Identifizieren von Holzfasern zu verbessern. „Dafür werden wir chemische und morphologische Merkmale, also die für das jeweilige Holz charakteristische Struktur und Form der Hölzer, für etwa 35 Gattungen tropischer Baumarten aus Südostasien herausarbeiten, anhand derer anschließend die botanische Zugehörigkeit der Zellstoffe im Papier zuverlässiger identifiziert werden kann“, erklärt Projektleiter Dr. Jürgen Odermatt vom Arbeitsbereich chemische Holztechnologie der Uni Hamburg.
Quelle: DBU

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05. Feb 2015 · News · Projekt

Arnika braucht Schutz

Die Echte Arnika ist in Hessen stark gefährdet. Foto: Birgit Greiner, Hochschule Geisenheim

Der Erhalt der Echten Arnica (Arnica montana) steht im Fokus eines neuen Projekts, bei dem der Marburger Botanische Garten und der Fachbereich Biologie der Philipps-Universität mit der Hochschule Geisenheim zusammenarbeiten. Das Verbund-Vorhaben mit dem Titel „Übertragbares Managementkonzept für Arnica montana“ wird im Rahmen der gemeinsamen Förderinitiative von Bundesumweltministerium (BMUB) und Bundesforschungsministerium (BMBF) "Forschung zur Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie" (F&U NBS) und im BMUB durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gemeinsam gefördert. Die Fördersumme beläuft sich insgesamt auf mehr als 1,3 Millionen Euro.
Quelle: Uni Marburg

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06. Feb 2015 · News · Projekt

Projekt Spitzencluster für Holz als Rohstoff für Chemie und Bau zieht Halbzeitbilanz

Eine positive Zwischenbilanz hat der Spitzencluster BioEconomy bei seiner Statuskonferenz am 3. und 4. Februar in Halle/Saale gezogen. Rund drei Jahre nachdem sich das regionale Netzwerk als Gewinner des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) etwa 80 Millionen Euro gesichert hatte, stellten die beteiligten Akteure die Fortschritte der ersten Förderperiode vor. Im Spitzencluster geht es darum, Holz als nachwachsenden Rohstoff für die Chemie und die Bauwirtschaft zu erschließen. Entlang biobasierter Wertschöpfungsketten soll eine Modellregion für Bioökonomie entstehen. Über die Halbzeitbilanz berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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28. Jan 2015 · News · Projekt

DFG-Forschergruppe zu CRISPR-Cas verlängert

Auch Bakterien und Archaeen müssen sich gegen Virenattacken wehren. Ihr "Immunsystem" CRISPR-Cas analysiert eine DFG-Forschergruppe, koordiniert von der Ulmer Professorin Anita Marchfelder vom Institut für Molekulare Botanik. Nun ist die Förderung der Gruppe für drei Jahre mit beinahe zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft verlängert worden. Die Forschenden widmen sich der Grundlagenforschung, haben aber den Anwendungsbezug stets im Hinterkopf. Ihre Erkenntnisse sind unter anderem für die Milchindustrie und für Hersteller von Biokraftstoffen interessant. Außerdem ist CRISPR-Cas als "Gen-Schere" Hoffnungsträger der Genetik.
Quelle: Uni Ulm

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20. Jan 2015 · News · Projekt

Dinkel vor Brandpilzen wappnen

Die alten Weizenarten Dinkel und Emmer gelten als robust und widerstandsfähig. Im Ökolandbau erleben sie derzeit ein Comeback, schreibt das Portal Bioökonomie. Probleme bereiten den Biobauern jedoch die Brandkrankheiten. Anders als im konventionellen Anbau sind chemische Beizmittel im Biolandbau tabu. Forschende der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim sehen eine Chance, bald schon resistente Sorten zu züchten. Sie haben bereits vielversprechendes Zuchtmaterial ausgewählt.
Quelle: biooekonomie.de

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01. Apr 2015 · News · Projekt

Am Blattgrün kranke Pflanzen erkennen

Gesunde Chardonnay-Weinreben am Hausanger des Versuchszentrums Laimburg, aufgenommen Mitte Juli (links) und Blatt einer infizierten Rebe aus der gleichen Lage (rechts) Fotos: Cecilia Mittelberger

Die Abbauprodukte des Blattgrüns wollen österreichische und italienische Wissenschaftler gemeinsam nutzen, um frühzeitig den Befall von heimischen Obstbäumen und Weinreben mit schädlichen Mikroorganismen festzustellen. Dieser neue Ansatz soll die Grundlage für ein Werkzeug schaffen, mit dem Landwirte den Zustand von Pflanzen im Feld einfach und rasch beurteilen können. Bei ihren Untersuchungen haben die Forscherinnen und Forscher nun festgestellt, dass in kranken Pflanzen generell weniger Chlorophyll vorhanden ist und dass dessen Abbau auch wesentlich früher einsetzt als bei gesunden Pflanzen. Allerdings sind die beim Chlorophyll-Abbau entstehenden Produkte deutlich vielfältiger als bisher angenommen, und es treten neue, bisher unbekannte Abbauprodukte dabei auf. „Dies macht die Aufgabe für uns sehr komplex und wirft auch viele neue wissenschaftliche Fragen auf“, sagt Prof. Bernhard Kräutler vom Institut für Organische Chemie an der Universität Innsbruck. Finanziell gefördert wurde diese Pilotstudie vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen eines Interreg-IV-Italien Österreich-Projekts. Ein Nachfolgeprojekt zur weiteren Erforschung des Chlorophyll-Abbaus in kranken Pflanzen ist bereits beantragt.
Quelle: Uni Innsbruck

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30. Apr 2015 · News · Projekt

Vom Moos in die Maus

Moosbioreaktor für die Produktion menschlicher Proteine. Foto: Pflanzenbiotechnologie, Uni Freiburg

Pflanzenbiotechnologen aus Freiburg werden in Kooperation mit einer Klinik und einem Biotechunternehmen untersuchen, wie ein biotechnologisch in Moos hergestelltes menschliches Protein in Mäusen wirkt, das bei einer Krankheit eingesetzt werden kann. Die Herstellung des Eiweißes in Moos hat mehrere Vorteile. Zum einen enthält es weder Komponenten aus Tieren noch Krankheitserreger, die Menschen schaden könnten. Außerdem wachsen Moose ohne Antibiotika, die eventuell eine Resistenz beim Menschen hervorrufen. Weiter sind Produkte aus Moos recht rein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Professur für Pflanzenbiotechnologie konnten den menschlichen Komplementfaktor H in Moos produzieren. Dieses Protein aus dem menschlichen Immunsystem kann helfen, bestimmte Nierenerkrankungen zu behandeln.
Quelle: Uni Freiburg

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01. Jul 2014 · News · Projekt

Feldversuch in Niedersachsen zur großtechnischen Nutzung von Mikroalgen als Biomasse

Die Mikroalgen werden mit Hilfe von CO2 und Abwärme aus einer Biogasanlage in Photobioreaktoren kultiviert. Foto: TH Wildenau

Seit einigen Jahren arbeitet der Lehr- und Forschungsbereich Biosystemtechnik der Technischen Hochschule Wildau unter Leitung von Prof. Dr. Franz-Xaver Wildenauer gemeinsam mit Praxispartnern an der energetischen und stofflichen Nutzung von Algenbiomasse. Nach dem Aufbau eines entsprechenden Technikums auf dem Campus im Jahre 2011 wurde jetzt ein neuer Meilenstein erreicht. Unter dem Titel „Schaufenster Algentechnologie“ startete in Bad Fallingbostel im niedersächsischen Heidekreis ein Pilotvorhaben zur großtechnischen Nutzung der Algenbiotechnologie. Dabei werden das in den Biogasanlagen der dortigen Agrar-Energie Obernhausen GmbH & Co. KG (AEO) entstehende CO2 und die Abwärme umweltverträglich in Photobioreaktoren eingeleitet, um darin Grünalgen zu kultivieren. Das Projekt ist in dieser Form einmalig in Deutschland, meldet die Technische Hochschule Wildau beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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04. Jul 2014 · News · Projekt

"Explore Science": Es lebe die Vielfalt!

Beim HITS können die Besucher DNA aus einer Banane isolieren. Foto: HITS

Was haben wir Menschen mit einer Banane gemeinsam? Wie macht man DNA sichtbar? Mit welchen Lebewesen sind wir verwandt? Und wie sieht ein Molekül aus? All das erklären die Wissenschaftler des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) mit spannenden Mitmachstationen und Vorträgen bei „Explore Science“, den naturwissenschaftlichen Erlebnistagen der Klaus Tschira Stiftung, vom 9. bis 13. Juli im Mannheimer Luisenpark. Im HITS-Zelt auf dem Campus an der Seebühne können die Besucher etwa die DNA aus einer Banane herauslösen und lernen, was Mensch und Banane gemeinsam haben.  
Quelle: HITS

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13. Jun 2014 · News · Projekt

Ketchup-Riese und Autobauer tüfteln gemeinsam an Bioplastik aus Tomatenfasern

Schilfgras, Hanf und Löwenzahn - die Liste der Biomaterialien, die heute schon in der Automobilindustrie verwendet werden, wird länger. Jetzt steigt auch der Ketchup-Hersteller Heinz mit ein. Gemeinsam mit dem Autobauer Ford erforscht Heinz den Einsatz von Tomaten-Resten als Rohstoff für biobasiertes Plastik, berichtet das Magazin Laborwelt.
Quelle: Laborwelt

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13. Jun 2014 · News · Projekt

Russischer Löwenzahn könnte bald als nachhaltige Rohstoffquelle auf den Feldern wachsen

Aus der Wurzel des russischen Löwenzahns (Taraxacum koksaghyz) lassen sich nicht nur Naturkautschuk, sondern auch Zuckerersatzstoffe wie Inulin gewinnen. Das PLANT 2030 Forschungsprojekt TARULIN will die Inhaltsstoffe des Löwenzahns für die Gummi- und Lebensmittelindustrie kommerziell nutzbar machen. Das Portal Pflanzenforschung stellt das Projekt vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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16. Mai 2014 · News · Projekt

Algen-Science-Center in Jülich eröffnet

Am Forschungszentrum Jülich hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, am Freitag das Algen-Science-Center eröffnet. Dort wird eine Pilotanlage für die Erzeugung von Bio-Kerosin aus Mikroalgen entstehen. Dazu werden in einem ersten Schritt drei Photobioreaktor-Systeme zur Mikroalgenzucht gebaut und systematisch verglichen, denn noch sind „erhebliche Forschungsanstrengungen notwendig“ wie der Minister erläuterte. Über die Eröffnung berichteten die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und das Portal Biotechnologie. 

Quelle: FNR

Biotechnologie.de

Bioökonomie.de

16. Mai 2014 · News · Projekt

ChemBioSys: Chemisches Stimmengewirr belauschen und entschlüsseln

Ein Lebewesen kommt in der Natur nie alleine vor, sondern lebt immer in engem Wechselspiel mit vielen anderen Organismen. Signalmoleküle bestimmen, wie die Wechselbeziehungen zwischen Zellen und Organismen einer oder mehrerer Spezies ablaufen. Diese will der neue Sonderforschungsbereich (SFB) „ChemBioSys“ an der Uni Jena ergründen, der heute von der DFG bewilligt wurde. „ChemBioSys“ steht für „Chemische Mediatoren in komplexen Biosystemen“ und macht das breite Themenspektrum deutlich, das die Jenaer Forscher in den kommenden Jahren bearbeiten werden. Der von Prof. Dr. Christian Hertweck und seinem Kollegen Prof. Dr. Georg Pohnert von der Uni Jena gemeinsam koordinierte SFB wird in der ersten Phase bis 2018 gefördert. In dem neuen SFB, für den etwa acht Millionen Euro beantragt sind, arbeiten Chemiker, Biologen, Pharmazeuten und Bioinformatiker aus 21 Jenaer Forschungsgruppen zusammen. Neben Instituten der Universität Jena sind auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie das Hans-Knöll-Institut (HKI) und das Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie beteiligt.
Quelle: Uni Jena

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11. Sep 2015 · News · Projekt

Video: Effizientere Photosynthese für höhere Ertäge in Nahrungspflanzen

Ein internationales Forschungskonsortium hat nun ein allgemeinverständliches Video ihres Projektes bei YouTube veröffentlicht. Es zeigt, an welcher Position die Forschung ansetzt, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, und was es bringt, dazu die Photosynthese ins Visier zu nehmen. Die Forschenden des Konsortiums mit 18 Mitgliedern von Universitäten, Forschungsinstituten und Firmen wollen Pflanzen, die Photosynthese vom C3-Typ betreiben, zu C4-Typen weiterentwickeln. Es trägt den Projekttitel: „Converting C3 to C4 photosynthesis for sustainable agriculture” und wird von der EU gefördert.

Video bei YouTube

Details auf der Projekt-Website 3to4

18. Sep 2015 · News · Projekt

Motorlager auf Basis von Löwenzahn

ContiTech Motorlager aus Taraxagum. Foto: © ContiTech, IME

Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt wird auch ein viel versprechendes Forschungsergebnis für Schwingungs- und Lagerungselemente auf Basis von "Taraxagum" vorgestellt, eines Naturkautschuks aus Löwenzahn. Gemeinsam mit Continental erforschen Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME und des Instituts für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Uni Münster bereits seit 2013, wie sich Löwenzahn nachhaltig als alternative Kautschukquelle für die gummiverarbeitende Industrie nutzen lässt. Im Rahmen dieses Projekts hatte der Firmenpartner bereits erfolgreich entsprechende Autoreifen-Prototypen getestet.

mehr bei IME

vgl. auch Artikel bei Biotechnologie.de

23. Jun 2014 · News · Projekt

Gates-Stiftung finanziert gv Vitamin-A-Banane

Eine mit Geldern der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung entwickelte gentechnisch veränderte (gv) Banane, die einen erhöhten Provitamin-A-Gehalt aufweist, steht kurz vor dem entscheidenden Test. Die Gentech-Frucht soll in Kürze sechs Wochen lang den Speiseplan freiwilliger Esser bestimmen, wie australische Forschende der Technischen Universität Queensland (QUT), die die Banane entwickelt haben, jetzt bekannt gaben. Das berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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30. Sep 2015 · News · Projekt

Wie individuell sind Einzeller im Meer und wie beeinflussen sie sich gegenseitig?

Professor Pohnert überprüft Algenkulturen, die in einem speziellen Container der Jenaer Universität gehalten werden. Foto: Jan-Peter Kasper, FSU

Prof. Dr. Georg Pohnert von der Friedrich Schiller Universität Jena (FSU) ist neuer Max Planck Fellow am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie. Pohnerts Forschungsinteresse gilt der chemischen Ökologie von Planktongemeinschaften. Mit diesem Begriff fasst man die zahlreichen, in Ozeanen und Seen frei schwebenden, oft mikroskopisch kleinen Organismen zusammen. Insbesondere will er der Frage nachgehen, wie es mit der Individualität von einzelligen Mikroalgen bestellt ist. Wenn Algenpopulationen „blühen“, können sie riesige Teppiche im Meer ausbilden. Das komplexe Gebilde vieler miteinander in Wechselwirkung stehender winziger Lebewesen ist dabei hochdynamisch und ändert sich permanent. Man könnte diese Gemeinschaft als eine Art „Superorganismus“ verstehen. Mit Hilfe chemischer und ökologischer Ansätze will die Arbeitsgruppe um Georg Pohnert untersuchen, wie heterogen Algenpopulationen sind und wie sich die chemischen Eigenschaften einzelner Zellen auf die Wechselwirkungen innerhalb von ganzen Populationen auswirken. Das meldet die FSU beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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30. Sep 2015 · News · Projekt

Forschende wollen Südafrikas Pflanzenreichtum retten

Die Königsprotea (Protea cynaroides) ist die Nationalblume Südafrikas und eine der Pflanzen im Fokus der Forschung. Foto: Uni Hohenheim

Sie gilt als eine der artenreichsten Regionen dieser Erde: Die Kapregion in Südafrika. Jetzt ist diese Vielfalt in Gefahr – Klimawandel und veränderte Landnutzung bedrohen sie. „Wir müssen Maßnahmen erarbeiten, die dem entgegensteuern“, erklärt Prof. Dr. Frank Schurr, Landschaftsökologe an der Universität Hohenheim. „Und dazu müssen wir wissen, wie sich die Pflanzenarten unter veränderten Bedingungen entwickeln.“ Das erforscht er am Beispiel der wohl bekanntesten Pflanzengruppe Südafrikas, den Proteen. In einem Forschungsprojekt will er mit seinem Team Empfehlungen zur Ausweisung neuer Schutzgebiete, zum Management von Feuern und zur nachhaltigen Nutzung dieser Pflanzen als Schnittblumen erarbeiten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit 450.000 Euro.
Quelle: Uni Hohenheim

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01. Okt 2015 · News · Projekt

Boden als nachhaltige Ressource – Forschungsinitiative BonaRes startet

Am 1. Oktober startete eine neue Forschungsinitiative zum Thema Boden: BonaRes – Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie. Das BMBF stellt dafür in den kommenden drei Jahren fast 33 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, die Expertise deutscher Forscher zu bündeln, um die Wirkung der Landnutzung auf die vielfältigen Funktionen von Böden zu erforschen und um neue Strategien für eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Böden zu erarbeiten. Koordiniert wird BonaRes am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Co-Koordinator ist das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Insgesamt sind 48 deutsche Forschungseinrichtungen und Institutionen beteiligt.

Quelle: UFZ

Quelle: Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim

direkt zur Projektgruppe BonaRes

06. Okt 2015 · News · Projekt

Die Genom-Analysten – Neue Methoden in der Pflanzenzüchtung

Wie groß werden die Früchte, wie hoch ist die Resistenz gegen Krankheiten, wie lange kann Trockenheit überstanden werden – im Genom einer Pflanze sind die Informationen für alle diese Merkmale festgeschrieben. Forschende arbeiten im Projekt „CropStrengthen“ daran herauszufinden, welche Gene für welche Eigenschaften verantwortlich sind und wie diese aktiviert oder ausgeschaltet werden können. Die Molekularbiologen der Uni Potsdam interessieren sich dabei hauptsächlich für Gene, die die Pflanzen stresstoleranter machen. Ziel der Forschung ist es deshalb auch, die Funktionsweise der bereits bekannten stresstoleranten Gene zu verstehen und verwandte Gene in Kulturpflanzen zu identifizieren. „Man kann viel Zeit, Raum und Geld sparen“, betont Molekularbiologe Bernd Müller-Röber, „aber man darf nicht glauben, dass die molekulare Analyse im Labor immer ausreichend ist.“ Denn alles verrät das Genom nicht. „Die Merkmale einer Pflanze sind letztlich immer das Ergebnis der Wechselwirkungen mit der Umwelt.“ Tests auf dem Feld oder im Gewächshaus sind also nach wie vor notwendig. „Es ist letztlich eine Erweiterung der Möglichkeiten.“ Die Website der Uni Potsdam stellt das Projekt in einer Reportage vor.
Quelle: Uni Potsdam

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30. Okt 2015 · News · Projekt

Neues gegen Feuerbrand. Freilandtests mit cisgenen Apfelbäumen geplant

In der Schweiz sollen im kommenden Frühjahr Apfelbäume mit einem neuen Resistenzkonzept gegen Feuerbrand im Freiland getestet werden, berichtet das Portal Transgen. Es geht auf ein Resistenzgen aus einem Wildapfel zurück, das in die Kulturapfelsorte Gala eingeführt wurde. Der Versuch soll auf dem besonders geschützten Versuchsgelände in Reckenholz in der Nähe von Zürich stattfinden. Diese Protected Site wurde 2012 trotz des aktuell bestehenden Moratoriums durch einen politischen Parlamentsbeschluss eingerichtet, um Nutzen und Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen zu erforschen. Feuerbrand ist weltweit die bedeutendste bakterielle Krankheit bei Apfelbäumen.
Quelle: Transgen

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05. Nov 2015 · News · Projekt

Zukunftsdialog Ökolandbau

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und das Julius Kühn-Institut (JKI) – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen haben eine neue Kooperationsvereinbarung. Erklärte Ziele sind, die angewandte Pflanzenforschung - vor allem im Bereich des Ökolandbaus – gemeinsam zu intensivieren und neue Erkenntnisse in die Praxis zu tragen. Als wichtiges Instrument dafür ist eine Serie gemeinsamer Tagungen unter dem Titel „Zukunftsdialog Ökolandbau“ geplant, die in den kommenden Jahren etabliert werden sollen. Der Startschuss wird mit der ersten Veranstaltung am 25. und 26. Mai 2016 in Eberswalde erfolgen. Dabei sollen wechselnde und aktuelle Schwerpunkte thematisiert und nicht nur mit der Wissenschaft, sondern auch mit der Praxis des Ökolandbaus ausgetauscht werden. Forschung und Praxis werden so enger verzahnt. Ausgehend von der Region Berlin/Brandenburg, in der beide Einrichtungen Forschungsstandorte haben, ist vorgesehen, die Ergebnisse der Zukunftsdialoge über ein Wissensportal auch überregional zu kommunizieren.
Quelle: JKI

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10. Nov 2015 · News · Projekt

Uralte Bewirtschaftungsmethoden als Klimaretter?

Biokohle-Versuchsfeld in der Klimafolgen-forschungsstation in Linden-Leihgestern. Foto: Jochen Senkbeil. JLU

Bei einer Expedition zum Amazonas wird der Gießener Pflanzenökologe Prof. Dr. Christoph Müller in diesen Tagen untersuchen, wie uralte Bewirtschaftungsmethoden zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid im Boden führen – und damit heute einen Beitrag zur Rettung des Klimas leisten könnten. Er wird die sogenannte Terra preta analysieren, eine tiefschwarze Bodenart im Regenwald. Das sind Böden, die durch menschlichen Einfluss und die Ablagerung von Holzkohle, Dung und Kompost vor hunderten von Jahren überaus fruchtbar wurden und bis heute sind – im Gegensatz zu den eher nährstoffarmen Böden des Regenwalds. „Die aktuellen Arbeiten stehen in direktem Zusammenhang mit unserem aktuellen Schwerpunkt, die Folgen des sich abzeichnenden Klimawandels auf heimische Ökosysteme zu untersuchen“, betont Prof. Müller vom Institut für Pflanzenökologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Er leitet das vom Land Hessen geförderte LOEWE-Exzellenzprogramm FACE2FACE, mit dem die Auswirkungen von erhöhten atmosphärischen CO2-Konzentrationen untersucht werden, wie sie in Mitteleuropa etwa Mitte des Jahrhunderts erwarten werden.
Quelle: JLU

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News · Projekt

Satellit zur Pflanzenforschung soll ins All

Die Pflanzenforschung steht im Fokus ihrer nächsten Satellitenmission zur Erkundung der Erde, teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA heute mit. In knapp sieben Jahren soll der neue Satellit starten und wertvolle Daten zur globalen Pflanzenproduktivität liefern. Sein Herzstück - ein hochauflösendes Spektrometer - zeigt zuverlässig an, wenn Pflanzen unter Stress stehen. Das Messprinzip des Spektrometers haben Jülicher Forschende mitentwickelt und getestet.
Quelle: Forschungszentrum Jülich

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26. Nov 2015 · News · Projekt

Erforschung nachhaltiger Waldbewirtschaftung

Um den Verlust an biologischer Vielfalt aufzuhalten, fördern das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) anwendungsorientierte Forschungsprojekte zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS). Zu den geförderten Projekten mit einem Fördervolumen von rund 3,2 Millionen Euro gehört auch „BioHolz“, ein Verbundprojekt, das von der Philipps-Universität Marburg aus koordiniert wird. In den kommenden sechs Jahren wird erforscht, wie sich die Waldnutzung und der Schutz von Biodiversität in Einklang bringen lassen. Kernpunkt ist die Erhöhung des Anteils alter und abgestorbener Bäume, sogenanntes Totholz, auf das viele Arten angewiesen sind.
Quelle: Uni Marburg

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02. Dez 2015 · News · Projekt

BMEL fördert Sequenzierung des Weizengenoms

Das Genom des Weizens wird genauer analysiert. Foto: IPK Gatersleben

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt ein Verbundvorhaben zur Sequenzierung und Analyse des Weizengenoms. Weizen ist weltweit eine der bedeutendsten Kulturpflanzen. Umgesetzt wird das Projekt von Forschenden der Abteilung Genomik und Systembiologie pflanzlicher Genome am Helmholtz Zentrum München (HMGU) gemeinsam mit zwei Arbeitsgruppen des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben. Die Forschenden planen darin zum einen die Sequenzierung zweier Weizenchromosomen (2D und 6A) sowie die strukturelle und funktionelle Beschreibung der gesamten bisher vorliegenden, genomischen Daten aller 21 Weizenchromosomen.
Quelle: Helmholtz München

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02. Dez 2015 · News · Projekt

Kommunikation eines Algen-Labormodells in natürlicher Umgebung

Prof. Dr. Maria Mittag, Doktorand Daniel Schaeme und Prof. Dr. Severin Sasso (re.) betrachten Grünalgen am Stamm einer Kastanie. Foto: Jan-Peter Kasper, FSU

Die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii hat bei den Botanikern eine steile Karriere gemacht. Seit über 50 Jahren dient der winzige Einzeller als Modellorganismus, um lichtgesteuerte Prozesse wie beispielsweise die Photosynthese zu erforschen. Für diese Untersuchungen werden die Grünalgen in Reinkultur gezüchtet. Forschende der Friedrich-Schiller-Uni (FSU) in Jena schlagen nun eine neue Richtung ein: Sie wollen die Wechselwirkungen der Grünalgen mit anderen Mikroorganismen in natürlicher Umgebung erforschen. Um die zentralen Fragestellungen dieser neuen Forschungsrichtung hervorzuheben, haben die Phykologen Maria Mittag, Prasad Aiyar, Daniel Schaeme und Severin Sasso jüngst einen Beitrag im Fachjournal Trends in Plant Science veröffentlicht. Vorrangig ist das Grundlagenforschung und es wird es darum gehen, die chemische Sprache zu entziffern, mit der sich die Grünalge mit anderen Mikroorganismen verständigt.
Quelle: FSU

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03. Dez 2015 · News · Projekt

Forschende wollen Unterboden analysieren

Forschende der Uni Bonn schätzen die Durchwurzelungstiefe an der Profilwand. Foto und © Foto: Johannes Siebigteroth

Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert das bodenkundliche Verbundprojekt „Soil3“ mit rund 1,7 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren. Die Forschenden wollen untersuchen, wie vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung Pflanzen zusätzliche Vorräte an Wasser und Nährstoffen aus Bereichen unterhalb der Ackerkrume erschließen können. Ziel des Projektes ist, den Unterboden für die Pflanzen attraktiv zu machen. Dies kann mit einer Heterogenisierung der tieferen Bodenschichten mit speziellen landwirtschaftlichen Maschinen gelingen, um Pflanzen zum Beispiel in Zeiten von Trockenheit Alternativen für das Wachstum anzubieten. Neben den Bodenwissenschaften der Ruhr-Universität Bonn (RUB) sind von derselben Uni Pflanzenbau, das Institut für Landtechnik und das Institut für organischen Landbau mit Unterstützung des Campus Klein-Altendorf an den Forschungen beteiligt. Darüber hinaus sind das Thünen-Institut, die FU Berlin, das Ecologic Institute Berlin, die Technische Universität München und das Forschungszentrum Jülich GmbH in das Projekt „Soil3“ eingebunden.
Quelle: RUB

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03. Dez 2015 · News · Projekt

Internationale Reisforscher sagen dem Welthunger den Kampf an

Blick auf Reisterasse. Foto: www.c4rice.com

Die wachsende Weltbevölkerung bei gleichzeitig abnehmenden landwirtschaftlichen Nutzflächen benötigt höhere Erträge. Darüber hinaus erfordert auch der Klimawandel Pflanzen, die an die neuen Bedingungen angepasst sind. Einen Schritt in die richtige Richtung stellt das international aufgestellte C4-Reisprojekt dar, das nun in die dritte Forschungsphase startet. Unter Leitung der Universität Oxford arbeiten Forschende aus 12 Einrichtungen in 8 Ländern – unter ihnen Professor Mark Stitt und seine Gruppe am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) – an dem Ziel, die Erträge beim Reis mit neuen Methoden zu steigern. Die Forschenden des Reisprojekts untersuchen, ob ein Wechsel der Art, wie der Reis Photosynthese betreibt, dazu beitragen kann. Dazu wollen sie die Reispflanzen, die im C3-Modus Photosynthese betreiben, auf den C4-Modus wie bei Maispflanzen bringen, mit denen Pflanzen effizienter Photosynthese betreiben können. Sie hoffen, damit die Erträge um bis zu 50% steigern zu können.
Quelle: MPI-MP

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11. Dez 2015 · News · Projekt

Landwirtschaftlicher Wandel rund um (Mega-)Städte

Stadt und Land – Nomaden in den Außenbezirken von Bangalore. Foto: Bürkert, Uni Kassel

Wie verändern sich agrarwirtschaftliche, ökologische und soziale Systeme unter dem Einfluss wachsender (Mega-)Städte? Am Beispiel der indischen Metropole Bangalore untersucht die Forschergruppe FOR2432 mit dem Titel "Social-Ecological Systems in the Indian Rural-Urban Interface: Functions, Scales, and Dynamics of Transition", die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an den Universitäten Kassel und Göttingen einrichtet. Sie startet zum 1. April 2016, das Fördervolumen beläuft sich zunächst auf rund 3,7 Mio. Euro. Eingebunden sind internationale Partner, darunter die University of Agricultural Sciences in Bangalore in Indien, wo die kooperierenden Projekte mit voraussichtlich 1,2 Mio. Euro von indischer Seite kofinanziert werden.
Quelle: Uni Kassel

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11. Dez 2015 · News · Projekt

Denitrifikation von der Mikroskala zur Feldskala

Die Bedeutung der mikrobiellen Umwandlung des im Nitrat gebundenen Stickstoffs zu gasförmigem Stickstoff und zu Stickoxiden (Denitrifikation) für den Klimawandel ist trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung nicht zuverlässig vorhersagbar. Die neue Forschergruppe „Denitrification in Agricultural Soils: Integrated Control and Modelling at Various Scales (DASIM)” der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beleuchtet mithilfe analytischer und molekularbiologischer Methoden sowie unter Einbeziehung von Mesokosmenexperimenten und verschiedener Modellansätze den Prozess der Denitrifikation von der Mikroskala zur Feldskala. Sprecher ist Professor Dr. Christoph Müller vom Interdisziplinären Forschungszentrum (IFZ) und Institut für Pflanzenökologie der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Quelle: DFG

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15. Dez 2015 · News · Projekt

Mit Pflanzen gegen Asbest in Böden

Asbestabfälle können durch landwirtschaftliche Bodenbearbeitung fein verteilt werden. Der gezielte Einsatz von Pflanzen könnte den Abbau des gefährlichen Materials beschleunigen. Foto und Copyright: Universität Wien

Asbestzement galt seit seiner Erfindung in Österreich im 19. Jahrhundert als architektonisches und technisches Wundermaterial. Erst seit den 1980er Jahren führten Untersuchungen über die stark krebserregenden Eigenschaften von Asbest zu Verboten der Nutzung des Materials. Ein internationales Forschungsteam rund um Stephan Krämer vom Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien untersucht nun den sicheren Umgang mit dem gesundheitsschädlichen Stoff. Sie will außerdem herausfinden, wie schnell die natürliche Verwitterung von Asbest zur Selbstreinigung kontaminierter Böden führen kann und ob dieser Prozess durch gezielten Einsatz von Pflanzen beschleunigt wird. Vorstudien hatten gezeigt, dass Pflanzen und Bakterien die Verwitterungsgeschwindigkeit von Asbest in Böden beschleunigen.
Quelle: Uni Wien

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21. Jan 2014 · News · Projekt

Versteinerter Wald des Perms: Zeitsprung um 291 Millionen Jahre zurück

Dr. Dagmar Dietrich (vorn) und Prof. Dr. Thomas Lampke (hinten) von der Professur Oberflächentechnik und Funktionswerkstoffe und der Direktor des Museums für Naturkunde Chemnitz, Dr. Ronny Rößler, untersuchen die Fundstücke. Foto: TU Chemnitz/Wolfgang Thieme

Wissenschaftler der Professur Oberflächentechnik und Funktionswerkstoffe dringen mit dem Elektronenmikroskop tiefer als je zuvor in Fundstücke des Versteinerten Waldes von Chemnitz hinein. Im Boden der gesamten Stadt Chemnitz schlummert seit langer Zeit ein kostbarer Schatz, eine uralte Welt voller Pflanzen und Tiere, die nach einem Vulkanausbruch im Perm von Asche umhüllt und anschließend zu Stein wurden. Der „Versteinerte Wald Chemnitz“ ist das größte und schwerste pflanzliche Fossil Europas. Von 2008 bis 2011 wurden etwa 630 Versteinerungen von Baumstämmen und Verzweigungen sowie 1.200 Pflanzen- und Tierabdrücke, unter anderem auch die ersten Skorpione aus dem Perm entdeckt. Die Forscher analysieren nun das Eindringen der Kieselsäure, vor allem wo und wie sie Kristallite gebildet hat ohne die Zellen zu zerstören. Quelle: TU Chemnitz

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23. Jan 2014 · News · Projekt

Nachhaltige, feuerfeste Baustoffe aus Sand und Akazien

Das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) startet eine Kooperation mit Namibia. Darin wollen die Forscher aus dem Saarland und Afrika in einem Pilotprojekt Kleber entwickeln, die sich aus natürlichen Ressourcen gewinnen lassen und die Entwicklung nachhaltiger Baumaterialien ermöglichen. Dazu wollen sie aus den sich stark ausbreitenden Akazien-Arten Acacia mellifera und Dichrostachys cinerea in Zukunft ökologisch zertifizierte Holzgrundstoffe als nachhaltige Baumaterialien gewinnen. Im Detail wollen sie den Sand aus der Wüste Namibias und die natürlichen Inhaltsstoffe der Akazien als Bestandteile eines Klebers nutzen, mit dem sie Akazienholz zu einfachen Bauplatten, ähnlich Spanplatten, verarbeiten können. Das Projekt NaMiBIND ist auf zwei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 250.000 Euro gefördert.
Quelle: INM

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28. Jan 2014 · News · Projekt

Nachhaltige Nutzung afrikanischer Feuchtgebiete

Ewaso Narok Sumpf in Kenia: Nach Drainage können auf den fruchtbaren Böden Gemüsekulturen angelegt werden. (c) Foto: Mathias Becker, Uni Bonn

Aus Anlass des am 2. Februar stattfindenden „Welttags der Feuchtgebiete“ stellt die Uni Bonn ein internationales Projekt vor, in dem deutsche und afrikanische Wissenschaftler unter Federführung der Universität Bonn das Management von Feuchtgebieten in Ostafrika nachhaltig verbessern wollen. Hierzu bewilligte das Bundesforschungsministerium vor kurzem rund sechs Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. „Mit ganzjähriger Wasserverfügbarkeit und relativ fruchtbaren Böden bieten die 20 Millionen Hektar Feuchtgebietsflächen in Ostafrika die Möglichkeit, mehrere Kulturen im Jahr zu ernten und die Ernährung und damit die Gesundheit breiter Schichten der Bevölkerung zu sichern“, sagt Prof. Dr. Mathias Becker vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn, Sprecher des internationalen Forschungsverbunds.
Quelle: Uni Bonn

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24. Jan 2014 · News · Projekt

Elf neue Ansätze sollen ertragreiche und umweltstabile Weizensorten liefern

Um den Ertragsfortschritt von Weizen zu fördern, sollen internationale Forschungsprojekte zur Züchtung von Weizen stärker gebündelt und vernetzt werden, meldet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Dazu fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium 2014 elf Verbundprojekte. Beispiele erfolgreicher Getreideforschung gab es auf der Messe „Internationale Grüne Woche“ in Berlin. Dort ging es um die Backqualität von Weizen sowie Ertragssteigerung bei Roggen.
Quelle: BLE

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05. Feb 2014 · News · Projekt

Günstigeres Hochleistungsmaterial aus natürlichen Stoffen

Die nachwachsenden Rohstoffe Lignin (braun) und Zellulose (weiß) sollen eines Tages Polyacrylnitril ersetzen, das zu Textilfasern verarbeitet wird. Quelle: Ricarda Böhm

Das Projekt „Renewable source nanostructured precursors for carbon fibers“, kurz Carboprec, erhält von der Europäischen Kommission in den kommenden vier Jahren eine Förderung von etwa sechs Millionen Euro. 14 Partner aus Forschung und Industrie aus sieben europäischen Ländern und Russland sind daran beteiligt, darunter die Universität Freiburg. Marie-Pierre Laborie, Professorin für Forstliche Biomaterialien am Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften, leitet das Projekt am Freiburger Materialforschungszentrum (FMF) der Albert-Ludwigs-Universität. Der Freiburger Anteil an der Fördersumme beträgt mehr als 670.000 Euro. Die am Projekt Carboprec beteiligten Forscherinnen und Forscher wollen neue Ausgangsstoffe und Verarbeitungsprozesse entwickeln, die als kostengünstigere und umweltfreundlichere Alternative zu Polyacrylnitril dienen und gleichwertige Eigenschaften besitzen.
Quelle: Uni Freiburg

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27. Feb 2014 · News · Projekt

Auftaktveranstaltung zum bundesweiten Netzwerk zum Schutz gefährdeter Wildpflanzenarten (WIPs-De)

Arnika ist eine der gefährdeten Wildpflanzenarten. Foto: Botanischer Garten der Universität Osnabrück

Im Botanischen Garten der Universität Osnabrück findet vom Mittwoch, 5., bis Donnerstag, 6. März die Auftaktveranstaltung des bundesweiten Netzwerkes „Wildpflanzenschutz Deutschland“ (WIPs-De) statt. Ziel von WIPs-De ist der Aufbau eines nationalen Schutzprogramms für 15 Wildpflanzenarten, für die Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ eine besondere Verantwortung übernommen hat. In dem Projektverbund der Botanischen Gärten Berlin-Dahlem, Karlsruhe, Osnabrück, Potsdam und Regensburg sowie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe werden bisher meist isoliert durchgeführte Erhaltungsstrategien verknüpft: die Sammlung von Samen und Sporen, Erhaltungs- und Vermehrungskulturen sowie Wiederansiedelungen oder Stärkung vorhandener Populationen. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie dem Bundesamt für Naturschutz mit 2,4 Millionen Euro gefördert.Im Botanischen Garten der Universität Osnabrück findet vom Mittwoch, 5., bis Donnerstag, 6. März die Auftaktveranstaltung des bundesweiten Netzwerkes „Wildpflanzenschutz Deutschland“ (WIPs-De) statt. Ziel von WIPs-De ist der Aufbau eines nationalen Schutzprogramms für 15 Wildpflanzenarten, für die Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ eine besondere Verantwortung übernommen hat. In dem Projektverbund der Botanischen Gärten Berlin-Dahlem, Karlsruhe, Osnabrück, Potsdam und Regensburg sowie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe werden bisher meist isoliert durchgeführte Erhaltungsstrategien verknüpft: die Sammlung von Samen und Sporen, Erhaltungs- und Vermehrungskulturen sowie Wiederansiedelungen oder Stärkung vorhandener Populationen. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie dem Bundesamt für Naturschutz mit 2,4 Millionen Euro gefördert.

Quellen: Uni Osnabrück

WIPs-De

05. Mär 2014 · News · Projekt

„Life Science Lab Hannover"

Schülerinnen und Schüler in Hannover werden künftig durch das Projekt „Life Science Lab Hannover" in biotechnologischen und so genannten Life Science Fragestellungen gefördert. Seit Februar werden praxisnahe Experimente in den Unterricht integriert, sowie Vorträge und Praktika angeboten. In Experimenten im Labor, bei Vorträgen und in Praktika lernen die Jugendlichen molekularbiologische und biotechnologische Sachverhalte, Methoden und Techniken kennen. Dabei soll stets ein nachhaltiges wissenschaftliches Handeln im Vordergrund stehen. Expertinnen und Experten werden in Vorträgen unter anderem über ihre Arbeit in der AIDS-Forschung, der Entwicklung von Medikamenten zur Tumorbekämpfung oder über die Entwicklung von Impfstoffen berichten und geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einen Einblick in ihre Arbeit zu erhalten, berichtet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO). Das Projekt „Life Science Lab Hannover" ist der Nachfahre des Projektes „HannoverGEN“, das zum Schuljahresende 2012/2013 ausgelaufen war (vgl. Berichterstattung am 18.3.2013).
Quelle: VBIO

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07. Apr 2014 · News · Projekt

Antibiotika-Stoff aus Rhododendron

Bremer Forschende haben in der farbenprächtigen Gartenpflanze Rhododendron Wirkstoffe für ein neues Antibiotikum entdeckt. Sowohl in der traditionellen asiatischen Medizin als auch in der Türkei ist die heilende Wirkung des Extraktes der Rhododendren-Pflanze seit langem bekannt. Doch die Inhaltsstoffe wurden nie analysiert. Nach zweieinhalb Jahren Forschung ziehen die Wissenschaftler der Jacobs University in Bremen das Fazit: im Rhododendren stecken tatsächlich antibakteriell wirkende Substanzen, berichtet das Portal Biotechnologie und die Uni beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

mehr bei Biotechnologie.de

und beim idw

28. Sep 2015 · News · Projekt

Im Photoniklabor nimmt Fraunhofer Licht unter die Lupe

Kultivierung von Pflanzen in der Wachstumskammer. Foto: Fraunhofer UMSICHT

Welchen Einfluss hat künstliches Licht auf den Geschmack von Salat, Gemüse und anderen Nutzpflanzen? Wie wird verhindert, dass UV-Licht an ein verpacktes Lebensmittel gelangt? Aber auch: Wie entstehen feinste Strukturen in einem Mikrosiebfilter? Fraunhofer UMSICH verfügt über ein neues Photoniklabor, das Antworten auf diese und viele weitere Fragen aus der Welt der optischen Systeme und Sensoren liefern will.
Quelle: Fraunhofer

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28. Sep 2015 · News · Projekt

Biochemie trifft Blütenökologie: Botanikerin erforscht Nektarzusammensetzung

Wie sich der Nektar von Blütenpflanzen zusammensetzt, erforscht Dr. Gertrud Lohaus, Professorin für Molekulare Pflanzenforschung / Pflanzenbiochemie an der Bergischen Universität Wuppertal. Pflanzenarten und ihre jeweiligen Bestäuber sind häufig sehr stark aneinander angepasst. „Unter den verschiedenen Lockprinzipien spielt Blütennektar global die wichtigste Rolle“, sagt Botanikerin Gertrud Lohaus. Blütennektare enthalten zahlreiche Zucker, Stickstoffverbindungen, Sekundärstoffe, usw. „Die biochemische Nektarzusammensetzung ist relativ charakteristisch für eine Pflanzenart, ist jedoch unterschiedlich bei verschiedenen Pflanzenarten“, so Lohaus. Die Ursachen für die Unterschiede können vielfältig sein und die Regulationsmechanismen seien bis heute nicht geklärt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt nun mit knapp 180.000 Euro über eine Dauer von drei Jahren.
Quelle: Uni Wuppertal

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07. Okt 2015 · Projekt

Umweltfreundlichere Klebstoffe aus Lignin

Aromatische Verbindungen aus dem Holzbestandteil Lignin könnten bei der Herstellung von Klebstoffen oder Lacken erdölbasierte Substanzen ersetzen und damit „grünere“ Produkte ermöglichen. Allerdings lassen sich die Aromaten in einer verwertbaren Form bislang sehr schwer aus dem Lignin herauslösen. Forschende am Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP) in Leuna entwickeln ein neues Verfahren, um die begehrten Substanzen leichter zugänglich zu machen. Erste Ergebnisse präsentieren sie vom 17. bis 26. Januar auf der "Grünen Woche" in Berlin.
Quelle: Fraunhofer

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10. Jan 2014 · News · Projekt

Wasserlinsen - ein unscheinbares Wasserkraut macht Karriere

Mit der gleichen Pflanze erst Abwässer reinigen und dann Tiere füttern oder Energie gewinnen? Mit der Wasserlinse - bei uns auch als Entengrütze bekannt - könnte das bald möglich sein. Wo und wie Forschende daran arbeiten, aus der winzigen Wasserpflanze eine Nutzpflanze der Zukunft zu machen, beschreibt das Portal Pflanzenforschung.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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14. Feb 2014 · News · Projekt

Konservierender Ackerbau in Baden-Württemberg

Das Verfahren des Konservierenden Ackerbaus, welches seinen Ursprung in Lateinamerika hat, kombiniert minimale Bodenbearbeitung mit maximaler Durchwurzelung. Statt einer technischen Lockerung des Bodens erfolgt eine Lockerung durch Pflanzen und eine erhöhte biologische Aktivität. In einem Verbundvorhaben der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), Institut für Angewandte Agrarforschung (IAAF) und des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) werden nun die Wirkungen verschiedener Zwischenfruchtgemenge und Bodenbearbeitungsverfahren geprüft. Das Projekt wird als richtungsweisend für die Umsetzung einer nachhaltigen Landwirtschaft in die Praxis gesehen. In einem System, welches Bodenruhe und Biodiversität verbindet, wird durch größtmögliche Annäherung an natürliche Verhältnisse Erosion vermieden und die Stabilität des Agrarökosystems erhöht, so dass positive Umweltwirkungen zu erwarten sind.
Quelle: HfWU

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22. Mai 2014 · News · Projekt

800 Millionen Euro für den Artenschutz

Die EU-Kommission hat eine neue Leitinitiative zur Erhaltung der biologischen Vielfalt (B4Life) vorgestellt. Vor allem Projekte in armen Ländern sollen bis 2020 mit bis zu 800 Millionen Euro beim Schutz ihrer Ökosysteme und beim Kampf gegen Wildtierhandel unterstützt werden. B4Life wird zunächst aus dem thematischen EU-Programm „Globale öffentliche Güter und Herausforderungen“ (GPGC) sowie aus Mittelzuweisungen für die regionale und nationale Zusammenarbeit finanziert, wobei sich die Mittelausstattung der Initiative für den Zeitraum 2014-2020 voraussichtlich auf bis zu 800 Mio. EUR belaufen wird.
Quelle: EU

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10. Mär 2014 · News · Projekt

VegetWeb 2.0 will Nutzung von Vegetationsaufnahmen erleichtern

Das Ziel von VegetWeb 2.0 besteht darin, ein zentrales Online-Portal zu entwickeln, das den Zugriff auf Vegetationsaufnahmen ermöglicht. Dabei handelt es sich um einen großen Bestand mit tausenden von Aufnahmen und Beschreibungen, die in den vergangenen Jahrzehnten angefertigt worden sind und auf viele regionale Archive verteilt sind. Einige von ihnen müssen erst noch digitalisiert werden, da sie nach wie vor nur auf dem Papier existieren. Die Umsetzung des Projekts findet unter der Federführung des Instituts für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald statt. Das Projekt wird vom Portal Pflanzenforschung vorgestellt.

mehr bei Pflanzenforschung.de

siehe auch Meldung vom 24.2.2014

12. Mär 2014 · News · Projekt

Globaler Wandel im regionalen Kontext

Das Wissenschaftsporträt Nr. 13 erscheint im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Bild: UFZ

Wie sich die Landnutzung verändert, untersuchen internationale Forscherteams in einem vom Bund geförderten Großforschungsprogramm an zwölf Standorten in der Welt. Das Begleitprojekt GLUES wagt den Spagat: Es vernetzt nicht nur die einzelnen Regionalprojekte des Förderprogramms, sondern betreibt auch selbst wissenschaftliche Analyse und damit Synthese. Der eigene Anspruch ist hoch: Das Projekt will zeigen, dass Land nachhaltig genutzt werden kann und muss! Mit dem Wissenschaftsporträt zum Begleitprojekt GLUES ist die Reihe komplett, die in den letzten Monaten sämtliche zwölf der Regionalprojekte vorgestellt hat. Gefördert werden diese im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ (Modul A) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Förderprogramm „Nachhaltiges Landmanagement“ wird durch das wissenschaftliche Begleitvorhaben GLUES (Global Assessment of Land Use Dynamics, Greenhouse Gas Emissions and Ecosystem Services) übergreifend am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert und begleitet. Das meldet das UFZ beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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13. Mär 2014 · News · Projekt

Buntere Felder für die Biogasproduktion

Blühende Andenlupinen. Foto: S. Roux, JKI

Am Julius Kühn-Institut (JKI) startet ein Forschungsprojekt, das die potenzielle Nutzung der Andenlupine (Lupinus mutabilis) als neue Energiepflanze untersucht mit der der weißen Lupine (Lupinus albus) und der blauen Lupine (Lupinus angustifolius) vergleicht. Längerfristig soll die aus Südamerika stammende Pflanze als Ergänzung zum Mais in der Biogasproduktion zum Einsatz kommen. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) fördert das Projekt für die nächsten drei Jahre, um auszuloten, wie die neue Pflanze sich unter hier herrschenden Anbaubedingungen schlägt.
Quelle: JKI

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25. Mär 2014 · News · Projekt

Wald „Hohe Schrecke“ soll „Urwald von morgen“ werden

Die „Hohe Schrecke“ in Thüringen ist eines der ältesten Waldgebiete Deutschlands. Jetzt soll sie auch zum Urwald von morgen werden. So lautet das Ziel eines Naturschutzgroßprojektes, das der Bund bis 2023 mit rund 9 Millionen Euro fördert. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übergab heute den Förderbescheid im thüringischen Braunsroda an den Projektträger, die Naturstiftung David, meldet das Bundesamt für Naturschutz (BfN).
Quelle: BfN

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27. Mär 2014 · News · Projekt

Weg vom Eis: Zellen trocken lagern

Zellen oder Gewebe über lange Zeiträume zu lagern, ist aufwendig und teuer. Derzeit wird biologisches Material in Biobanken bei Niedrigtemperaturen unter minus 130 Grad Celsius mit Hilfe von flüssigem Stickstoff in speziellen Kühlgeräten aufbewahrt. Forschende am Institut für Mehrphasenprozesse (IMP) der Leibniz Universität Hannover suchen derzeit nach einem Weg, mittels Gefriertrocknung das biologische Material haltbar zu machen und danach trocken einzulagern, ohne dass die Zellen oder Gewebe dabei zerstört werden. Über das Projekt berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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28. Mär 2014 · News · Projekt

Schorfresistente Äpfel – Über Gentechnik zum „Bio-Apfel“

Apfelkrankheiten wie Apfelschorf und Feuerbrand sind weltweit verbreitet und beliebte Apfelsorten - zum Beispiel Gala oder Jonagold - hochanfällig dafür. Seit einigen Jahren verfolgen Wissenschaftler aus der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen gängige Apfelsorten mit Hilfe der Gentechnik gegen die berüchtigten Apfelkrankheiten resistent machen. Das Besondere: Die Apfelbäume enthalten am Ende nur apfeleigene Gene. Erste gentechnisch veränderte schorfresistente Apfelbäumchen der Sorte Gala werden seit Oktober 2011 an der Universität Wageningen in den Niederlanden im Freiland getestet. Das Portal „Pflanzen.Forschung.Ethik.“ stellt das Projekt vor.
Quelle: Pflanzen-Forschung-Ethik.de

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28. Mär 2014 · News · Projekt

Nachwachsende Rohstoffe und ihre nachhaltige Produktion in der Post-2015-Agenda verankern

Mit der Post-2015-Entwicklungsagenda wird sich die Weltgemeinschaft ehrgeizige Nachhaltigkeits-Ziele setzen: Die Bekämpfung von Hunger und Armut, den Schutz natürlicher Ressourcen, nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sowie saubere und sichere Energie für alle. Nachwachsende Rohstoffe können hier einen wichtigen Beitrag leisten, wenn sie nachhaltig angebaut und der Schutz von Böden oder die Nahrungsmittelproduktion nicht gefährdet werden. Wie eine nachhaltige Produktion nachwachsender Rohstoffe in den SDGs der Vereinten Nationen verankert werden kann, wird vom IASS Potsdam mit dem neuen Projekt „Renewable Resources and the Sustainable Development Goals Forum“ erforscht. Das meldet das IASS beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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28. Mär 2014 · News · Projekt

Biogenese der Thylakoide

Eine der fünf neuen Forschergruppen, deren Einrichtung die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bekannt gab, haben Pflanzenforscher konzipiert. Sie wollen Thylakoide analysieren, also die Membransysteme in den Chloroplasten pflanzlicher Zellen oder Bakterien, in denen die Lichtreaktion der Fotosynthese stattfindet. Prof. Dr. Jörg Nickelsen von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) leitet die neue Forschergruppe mit dem Titel „Biogenesis of Thylakoid Membranes: Spatiotemporal Organization of Photosynthetic Protein Complex Assembly“. Bislang ist kaum bekannt, wie diese komplexen energiewandelnden Membranen gebildet werden. Daher widmet sich die Forschergruppe FOR2092 dem Prozess der Biogenese und will das ihm zugrunde liegende schrittweise Zusammenspiel von Proteinen, Lipiden, Pigmenten und anorganischen Kofaktoren analysieren.

mehr bei der DFG

Direkt zu Prof. Nickelsens Website

31. Mär 2014 · News · Projekt

Fraunhofer Institut entwickelt Bewertungsinstrument für biologische Vielfalt

Welchen Einfluss die Produktionstätigkeit der Wirtschaft auf die Artenvielfalt hat, kann bislang nicht dargestellt werden. Daher entwickelt nun die Abteilung „Ganzheitliche Bilanzierung“ des Fraunhofer Instituts für Bauphysik (IBP) ein Bewertungsinstrument, welches Akteuren aus Wirtschaft und Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden soll. Die Details des Projektes stellt das Portal des Netzwerkforums zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo) auf seiner Website vor.
Quelle: NeFo

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31. Mär 2014 · News · Projekt

Rasche evolutionäre Anpassungen

Eines der 16 neuen Schwerpunktprogramme, deren Einrichtung die DFG heute bekannt gab, wird die schnelle evolutionäre Anpassung und deren Möglichkeiten sowie Beschränkungen untersuchen. Koordiniert wird das neue Schwerpunktprogramm (SPP) mit dem Titel „Rapid Evolutionary Adaptation: Potential and Constraints“ von Prof. Dr. Karl Schmid vom Institut für Pflanzenzüchtung, Saatgutforschung und Populationsgenetik an der Universität Hohenheim. Wie Schmid gegenüber der DBG erklärte, sollen im SPP theoretisch orientierte Populationsgenetiker mit empirischen Forschern zusammen arbeiten und Pflanzen, Tiere, Pilze und Prokaryonten untersuchen. Demnach wollen sie vor allem die Frage beantworten, welche Rolle neu entstandene Mutationen und die schon in der Population vorhandene genetische Variation bei der evolutionären Anpassung spielen.
Quelle: DFG

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01. Apr 2014 · News · Projekt

Wasserlinsen als neue Nutzpflanzen für Indien

Wasserlinsen haben das Potential viele derzeitige Probleme zu lösen. Sie wachsen so schnell wie andere Ackerpflanzen, enthalten wertvolle Nahrungsstoffe und können während Ihrer Kultur gleichzeitig das sie umgebende Wasser aufbereiten. Außerdem eignet sich die Pflanze noch zur Bioethanol- und Biogasherstellung. Deren enormes Potential stellen PD Dr. Klaus-Jürgen Appenroth, Leiter der "International Steering Commitee on Duck weed Research and Application" und Dr K Sowjanya Sree, von der Amity Universit im Noida (Indien) im indischen Journal Jagran vor, das soviel wie „Aufbruch“ bedeutet. Teil 1 des Artikels nennt unter anderem die Biomasse, die nach einem Jahr geerntet werden kann; Teil zwei stellt ihre Nutzung als Nahrungsergänzungsmittel sowie für Bioethanol und Biogas vor.

mehr bei Jagran (Teil 1)

mehr bei Jagran (Teil 2)

08. Apr 2014 · News · Projekt

Forschungsnachwuchs im Feuchtgebiet - „Wetland Ecology“-Kurs an der Universität Ulm

Im Rahmen der internationalen "Soil & Water-Summer School" fand an der Universität Ulm für Biologie-Studierende ein "Wetland Ecology"-Kurs statt. Mit Mittelpunkt: die Besonderheit von Feuchtbiotopen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln der Ökologie, Landnutzung und Klimatologie. Im Bericht stellt der Veranstalter, Dr. Martin Werth vom Institut für Systematische Botanik und Ökologie, der den internationalen Studentenkurs als Studienlotse mit auf die Beine stellte, die Schwerpunkte und Ziele der Veranstaltung vor.
Quelle: Uni Ulm

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08. Apr 2014 · News · Projekt

Thylakoid-Membranen im Fokus

Eine neue Forschergruppe untersucht, wie die komplexen Thylakoid-Membransysteme entstehen, in denen die Lichtreaktion der Photosynthese stattfindet (vgl. auch Meldung vom 28.3.2014). Professor Jörg Nickelsen vom Biozentrum der Ludwigs-Maximilian Universität München (LMU) ist Sprecher der Gruppe mit dem Titel „Biogenesis of Thylakoid Membranes: Spatiotemporal Organization of Photosynthetic Protein Complex Assembly“. Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird die Forschergruppe FOR2092 mit rund 2 Millionen Euro gefördert. Die Forscherteams wollen die Cyanobakterien Gloeobacter violaceus und Synechocystis 6803, die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii sowie die höheren Pflanzen Arabidopsis thaliana und Nicotiana tabacum untersuchen, welche die im Verlauf der Evolution komplexer werdenden Thylakoide enthalten. Am interdisziplinären Forschungsverbund sind folgende Forscherteams beteiligt: Stefan Geimer (Uni Bayreuth), Bernhard Grimm (HU Berlin), Danja Schünemann, Marc Nowaczyk und Sascha Rexroth (Uni Bochum), Michael Schroda (TU Kaiserslautern), Dario Leister und Jörg Nickelsen (LMU) sowie Ralph Bock (MPI Golm).

mehr bei der LMU


weitere Informationen über die
AG Geimer bei der Uni Bayreuth

15. Apr 2014 · News · Projekt

Förderaktivitäten zur Pflanzengenomforschung evaluiert

GABI steht für das deutsche Programm zur Erforschung des pflanzlichen Erbgutes mit der Bezeichnung „Genomanalyse im biologischen System Pflanze“, das im Jahr 1998 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen von GABI wurden in den vergangenen Jahren Pflanzenforschungs-Projekte auch mit Unterstützung der Wirtschaft finanziert. Nun liegt eine positive Evaluation der Förderinitiative vor: GABI hat neue Forschungsnetzwerke geschaffen und maßgeblich zum Erkenntnisgewinn in der Pflanzen- und Genomforschung beigetragen, schreibt das Portal Pflanzenforschung. Dank GABI läge die deutsche Pflanzenforschung im internationalen Ranking weit vorne.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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16. Apr 2014 · News · Projekt

Pflanzen als Grüne Fabriken der Zukunft

Reifende Tomaten, die so verändert wurden, dass sie unterschiedliche Pflanzenfarbstoffe produzieren. In den Tomaten der oberen Reihe wird Lycopin, in den Tomaten der unteren Reihe β-Carotin synthetisiert. Foto: MPI f. molekulare Pflanzen-physiologie

Forschende der Abteilung „Organellenbiologie, Biotechnologie und molekulare Ökophysiologie“ um Prof. Dr. Ralph Bock vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie werden zusammen mit Kooperations-Partnern aus dem In- und Ausland neue Wege gehen, um bestimmte pflanzliche Stoffgruppen für die Nutzung in der Medizin, oder als wichtige Nahrungszusatz- oder Ergänzungsmittel zu erschließen und ihre Produktion innerhalb der Pflanze zu optimieren. Dazu erhalten sie im Rahmen der EU-Forschungsinitiative DISCO für die nächsten vier Jahre 860.000 Euro Förderung. Am Projekt DISCO, das von der Entdeckung (DISCOvery) zum Produkt führen soll, sind insgesamt 15 Kooperationspartner aus sieben Ländern beteiligt. Wissenschaftler aus Belgien, Chile, Deutschland, England, Israel, Italien und Rumänien arbeiten gemeinsam daran, Pflanzen effektiv für die Produktion hochwertiger Wirkstoffe für den menschlichen Bedarf zu nutzen. Das Projekt hat eine Laufzeit von 4 Jahren und wird von der Europäischen Union mit insgesamt 6,5 Mio. Euro gefördert.
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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22. Apr 2014 · News · Projekt

Bodenkrusten Teil der Biodiversitäts-Exploratorien

Der Biologe Professor Ulf Karsten vom Institut für Biowissenschaften und der Bodenkundler Professor Peter Leinweber von der Agrar-und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock wollen mit ihrem neuen Projekt die Wechselwirkungen von Bodenkrusten in Ökosystemen untersuchen und der Frage nachgehen, welche Auswirkungen der globale Wandel und die Beanspruchung durch den Menschen auf diese hochkomplexen Gefüge haben. Die menschliche Landnutzung ist der Haupttreiber aktueller Veränderungen der Böden. Das wirkt sich auf die biologischen Funktionen der Bodenkrusten aus, sie meist aus Bakterien, Algen, Pilzen und Flechten bestehen. Sie sind Pionier-Gemeinschaften, die in allen Klimazonen und auf allen Kontinenten der Erde vorkommen, und anderen Pflanzen den Boden für eine erfolgreiche Ansiedlung bereiten, speziell dort, wo die Bodenfeuchte als limitierender Faktor wirkt. Für ihr Forschungsprojekt im DFG-Schwerpunktprogramm (SPP 1374) werden sie rund 500.000 Euro erhalten.
Quelle: Uni Rostock

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23. Apr 2014 · News · Projekt

Algenzüchtung unter violetter Sonne in Frankreich

Am 7. April wurde im Technologiepark im französischen Sophia-Antipolis bei Antibes an der Côte d'Azur ein Versuchsgewächshaus für Energiepflanzen mit großem Potential eingeweiht. Das von sieben französischen wissenschaftlichen und industriellen Partnern getragene und mit einem Budget von 3 Mio. Euro über drei Jahre dotierte “Purple Sun”-Projekt soll zum Aufschwung der Branche für Kraftstoffe aus Mikroalgen beitragen, berichtet die französische Botschaft. Diese stellen eine Alternative zu den derzeit auf dem Markt verfügbaren Biokraftstoffen dar, die mit den Nutzpflanzen konkurrieren und eine schlechte Umweltbilanz haben, sowie zu den Biokraftstoffen aus Holz und Pflanzenabfällen, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden.
Quelle: fr. Botschaft

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23. Apr 2014 · News · Projekt

Auf der Suche nach widerstandsfähigen Pflanzen

Dass die EU bald einen neuen Genmais zulässt, wird immer wahrscheinlicher, meldet die Uni Kassel. Pflanzen widerstandsfähig zu machen, geht aber auch ohne Gentechnik - sei der Anspruch von Biozüchtern. Unterstützung erhalten sie von einem neuen Fachgebiet der Universität Kassel. Prof. Dr. Gunter Backes leitet das Fachgebiet "Ökologische Pflanzenzüchtung und Agrarbiodiversität" und will genetische Ressourcen durch ihre Charakterisierung für die Züchtung nutzbar machen. Am Beispiel Dinkel, Roggen, Hafer und wildem Weizen analysiert er derzeit, wie genetisch divers und somit wertvoll bestimmte Gruppen von Sorten sind. Die Diagnose genetischer Marker hilft ihm, neue Kreuzungen zu planen.
Quelle: Uni Kassel

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24. Apr 2014 · News · Projekt

Gewächshaus ins Weltall

Wärmeschrank als Test für das Ökosystem: Unten das Gewächshaus, oben links der Filter, daneben der Wassertank und der Tank für die Alge Euglena gracilis. Foto: Sebastian M. Strauch

Vom Samen zur Frucht bei verminderter Schwerkraft: 2016 werden Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen Satelliten mit einem Gewächshaus an Bord ins All schießen. Sie wollen herausfinden, wie kompakte Lebenserhaltungssysteme für Langzeitmissionen genutzt werden können und wie die Organismen auf Schwerelosigkeit über einen langen Zeitraum reagieren. Dabei wird aus synthetischem Urin Düngemittel gewonnen, um Zwergtomaten zur Reife zu bringen.
Quelle: FAU

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05. Mai 2014 · News · Projekt

Start der Genbank „Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft“

Eingefroren bei minus 18 Grad warten Samen von rund 300 Wildarten aus den vier Regionen Nordwest, Nordost, Südwest und Südost, und somit unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands, auf ihren Einsatz. Sie sind der Inhalt der Genbank „Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft“ (WEL), die nach einem fünfjährigen, von der BLE betreuten Modell- und Demonstrationsvorhaben nun fertig aufgebaut ist. Am 29. und 30. April 2014 fiel auf der Abschlusstagung in Regensburg der Startschuss zur dauerhaften Etablierung der Genbank. Erstmalig wird mit der WEL deutschlandweit Saatgut von heimischen Wildpflanzenarten gesammelt, die einen Nutzungswert für den Menschen haben, meldet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Hierdurch sichert die Genbank neben der zwischenartlichen auch eine hohe innerartliche Vielfalt dieser Wildpflanzen.
Quelle: BLE

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11. Jan 2016 · News · Projekt

Bodenkrusten-Forscher brechen zur Expedition in die Wüste Chiles auf

Ein Forscherteam um den Biologen Professor Ulf Karsten und den Bodenkundler Professor Peter Leinweber von der Uni Rostock bereitet sich gegenwärtig auf eine Expedition nach Chile vor. Im März werden die Forschenden dort die weitgehend unbekannte Strukturierung und Zusammensetzung Biologischer Bodenkrusten untersuchen. Sie wollen beispielsweise herausfinden, welche Organismen in diesen Pionier-Gemeinschaften mit welchen biochemischen Prozessen zur Verwitterung beitragen. Das interdisziplinäre Projekt CRUSTWEATHERING wird im Rahmen eines DFG Schwerpunktprogramms mit 800.000 Euro gefördert. Es läuft drei Jahre und soll insbesondere der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen.
Quelle: Uni Rostock

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12. Jan 2016 · News · Projekt

Lernfähigkeit von Pflanzen

Fleischfressende Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula). Foto: Alexandra Kehl

Forschende der Uni Tübingen wollen ergründen, ob Pflanzen ‒ ähnlich wie Tiere ‒ auf bestimmte Verhaltensweisen konditioniert werden können, obwohl sie kein Gehirn haben. Dr. Michal Gruntman und Professorin Katja Tielbörger aus dem Institut für Evolution und Ökologie haben sich erfolgreich für das Förderprogramm "Experiment!" der VolkswagenStiftung beworben. Mit diesem Format fördert die Stiftung innovative und ungewöhnliche Forschungsprojekte mit ungewissem Ausgang. Die Forschenden erhalten 100.000 Euro für ihr Projekt "Pawlow’sche Pflanzen". Dazu untersuchen sie experimentell, ob sich Pflanzen auch mit falschen Signalen konditionieren lassen, wozu sie beispielsweise bei der fleischfressenden Venusfliegenfalle und der Mimose schnelle Blattbewegungen durch Reize auslösen wollen, die nichts mit Futter oder Gefahr zu tun haben. Auch die Modellpflanze Ackerschmalwand steht ist Teil der Experimente.
Quelle: Uni Tübingen

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13. Jan 2016 · News · Projekt

Mit Küchengärten gegen chronische Mangelernährung von Kindern

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist die Mangel- und Fehlernährung der ländlichen Bevölkerung in Entwicklungsländern. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) koordiniert nun ein Forschungsprojekt zur Ernährungssicherung in Tansania, mit dem das Thema angegangen wird.
Quelle: ZALF (pdf)

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13. Jan 2016 · News · Projekt

Inventur heimischer Pflanzen und Tiere geht weiter

Im Projekt „German barcode of life“ (GBOL) wurden bisher ein Drittel der in Deutschland lebenden Tiere und Pflanzen über ihren Barcode erfasst. In der nun bewilligten zweiten Förderphase wird die Arbeit an der umfassenden DNA-Barcode Referenzdatenbank der deutschen Fauna und Flora mit einem Fokus auf Organismen fortgeführt, deren Erfassung für wirtschaftlich relevante Anwendungen benötigt wird. In den nächsten drei Jahren sollen weitere 13.800 Arten hinzugefügt werden, sodass am Ende der Laufzeit etwa die Hälfte der Tiere und Pflanzen in der Datenbank verzeichnet sein werden. Das meldet das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK), Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn.
Quelle: ZMFK

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16. Feb 2016 · News · Projekt

Jena-Experiment zur Biodiversität geht weiter

Zu den Arbeiten am Jena-Experiment gehört es, auch die Anzahl der verschiedenen Lebewesen auf den einzelnen Parzellen zu ermitteln. Foto: Anne Günther, Uni Jena

Der Fortbestand eines der größten und ältesten Biodiversitätsexperimente in Europa ist bis Mai 2018 gesichert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das „Jena-Experiment“ auch in den kommenden zwei Jahren fördern. Sie stellt rund vier Millionen Euro zur Verfügung, damit verschiedene Aspekte der Artenvielfalt auf einer Fläche am Rande von Jena untersucht werden. Davon erhalten die Friedrich-Schiller-Universität Jena rund 1,5 Millionen und die Universität Leipzig rund 800.000 Euro. Insgesamt sind am Jena-Experiment über 100 Forschende beteiligt, unter ihnen Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), das inzwischen den Sprecher des Experiments stellt. Das meldet die Uni Jena beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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18. Feb 2016 · News · Projekt

Fotorespiration als Schaltestelle für mehr Ertrag

Logo "FuturAgriculture" Projekt

Die stetig wachsende Weltbevölkerung stellt die Landwirtschaft vor Herausforderungen. Eine neue Grüne Revolution scheint unausweichlich, um auch in Zukunft die Erträge von Nutzpflanzen ausreichend zu steigern. Das EU-Programm FET Open fördert deshalb die Entwicklung einer neuen Technologie zur Steigerung der Pflanzenproduktivität mit knapp 5 Millionen Euro. In dem auf 5 Jahre angelegten Projekt „FutureAgriculture” wird Dr. Arren Bar-Evens Team am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie gemeinsam mit fünf Kooperationspartnern aus Forschung und Industrie nun einem Prozess in der Pflanze zu Leibe rücken, der uneffektiv ist und in Konkurrenz zur Fotosynthese steht. Gemeint sind die Atmungsprozesse der Pflanze (Fotorespiration), die zu einem Energieverlust führen und somit das Wachstum limitieren.
Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenphysiologie

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26. Jan 2016 · News · Projekt

Pflanzenkunde per App

Informatiker wollen ein Verfahren entwickeln, das die Pflanzen und Tiere visuell erkennt und automatisch der Art zuordnet. Der von Froschenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena entworfene Algorithmus ermöglicht es dem Computer, das Aussehen der verschiedenen Tier- und Pflanzenarten automatisch von Internetbildern zu lernen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit dem Titel „Visuelle fein-granulare Objekterkennung“, das die Verbesserung der Algorithmen zum Ziel hat, für die nächsten drei Jahre mit einer Summe von 267.000 Euro. Damit soll auch der Austausch innerhalb der bestehenden Kooperation mit der University of California, Berkeley unterstützt werden.
Quelle: Uni Jena

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08. Feb 2016 · News · Projekt

Nylonstrümpfe und Plastikflaschen aus Chicorée-Salat-Abfällen

Rund 800.000 Tonnen: diese Mengen an Chicorée-Wurzelrüben fallen jährlich europaweit bei der Produktion von Chicorée-Salat als Abfallprodukt an. Die Wurzelrüben werden bisher nach der Ernte des Chicorée-Salats auf der Kompostierungsanlage oder in der Biogasanlage entsorgt. Viel zu schade, so die Ansicht zweier Forscherinnen der Universität Hohenheim. Denn aus diesen Wurzelrüben lässt sich Hydroxymethylfurfural (HMF) gewinnen, eines der Basisstoffe in der Kunststoffindustrie von morgen. Denn wie die Uni Hohenheim betont, sei HMF aus Chicorée-Wurzelrüben hochwertiger als die Chemikalie aus Erdöl und erzeuge einen höheren Gewinn, als wenn aus den Abfällen Strom gewonnen würde.

Quelle: Uni Hohenheim

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08. Feb 2016 · News · Projekt

Künstliches Seegras als Pionier für Seegraswiesen

Das Forschungsprojekt „Sea Art – Langfristige Ansiedlung von Seegras-Ökosystemen durch bioabbaubare künstliche Wiesen“ ist eines von sechs Forschungsvorhaben im Bereich der Meeres- und Küstenforschung, die vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung mit Mitteln des Niedersächsischen Vorab gefördert werden. In den kommenden vier Jahren entwickelt ein Forschungsteam um Dr. Maike Paul von der Abteilung Umweltsystemanalyse des Instituts für Geoökologie der TU Braunschweig künstliches Seegras, das bei der Wiederansiedelung von Seegraswiesen in der Nordsee eingesetzt werden soll. Mit ihrer Forschungsarbeit wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Seegraswiesen als Ökosystem bewahren und ihren Beitrag für den Küstenschutz erhalten.
Quelle: TU Braunschweig

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10. Mär 2016 · News · Projekt

EU-Projekt “GoodBerry”

Sind die Winter zu warm, verkürzen sich die Blatt- und Blütenstiele von Erdbeeren. Foto: Hochschule Geisenheim

Das von der Universität Málaga koordiniert EU-Projekt GoodBerry soll neue Erkenntnisse zur Anpassung von Sorten an unterschiedliche klimatische Bedingungen sowie dessen Einfluss auf die Fruchtqualität der Beeren liefern. Dazu untersucht das Forscherkonsortium Erdbeeren, Himbeeren und Schwarzen Johannisbeeren als Modellpflanzen. Wie die Hochschule Geisenheim beim Informationsdienst Wissenschaft (idw) meldet, ist sie mit insgesamt drei Instituten am Konsortium beteiligt.
Quelle: idw

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15. Mär 2016 · News · Projekt

Hochleistungsdämmstoff aus Gräsern

Nehmen den neuartigen Dämmputz aus Miscanthus-Partikeln in Augenschein: Prof. Dr. Ralf Pude (links) von der Universität Bonn und Michael Petry von der Firma Petry Oberflächentechnik. Foto und ©: Volker Lannert, Uni Bonn

Forschende der Agrarwissenschaften an der Universität Bonn wollen einen neuartigen Putz mit herausragenden Wärmedämmeigenschaften entwickeln. Basis sind langjährige Untersuchungen und Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung mit nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere mit sogenannten Großgräsern (Miscanthus x giganteus). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben mit rund 1,1 Millionen Euro.
Quelle: Uni Bonn

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18. Mär 2016 · News · Projekt

Moose zur Reduzierung der Feinstaubbelastung

Teils bereits zersetzte Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von 20 Mikrometer auf einer Moosoberfläche. Aufnahme: Martin Nebel, Uni Stuttgart

Feinstaub hat viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit. In Ballungsgebieten ist Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Eine biologische Methode, Feinstaub aktiv zu reduzieren, testet die Universität Stuttgart jetzt mit einer Modellanlage beim Neckartor in Stuttgart: Eine Mooswand reinigt die Luft. Die extrem große Oberfläche der Moose (bis zu 0,17 m²/cm³), die durch spezielle Strukturierung erreicht wird, hält den Feinstaub elektrostatisch fest. Die Wirksamkeit dieser Mechanismen wurde im Labormaßstab nachgewiesen. Was derzeit fehlt, ist eine Messung der Auswirkung auf die Luftqualität unter realen Umgebungsbedingungen.
Quelle: Uni Stuttgart

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21. Mär 2016 · News · Projekt

Neues Schwerpunktprogramm: Taxon-OMICS

Neue Herangehensweisen zur Entdeckung und Benennung von Arten und Biodiversität sind Thema des neuen Schwerpunktprogrammes (SPP) "Taxon-OMICS", das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute bewilligte. Es ist eines der 17 Programme, die die DFG für das Jahr 2017 einrichten wird. Koordinatorin von Taxon-OMICS ist Professorin Dr. Susanne Sabine Renner vom Department Systematische Botanik und Mykologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Quelle: DFG

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22. Mär 2016 · News · Projekt

Unverträglichkeit: Ursachen und Grundlage für verträglichere Weizensorten

Bis zu fünf Prozent aller Weizenkonsumenten leiden an einer Unverträglichkeit von Weizen, die körperliche und psychische Krankheiten verursachen kann, wie etwa Durchfall oder Depression. Als ein möglicher Auslöser gelten bestimmte Proteine im Weizen. Jetzt haben sich Mediziner, Analytiker und Agrarwissenschaftler der Universitäten Mainz und Hohenheim zusammengetan, um das Phänomen zu erforschen. Ihre Erkenntnisse könnten dazu beitragen neue Weizensorten zu züchten, die gut verträglich sind und außerdem noch gute Backeigenschaften besitzen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit insgesamt 680.000 Euro.
Quelle: Uni Hohenheim

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23. Mär 2016 · News · Projekt

Eine Genkarte für präzisere Hopfenzüchtung

In keinem Land der Welt wird so viel Hopfen angebaut wie in der Biernation Deutschland. Experten befürchten jedoch, dass die Spitzenposition beim Hopfenanbau gefährdet ist, wenn Innovationen in der Züchtungsforschung ausbleiben. Unter Leitung der Universität Hohenheim wollen Forschende nun die Hopfenzüchtung in Deutschland vorantreiben und Sorten entwickeln, die den veränderten Klimabedingungen besser angepasst sind und den neuen Marktanforderungen hinsichtlich der Geschmacksvielfalt mehr gerecht werden. Als ersten Schritt in Richtung Präzisionszüchtung will die Forschergruppe bis 2017 eine genetische Landkarte deutscher Hopfenpflanzen erstellen, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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29. Mär 2016 · News · Projekt

Wirkstoffe aus Pflanzen: Arbeitsteilung im Bioreaktor

Pflanzen produzieren zahlreiche Substanzen, die sich bei der Behandlung von Krebs, Alzheimer oder Parkinson einsetzen lassen. Doch häufig sind die Stoffwechselwege zur Zielsubstanz so komplex, dass ihre biotechnologische Herstellung wenig effektiv und kostenintensiv ist. In einem Forschungsprojekt kombinieren Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ihre Expertise mit dem technologischen Know-how der Phyton Biotech GmbH, dem größten Produzenten pharmazeutischer Inhaltsstoffe mit Pflanzenzellen. Mithilfe eines mikrofluidischen Bioreaktors aus miteinander gekoppelten Modulen ahmen die Wissenschaftler komplexes Pflanzengewebe technisch nach, um Wirkstoffe gegen Krebs oder Alzheimer effektiver und günstiger zu gewinnen als bislang. Das Projekt wird vom Projektträger Jülich (PtJ) betreut und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über zwei Jahre mit 750.000 Euro gefördert. Projektpartner sind das Botanische Institut, das Institut für Mikrostrukturtechnik (beide KIT) und das genannte Unternehmen.
Quelle: KIT

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20. Apr 2016 · News · Projekt

BACOSA II zielt auf Verbesserung der Wasserqualität an der Küste

Forschungstaucher und Masterstudent Anton Bühler taucht mit eingesammelten Pflanzenproben im Vitter Bodden auf. Foto: Dr. Mia Bengtsson, Uni Greifswald

An der Biologischen Station Hiddensee startet in diesen Tagen die zweite Projektphase des Forschungsprojektes „Baltic Coastal system analysis and status evaluation (BACOSA)“. Forschende der Biowissenschaften sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wollen die Ökosystemdienstleistungen der inneren Küstengewässer bewerten. Die Ergebnisse sollen mögliche „Stellschrauben“ des Ökosystems identifizieren und schließlich in Managementmaßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität entlang der Küste einfließen. Innerhalb der zweiten Projektphase von BACOSA wird die Biologische Station Hiddensee (Lehrstuhl Experimentelle Pflanzenökologie, Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald) die Beziehungen in der Nahrungskette in Flachwasserbereichen entlang der deutschen Ostseeküste erforschen. Das BMBF-Verbundprojekt BACOSA II wird von den Universitäten Rostock, Greifswald und Kiel realisiert. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 1 Million Euro bereit, schreibt die Uni Greifswald beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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04. Feb 2016 · News · Projekt

Lichtgesteuerte Organisation von zellartigen Kompartimenten

Im Fokus einer neuen Forschergruppe steht die lichtgesteuerte Organisation von Kompartimenten. Diese zellartigen Kammern sind durch eine Membran voneinander getrennt und sollen mittels Lichtstrahlen gesteuert werden. Die Forschenden untersuchen welche Rückschlüsse sich daraus auf die Entwicklung neuer biologischer Materialien ziehen lassen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Arbeitsgruppe mit einer Summe von 1.400.000 Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre. Leiterin der Forschergruppe, die seit dem 1. Januar 2016 besteht, ist Dr. Seraphine Wegner vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung.
Quelle: MPI f. Polymerforschung

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17. Mai 2016 · News · Projekt

Pflanzen für den Klimawandel fit machen

Gerste züchten, die auch bei Hitze und Trockenheit gute Erträge liefert – daran arbeitet ein Forschungsteam der Uni Würzburg. Das Projekt ist Teil des neuen bayerischen Verbundes „BayKlimaFit – Strategien zur Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel“. Auf diesem Gebiet arbeiten die Pflanzenwissenschaftler Professor Rainer Hedrich und Dr. Peter Ache von der Universität Würzburg. Als Versuchspflanze verwenden sie die Gerste. Zunächst wollen sie an einer Referenzsorte herausfinden, welche molekularen Schalter in der Pflanze für das Wassermanagement bei Hitze und Trockenheit zuständig sind. Gleichzeitig starten Feldversuche in Freising, und zwar in Kooperation mit der dort beheimateten Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Beteiligt sind außerdem die Arbeitsgruppe von Professor Uwe Sonnewald (Biochemie, Uni Erlangen-Nürnberg) und verschiedenen Saatzuchtfirmen. Bei den Feldversuchen sollen aus rund 100 Zuchtlinien der Gerste besonders stresstolerante und -empfindliche Sorten aufgespürt werden. Das Projekt BayKlimaFit nahm im Februar 2016 seine Arbeit auf. Quelle: Uni Würzburg

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24. Mai 2016 · News · Projekt

2,3 Mio Euro für pflanzliche Vorbilder für neue Materialien

Die Cuticula besteht aus Biopolymeren und Wachs, schützt Blätter und Blüten und hat zahlreiche weitere Funktionen. Foto: Marc Thielen

Ein internationales Forscherkonsortium hat einen mit 2,3 Millionen Euro dotierten Marie-Curie-Grant der Europäischen Kommission eingeworben. Damit finanzieren die Universitäten ein Innovative Training Network (ITN) für insgesamt neun Doktorandinnen und Doktoranden zum Thema „Plant-inspired Materials and Surfaces“ (PlaMatSu). Die Forschungsarbeiten der neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sich auf die Funktion und Struktur der Cuticula von Pflanzen konzentrieren, verschiedene Cuticula-Typen studieren und deren Eigenschaften als Inspiration zur Entwicklung von neuen funktionellen Materialien und Oberflächen nutzen. Beteiligt sind Lehrstühle an der Universität Freiburg, der schweizer Universität Fribourg und der englischen Universität Cambridge. Unter ihnen der Pflanzenforscher Professor Thomas Speck.
Quelle: Uni Freiburg

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26. Mai 2016 · News · Projekt

Boden – Pflanze – Mensch: Mehr Nährstoffe in Lebensmittelpflanzen

Ein interdisziplinäres Projekt untersucht, wie heimische Pflanzen mit einem höheren Gehalt an wertvollen Nährstoffen produziert werden können. Die neue, von der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover koordinierte Forschungsinitiative, wird zum 1. Juni 2016 starten. Immer mehr Menschen ernähren sich überwiegend pflanzlich. Eine weitgehend pflanzliche Ernährung kann zum Erhalt der Gesundheit und zur Prävention chronisch-degenerativer Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Demenz beitragen. Andererseits birgt eine rein pflanzliche Ernährung das Risiko, dass lebensnotwendige Nährstoffe wie Vitamin B12, Kalzium und Eisen vom Körper nicht in ausreichendem Maße aufgenommen werden. Damit Pflanzen diese Stoffe in möglichst hohen Mengen und in einer gut verwertbaren Form enthalten, ist eine optimale Interaktion der Pflanzen mit dem Bodenraum notwendig – besonders wichtig im Hinblick auf die Versorgung mit Mineralstoffen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen forschen daher daran, Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzen und menschlicher Gesundheit besser zu verstehen, mit dem Ziel ausgefeilte Anbaumethoden mit geringerem Ressourceneinsatz die Voraussetzungen für eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion zu schaffen, so dass heimische Pflanzen mit einem hohen Gehalt an wertvollen Nährstoffen produziert werden können.
Quelle: Uni Hannover

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27. Mai 2016 · News · Projekt

Neuer SFB/Transregio zu Chloroplasten

Pflanzen haben die Fähigkeit, auf sich ändernde Umweltbedingungen physiologisch zu reagieren. Dieser komplexe Vorgang, genannt Akklimatisation, erfordert das koordinierte Ineinandergreifen von Stoffwechselreaktionen, zellulären Prozessen und genetischer Steuerung. Der Sonderforschungsbereich (SFB) / Transregio „Der Chloroplast als zentraler Knotenpunkt der Akklimation bei Pflanzen“ untersucht, wie Chloroplasten als „kleine Organe“ im Inneren der pflanzlichen Zelle als Sensor und Schaltstelle wirken. Die Forscherinnen und Forscher wollen herausfinden, wie Licht- und Temperaturänderungen von der Pflanze in zelluläre Prozesse übersetzt werden und welche molekularen Schalter dabei eine wesentliche Rolle spielen. Die Spezialisten sind einer der 20 neu von der DFG bewilligten Sonderforschungsbereiche. Sprecher ist Professor Dario Leister von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Antragstellend daran beteiligt waren auch die Humboldt-Universität zu Berlin und TU Kaiserlautern. Langfristiges Ziel des Projekts ist, die grundlegenden Signalwege der Chloroplasten aufzuklären, um so Züchtungen von stresstoleranten Nutzpflanzen in Zukunft zu ermöglichen.
Quelle: DFG

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08. Jun 2016 · News · Projekt

Startschuss für Forschungsprojekt „BAOFOOD“

Baobab im Sudan, auch afrikanischer Affenbrotbaum genannt. Foto: Jens Gebauer, Hochschule Rhein-Waal

Das Projekt mit dem Akronym BAOFOOD untersucht die Verbesserung der lokalen Nahrungsmittelversorgung und Ernährungslage durch die Förderung der Verwendung von Baobab (Adansonia digitata L.) in ländlichen Gemeinden in Ostafrika. Es ist eine Kooperation mit Forschungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen sowie Unternehmen aus Deutschland, Kenia, Sudan, Malawi und Großbritannien unter der Leitung der Hochschule Rhein-Waal.
Quelle: Hochschule Rhein-Waal

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13. Jul 2016 · News · Projekt

Drohnen sollen Pflanzenwachstum erfassen

Die Drohne nimmt die Pflanzen aus unterschiedlichen Höhen auf und liefert ortsgenaue Informationen über die Vitalität der Kulturen. Foto und copyright: Dr. Lasse Klingbeil, Uni Bonn

Wie gut wachsen die Kulturen auf dem Feld? Leiden die Pflanzen unter Krankheiten oder Stress? Wurde zu wenig oder zu viel gedüngt? Daten zu solchen Fragen sollen künftig automatisch erfasst werden – mit Kameras am Traktor und an einer Drohne. Dazu startete jetzt das Projekt „Cropwatch – Informationssystem zur Prozesskontrolle und -analyse in der Pflanzenproduktion“, das in den nächsten drei Jahren mit fast 800.000 Euro gefördert wird. Federführend arbeiten dazu das Institut für Geodäsie und das Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn sowie der Firma Terrestris zusammen.
Quelle: Uni Bonn

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11. Aug 2016 · News · Anwendung · Projekt

Nützlicher Appetit von Algen

In der Kläranlage Rotenburg haben die Projektpartner Alugestänge installiert, an denen die Beutel mit den Mikroalgen befestigt sind. Foto: TH Mittelhessen

Im Pilotprojekt „Phosphor-Elimination durch Mikroalgen“ arbeiten hessische Forschende daran, die Einleitung von Nährstoffen in die Fulda zu verringern, die Konzentrationen von Phosphor und Stickstoff im Ablaufwasser der Kläranlage zu senken und die entstehende Biomasse aus Algen für die Biogasgewinnung zu nutzen. Dabei kommt ein Photobioreaktor zum Einsatz, in dem die Mikroalgen unter Einwirkung von Sonnenlicht und Kohlenstoffdioxyd wachsen. Phosphate und Stickstoffe, die noch im Ablauf der Kläranlage enthalten sind, sollen von den Algen aufgenommen und durch Abtrennung der Biomasse daraus entfernt werden. Nach nunmehr rund einem Jahr (Projektstart war im Sommer 2015, die Laufzeit endet im Juni 2017) resümieren die Forschenden, das der Photobioreaktor Alltagstauglichkeit bewiesen hat. Das meldet die Technische Hochschule Mittelhessen, an der das Forschungsteam um Prof. Dr. Ulf Theilen arbeitet.
Quelle: TH Mittelhessen

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29. Aug 2016 · News · Projekt

Smarte Messboje: Gewässer-Schadstoffe effektiv im Blick

Derzeitige Einsatzmethode des Multi-Algensensors – künftig wird sie im Verbund mit weiteren Sensoren automatisiert von Bojen aus betrieben. Foto: bbe Moldaenke, KIT

Weltweit sind Seen, Flüsse und Küsten durch hohe Nährstoffeinträge bedroht. Zu einem Überangebot (Eutrophierung) führen etwa Nitrat oder Phosphate aus Abwässern oder Düngemitteln. Die Folge: Algen und Cyanobakterien – wachsen unkontrolliert und können Giftstoffe freisetzen. Für Trinkwasserversorgung und Gewässerschutz ist eine Überwachung daher unverzichtbar. In einem Verbundprojekt entwickeln Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zusammen mit Partnern nun ein intelligentes Monitoring-System. Ziel ist es, Technologien in einer tiefenprofilierenden Multisensor-Messboje zusammenzuführen, mit der sich Gewässer und Algenwachstum überwachen lassen. Das BMBF fördert das Vorhaben.
Quelle: KIT

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05. Sep 2016 · News · Projekt

Wechselwirkungen zwischen Biodiversität und Bewegungsmustern

Rund 18 Millionen Hektar Boden werden in Deutschland landwirtschaftlich genutzt. Das ist gut die Hälfte der gesamten Republik. Die Nutzflächen unterliegen dem Rhythmus des Pflügens, Säens, Erntens und Beweidens. Gleichzeitig sind die Äcker und Weiden Lebensraum wilder Tiere und Pflanzen. Wie sich einzelne Organismen an dynamische Landschaften anpassen, welche Folgen das für die Artenvielfalt hat und wie sich veränderte Bewegungsmuster auf Koexistenz- und Konkurrenzmechanismen auswirken, untersuchen Biologen im DFG-Graduiertenkolleg BioMove. Das Projekt startete vergangenen Oktober und wird von der Universität Potsdam in Kooperation mit der Freien Universität Berlin, dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) durchgeführt.
Quelle: Uni Potsdam

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07. Sep 2016 · News · Anwendung · Projekt

Künstlich versteinerte Kiefernzapfen für neue Sensoren

Ein versteinerter Kiefernzapfen, dessen Schuppen sich bei Befeuchtung gegen die Schwerkraft aufwärts biegen und beim Trocknen wieder zurück. Foto: WZS

Auf dem Zentralen Landwirtschaftsfest vom 17. bis 25. September beim Oktoberfest in München präsentieren Forschern der Professur für Biogene Polymere der Technischen Universität München (TUM) am Wissenschaftszentrum Straubing (WZS) ihre Fortschritte bei der Entwicklung neuer Biosensoren, die sie der Natur abgeschaut haben. Dazu versteinern sie Zapfen von Nadelbäumen, wobei deren biologische Bestandteile vollständig in das technische Material Silikatglas umgewandelt werden. So behalten diese ihre innere Struktur sodass in den Zapfen bei Wasserzugabe Kapillarkräfte wirken und Bewegungen veranlassen können. Damit schufen die Wissenschaftler eine Grundlage für eine neue Generation von Sensoren.
Quelle: TUM beim idw

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12. Sep 2016 · News · Projekt

Tropisches Seegras, Makroalgen und der Klimawandel

Ein Forscher des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) entnimmt eine Probe vor Sansibar. Foto und © Dieuwke Hoeijmakers, ZMT

Wie reagieren Seegräser und Makroalgen in tropischen Küstengewässern auf Umweltveränderungen, die durch Klimawandel oder Ozeanverschmutzung verursacht werden? Dieser Frage geht Dr. Mirta Teichberg, Meeresbiologin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT), im Rahmen eines neuen Forschungsprojektes nach. Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das SEAMAC-Projekt mit rund 400.000 Euro für drei Jahre gefördert. Wie Dr. Teichberg zusammenfasst: „Wir wollen wissen, wie Organismen in ihrer Umgebung funktionieren, ihre Rolle im Ökosystem verstehen und herausfinden, wie wechselnde Umweltbedingungen sie beeinflussen. Denn nur wenn wir das Ökosystem verstehen, können wir es adäquat schützen.“
Quelle: ZMT

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14. Sep 2016 · News · Projekt

"Sweedhart": Unkraut nicht bekämpfen, sondern als Biomasse nutzen

Wilde Pflanzen belasten die Felder und die Agrarerzeugnisse. © und Foto Fraunhofer UMSICHT

Der Zugang zu Lebensmitteln ist für westliche Gesellschaften problemlos möglich - aber auch selbstverständlich? Landwirte leiden schon heute unter zu geringen Mengen an Agrarerzeugnissen, weil Unkraut ihre Felder belastet. Da die wilden Pflanzen gegen Herbizide Resistenzen ausgebildet haben, können sie den Nutzpflanzen ungehindert schaden und so langfristig die Nahrungsmittelsicherheit bedrohen. Statt Unkraut nur zu bekämpfen, lässt sich aber auch davon profitieren: Im Projekt »Sweedhart« entwickelt Fraunhofer UMSICHT neue Methoden, um der Unkrautbelastung entgegenzuwirken und die Pflanzen gleichzeitig als Energieträger zu nutzen.
Quelle: Umsicht

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19. Sep 2016 · News · Projekt

Agrophotovoltaik soll doppelte Ernte bescheren

Oben Solarpanele, unten Nutzpflanzen – das ist die Idee hinter Agrophotovoltaik. Die doppelte Nutzung einer Fläche auf zwei Etagen kann die Produktion von Nahrungsmitteln und Energie kombinieren. Was man bei der Umsetzung in die Praxis beachten muss, erforschen Wissenschaftlerinnen der Universität Hohenheim und ihre Kooperationspartner. Die Pilotanlage am Bodensee wurde am 18. September eingeweiht, meldet die Uni Hohenheim.
Quelle: Uni Hohenheim

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20. Sep 2016 · News · Projekt

Photovoltaik und Photosynthese

Die Agrophotovoltaik-Pilotanlage in Heggelbach am Bodensee kombiniert Strom- und Nahrungsmittelproduktion. Foto und ©: Fraunhofer ISE

Unter dem Titel "Kartoffeln unter dem Kollektor" veröffentlichte Prof. Adolf Goetzberger 1981 in der Zeitschrift Sonnenenergie einen „Vorschlag für eine besonders günstige Anordnung für Solarenergieanlagen in Verbindung mit der landwirtschaftlichen Nutzung“. Nachdem das Konzept einige Jahre in der Schublade verschwunden war, beschäftigten sich Forschende des Fraunhofer-Instituts für Solar Energiesysteme (ISE) seit 2011 wieder intensiv mit der Agrophotovoltaik (APV), der gleichzeitigen Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Nahrungsmittelproduktion und die Energiegewinnung. Jetzt können die Wissenschaftler des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern des heutigen Projekts "APV-Resola" die Ernte des Gedankens von damals einholen: Am 18. September 2016 weihten sie in einem Pilotprojekt am Bodensee die größte APV-Forschungsanlage in Deutschland ein. Bei diesem Anlass wird auch die Auszeichnung als Ort im Land der Ideen überreicht.
Quelle: ISE

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05. Okt 2016 · News · Projekt

Satellitenbilder aus dem All für Landwirte nutzbar machen

Satellitenaufnahme der Domäne Beberbeck (Hessen), Infrarotversion. Vegetation erscheint in verschiedenen Rottönen. Gut erkennbar die unterschiedlichen Waldtypen (dunkelrot Nadel- und hellrot Laubwald). Orangefarbene Flächen zeigen Zuckerrüben und Zwischenfrüchte an, bläulichen Flächen sind offener Boden nach der Bestellung. Quelle: Sentinel-2-Satellit/ESA (European Space Agency)

Ein vom Julius Kühn-Institut (JKI) koordiniertes Verbundforschungsprojekt will Daten von Satelliten so aufbereiten, dass Landwirte künftig die Nährstoffversorgung, Reifegrad oder Krankheiten ihrer Bestände beobachten und darauf reagieren können. Bislang waren aktuelle Informationen, die sich aus Satellitenbildern ergeben, meist nur für Experten verfügbar, da die Beschaffung und Auswertung der Daten für einzelne Landwirte zu kostspielig und kompliziert war. Die Partner des jetzt gestarteten Verbundprojektes AGRO-DE wollen das ändern und werden dazu für die nächsten drei Jahre mit 1,85 Mio. Euro vom Deutschen Landwirtschaftsministerium über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert.
Quelle: JKI

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06. Okt 2016 · News · Projekt

Wie Zuckermoleküle den Abbau von Algenblüten bestimmen

Polysaccharid-abbauende Bakterien (grün) an der Diatomee (Kieselalge) Chaetoceros sp.. Foto: PD Dr. Bernhard Fuchs, Uni Greifswald

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird die Forschergruppe 2406 „Proteomgenomik des marinen Polysaccharid-Abbaus“ (POMPU) fördern. In deren Fokus sind marine Polysaccharide, also Mehrfachzuckerverbindungen, die von marinen Algen gebildet werden. Dabei stehen vor allem Mikroalgen im Mittelpunkt, die in wiederkehrenden Frühjahrs- oder Sommeralgenblüten in den Meeren aktiv sind. Ein einzelnes Bakterium kann die komplexen marinen Polysaccharide dieser Algenblüten nicht verwerten, das gelingt erst einer Gemeinschaft von Bakterien. Die Forscherinnen und Forscher wollen die Gesamtheit der Genome und Proteine der Bakteriengemeinschaft untersuchen und Proteinfunktionen aufklären, um herauszufinden, wie die Bakterien die komplexen Zuckerverbindungen gemeinsam in kurzer Zeit verarbeiten können. Die Sprecher residieren an der Universität Greifswald und am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen.
Quelle: Uni Greifwald

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06. Okt 2016 · News · Projekt

Software zum Erkennen von Pflanzenaufnahmen

Dr. Jitendra Gaikwad (l.) und Martin Hohmuth entwickeln in einem neuen Forschungsprojekt eine Software, mit der u. a. Pflanzen digitalisiert und zusammen mit weiteren Daten gespeichert werden sollen. Foto: Jan-Peter Kasper, FSU

Ein großer Teil der Belege im Herbarium Haussknecht der Universität Jena (FSU) wurde in den letzten Jahren digitalisiert und liegt in Form hochauflösender Bilder vor. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Jena wollen nun gemeinsam mit Kollegen von der Universität Sfax in Tunesien diese Datenmengen besser nutzbar und durchsuchbar machen. „Wir wollen die Opensource-Datenmanagementsoftware BEXIS 2, die federführend von uns in Jena entwickelt wird, so erweitern, dass sie die Digitalisate zusammen mit den von uns extrahierten Daten speichern und den Wissenschaftlern bereitstellen kann“, sagt Prof. Dr. Birgitta König-Ries von der Universität Jena. Die Inhaberin der Heinz-Nixdorf-Professur für verteilte Informationssysteme erläutert, dass dazu ein Modul erstellt wird, mit dem Digitalisate, aber auch Video- und Audioaufnahmen verwaltet werden können. In Zusammenarbeit mit den Partnern Prof. Dr. Frank H. Hellwig und Dr. Jörn Hentschel vom Herbarium Haussknecht soll mit den digitalisierten Typusbelegen begonnen werden.
Quelle: Uni Jena

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04. Nov 2016 · News · Projekt

Enzian oder Spitzwegerich – wer gewinnt, wenn es wärmer wird?

Die Forschenden entnehmen eine Grasplatte, die nun in wärmeres Klima verpflanzt wird. Foto: Loïc Pellissier, WSL

Typische Alpenblumen drohen mit dem Klimawandel von Konkurrenten aus dem Flachland verdrängt zu werden. Um das Schicksal von Enzian, Edelweiss und anderen Alpenpflanzen abschätzen zu können, haben Forschende der Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) nun zehn Tonnen Alpenrasen mit einem Helikopter von 2100 auf 1400 Meter Höhe. Mit dieser Verpflanzung in ein wärmeres Klima haben sie die Grasflächen für ihre Studie in die Zukunft katapultiert.
Quelle: WSL

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08. Nov 2016 · News · Projekt

Miscanthus-Sorten für Grenzstandorte

Miscanthus auf der Versuchsfläche der Universität Hohenheim. Foto: Olena Kalinina, Uni Hohenheim

Forschende wollen neue, robustere Miscanthus-Sorten finden. Deren gute Ökobilanz zeigt ihr Potential, die Umwelt zu schonen. Darüber hinaus soll ein vereinfachtes Anbauverfahren dem Landwirt nützen. Das Projekt der Universität Hohenheim ist Teil des Forschungsverbunds Lignozellulose, mit dem die Forschenden auch kalte, flachgründige Böden, moorige Standorte und andere wenig gedeihliche Standorte für den Anbau des schnell wachsenden Grases Miscanthus für die Biomasse-Produktion erschließen wollen. Das Gras wächst dort normalerweise nämlich nicht.
Quelle: Uni Hohenheim

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09. Nov 2016 · News · Projekt

Roboterschwärme als Baumeister nachhaltiger Pflanzenarchitektur

Pflanzen und Roboter sollen im Projekt „flora robotica“ künftig untereinander und mit dem Menschen kommunizieren können. Foto: UNi Paderborn

Intelligente Pflanzen sollen künftig – von Roboterschwärmen angeleitet – unsere Städte architektonisch beleben: Von der kontrolliert begrünten Wand bis hin zu ganzen Häusern aus lebender Biomasse. Seit 2015 forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vier Nationen unter der Leitung der Universität Paderborn im Projekt „flora robotica“ an intelligenten Pflanzen. An dem von der EU geförderten Forschungsprojekt sind Informatiker, Robotiker, Zoologen, Zellbiologen, Mechatroniker und Architekten aus Deutschland, Dänemark, Österreich und Polen beteiligt. Insgesamt wird das Projekt mit rund 3,6 Mio. Euro gefördert.
Quelle: Uni Paderborn

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15. Nov 2016 · News · Projekt

Industrie-Produkte aus Weizenstroh und Baumrinde

Prozesskette der stofflichen Verwertung von biogenen Reststoffen aus Land- und Forstwirtschaft. Grafik: REHAP

Die umweltverträgliche Wiederverwertung und hochwertige Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Abfälle steht im Fokus des 6 Millionen-EU-Projekts REHAP (Systemic approach to Reduce Energy demand and CO2 emissions of processes that transform agroforestry waste into High Added value Products). Der Bereich "Abfallmanagement" des Horizon 2020 Projektes (SPIRE-PPP) wird am Resource Lab der Universität Augsburg koordiniert und startete im Oktober 2016. Insgesamt 15 Partner aus sieben europäischen Ländern arbeiten für die Projektziele zusammen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung neuartiger Materialien und Produkte für die Chemie- und Baustoffindustrie aus land- und forstwirtschaftlichen Abfällen in einem ökologisch und ökonomisch optimalen Rahmen.
Quelle: Uni Augsburg

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24. Nov 2016 · News · Projekt

Klima- und Landnutzungswandel am Kilimandscharo

Feldassistent bei der Markierung und Einmessung einer Messfläche am Kilimandscharo auf 4700 m Höhe – die höchste Untersuchungsfläche des Projektes. Foto: Andreas Hemp

Der Kilimandscharo sticht nicht nur aufgrund seiner Höhe heraus: Knapp 5.900 Meter über dem Meeresspiegel umspannt der höchste Berg Afrikas viele Klimazonen und ist Hotspot biologischer Vielfalt. Immer mehr natürliche Lebensräume werden jedoch in Agrarflächen umgewandelt. In einem Großprojekt untersuchen Deutsche und Schweizer Forschende, welche Folgen dies zusammen mit dem Klimawandel für die biologische Vielfalt und deren Dienstleistungen hat. Das Projekt startet im November in die dritte Phase und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Koordination liegt beim Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und der Goethe-Universität.
Quelle: Senckenberg

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01. Dez 2016 · News · Projekt

Genom-Editierung in der Landwirtschaft

Im dreijährigen Projekt „Ethische, rechtliche und sozioökonomische Aspekte der Genom-Editierung in der Agrarwirtschaft“ (ELSA-GEA) werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen untersuchen, welchen Nutzen und welche Risiken Genom-Editierung für die Landwirtschaft bringen. Thematisieren werden sie auch, wie das Thema rechtlich und ethisch bewertet wird und welchen wirtschaftlichen und sozialen Einfluss dies im deutschsprachigen Raum hat. Dazu hat sich am ersten Dezember ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam getroffen, um aus unterschiedlichen Perspektiven über die Genom-Editierung in der Landwirtschaft zu diskutieren, wie etwa über die CRISPR/Cas9-Technik. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geht das Forscherteam nun diesen Fragen nach und teilt seine Ergebnisse im Internet und im offenen Dialog, meldet die PLANT 2030 Geschäftsstelle am MPI Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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03. Apr 2017 · News · Projekt

Uni Hohenheim bewirbt sich um landwirtschaftliches Exzellenzcluster

Die Universität Hohenheim hat heute einen Vorantrag mit dem Projekttitel „Landwirtschaftliche Dürren im digitalen Zeitalter“ (Agricultural Droughts in the Digital Era (AGER))" bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht. Um Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gegen Dürren und Ernteausfälle zu wappnen, setzt das Forscherteam der Universität Hohenheim nicht nur auf Pflanzenzüchtung und angepasste Anbauverfahren. Den Durchbruch sollen die zunehmende Digitalisierung und das sog. "Internet der Dinge" bringen. Deshalb sind Biologen, Pflanzenbauer, Ökologen, Bodenkundler, Physiker, Ökonomen und Spezialisten für Unternehmensfinanzierung in das Projekt involviert. Die zu integrierenden Fächer reichen von der Grundlagenforschung in molekularer Biologie über Züchtungsinformatik, Smart Farming oder Precision Farming, Klimaforschung, Fernerkundung bis zu Big-Data-Analysen und Innovationsökonomik.
Quelle: Uni Hohenheim

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04. Apr 2017 · News · Projekt

Uni Halle bewirbt sich um pflanzenwissenschaftliches Exzellenzcluster

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat eine Antragsskizze für ein Exzellenzcluster "Proteine als Vermittler pflanzlicher Eigenschaften" eingereicht. Das pflanzenwissenschaftliche Cluster geht aus dem Forschungsschwerpunkt "Biowissenschaften - Makromolekulare Strukturen und biologische Informationsverarbeitung" hervor. Darin wollen die Forscherinnen und Forscher künftig untersuchen, wie Variationen in der Genomsequenz einzelner Gene zu unterschiedlichen Proteinen und damit anderen Merkmalen einer Pflanze führen können. Beteiligt sind das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle, das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben und die Uni Leipzig. Das angestrebte Cluster ist nur eines von insgesamt drei Antragsskizzen, die die Uni einreichte. Die beiden anderen kommen aus den Material- sowie Geisteswissenschaften.
Quelle: Uni Halle

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03. Apr 2017 · News · Projekt

Zwei neue pflanzenwissenschaftliche Schwerpunktprogramme

Zwei der 17 neuen Schwerpunktprogramme, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft einrichtet, fokussieren auf die Pflanzenwissenschaften:

  • Das Programm "Räumlich-zeitliche Organisation der Rhizosphäre – der Schlüssel zum Verständnis von Rhizosphärenfunktionen" wird von Prof. Dr. Doris Vetterlein vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Halle/Saale koordiniert
  • Das Programm "Dekonstruktion und Rekonstruktion der pflanzlichen Mikrobiota (DECRyPT)" wird von Prof. Dr. Alga Zuccaro von der Universität zu Köln koordiniert

Quelle: DFG

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12. Jan 2017 · News · Projekt

Überlebenskunst arktischen Mooses enträtseln

Der Moosforscher Hyoungseok Lee in der Antarktis. Foto: KOPRI

Um den Einfluss des Klimawandels auf die Pflanzenwelt in der Antarktis zu enträtseln, soll zunächst das Genom eines antarktischen Vertreters der Moosart Sanionia uncinata entziffert werden und in einem zweiten Schritt mit dem Genom des Modellmooses Physcomitrella patens verglichen werden, das nicht in der Antarktis wachsen kann. Dazu werden die beiden Biologen Prof. Dr. Ralf Reski von der Universität Freiburg und Dr. Hyoungseok Lee vom Korea Polar Research Institute KOPRI/Südkoreawerden das Genom gemeinsam analysieren.
Quelle: Uni Freiburg

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30. Jan 2017 · News · Projekt

Biodiversität, Interaktion und Stickstoffkreislauf in Grünlandböden

Den Stickstoffumsatz im Boden von Grünland besser verstehen: Das ist Ziel des Forschungsprojekts „Be-Cult“ (Biodiversity Exploration by Cultivation), das im April 2017 am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. und der Leibniz Universität Hannover startet. Denn, wie und welche Mikroorganismen im Boden agieren, welche Zusammenhänge und Interaktionen der Pflanzenphysiologie bestehen, darüber gibt es international wenig wissenschaftliche Erkenntnisse. Wichtig sind diese aber vor allem für das Verständnis von Umwandlungsprozessen von Nitrat zu Ammonium, da bei diesen pflanzenverfügbare Nährstoffe entstehen, so Stickstoff im Boden zurückbleibt und die Bildung und Freisetzung des klimaschädlichen Lachgases reduziert wird.
Quelle: ZALF

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01. Feb 2017 · News · Projekt

4,3 Mio Euro für Biodiversitätsforschung im Auwald

Messung ökophysiologischer Parameter an Bäumen in Hartholz-Auwäldern. Foto: Franziska Eller, Uni Hamburg

Hartholz-Auwälder spielen eine große Rolle in natürlichen Überschwemmungsgebieten von Flusslandschaften (Hochwasserretention). Um solche „Ökosystemdienstleistungen“ besser zu verstehen und die räumlichen und zeitlichen Ausprägungen der Leistungen zu erfassen, untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab sofort die Biodiversität von Auwäldern im UNESCO-Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt „Mechanismen der Ökosystemdienstleistungen in Hartholz-Auwäldern: Wissenschaftliche Analyse sowie Optimierung durch Naturschutzmanagement (MediAN)“ mit insgesamt 4,3 Millionen Euro, die Universität Hamburg erhält davon 2,4 Millionen.
Quelle: Uni Hamburg

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13. Feb 2017 · News · Projekt

Weniger Phosphor und Nitrat durch effizientere Düngung

Zu viel Gülle und Kunstdünger – nach den Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinien steht die deutsche Landwirtschaft in der Kritik. Forschende an der TH Köln entwickeln nun ein Verfahren, um bis zu 25 Prozent des Mineraldüngers bei der Unterfußdüngung von Mais einzusparen – und dadurch den Nitrat- und Phosphoreinsatz deutlich zu reduzieren. Das Forschungsprojekt „Punktgenaue Düngerapplikation bei der Maisaussaat“ (PuDaMa) wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über drei Jahre mit 444.000 Euro gefördert.
Quelle: TH Köln

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13. Feb 2017 · News · Politik · Projekt

Nur qualitativ hochwertige Lebensmittel und Gemeinwohlleistungen fördern

Versuchsfelder mit unterschiedlichen Pflanzenarten am Oberen Hardthof in Gießen. Foto: A. Gorenflo, Justus-Liebig-Uni Gießen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat Anfang Januar ein neues Modell für Agrarsubventionen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ab 2020 vorgestellt. Es geht aus einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit dem Titel „Zukunftsfähige Agrarpolitik – Natur erhalten, Umwelt sichern“ (ZANEXUS) hervor und schlägt ein Punktesystem für verschiedene naturunterstützende Agrarmaßnahmen vor, die nicht vom Markt honoriert werden. Beteiligt war auch der Agrarökologe Prof. Dr. Volkmar Wolters von der Uni Gießen. Im Interview des Netzwerk-Forums zur Biodiversitätsforschung (NeFo) beschreibt er, welche Biodiversität der Politikansatz fördern möchte, welche Stärken das Fördermodell hat und wieso er eine hohe Akzeptanz unter den Landwirten erwartet.
Quelle: Ne-Fo

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15. Feb 2017 · News · Projekt

Weizensorten auf Phosphat-Diät

Im Gegensatz zu anderen Nährstoffen wird Phosphat aus Lagerstätten gewonnen, die endlich sind und in politisch instabilen Regionen liegen. Im Projekt POEWER (Nachhaltige Steigerung der Phosphat-Effizienz von Winterweizen durch eine effektive Wurzel-Boden-Interaktion) wollen die Forschenden der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn gemeinsam mit anderen Universitäten und außeruniversitären Partnern daher untersuchen, welche neuen Weizensorten besonders effektiv Phosphat aufnehmen. Damit soll der Bedarf des knappen Nährelementes gesenkt werden. Darüber hinaus ist geplant zu erforschen, ob aus Abfällen und Abwässern stammendes Recycling-Phosphat ebenfalls für die Düngung von Weizen eingesetzt werden kann. Das Projekt wird in den nächsten drei Jahren vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit rund 1,1 Millionen Euro gefördert.
Quelle: Uni Bonn

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16. Feb 2017 · News · Projekt

Projektgruppe baut Services für die Biodiversitätsforschung auf

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Ende Dezember einen Förderantrag der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg bewilligt, der gemeinsam mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der AG Texttechnologie am Institut für Informatik der Goethe-Universität erarbeitet wurde. Damit stehen in den kommenden drei Jahren rund 1,4 Mio. Euro für den Aufbau eines Fachinformationsdienstes (FID) Biodiversitätsforschung bereit. Das meldet die Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Quelle: Uni Frankfurt

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17. Feb 2017 · News · Projekt

Werkzeuge für Landwirte gegen Getreidekrankheiten

Aufkommende Epidemien von Gelbrost und Schwarzrost in Winterweizen rechtzeitig zu erkennen und Tipps zur Eindämmung anzubieten ist im Fokus eines neuen Verbundprojektes. Das nun gestartete Projekt mit dem Namen PROGPUC (Prognose- und Entscheidungshilfesystem zur Bekämpfung des Gelbrostes und Schwarzrostes in Winterweizen) bringt alle erhobenen Daten in ein Prognose- und Entscheidungshilfesystem ein. Landwirte erhalten so ökologisch und ökonomisch sinnvolle und individuelle Empfehlungen, wenn sie Weizenschwarzrost bzw. Gelbrost in ihren Weizenfeldern entdecken. An dem Projekt, das vom Februar 2017 bis März 2020 läuft, sind das Julius Kühn-Institut (JKI), die Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP) und das Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion e.V. (ISIP) beteiligt. Es ist Teil des Programmes zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und wird mit rund 300.000 Euro gefördert.
Quelle: JKI

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21. Feb 2017 · News · Projekt

Grüne Zukunft: Pflanzenzüchtung für die Bioökonomie

Stellen Sie sich vor unsere Gesellschaft würde dem Erdöl entsagen und unsere Industrie stattdessen auf der nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen basieren. Dieser Strukturwandel von einer erdöl- zu einer bio-basierten Wirtschaft hat bereits begonnen. Damit er gelingen kann, ist eine ressourcenschonende pflanzliche Produktion unabdingbar. Hier setzt das Förderprogramm „Pflanzenzüchtungsforschung für die Bioökonomie“ an. Das Portal Pflanzenforschung stellt die ersten 22 Projekte vor, die von den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit einem Fördervolumen von rund 37,5 Millionen ausgestattet wurden. Darunter Projekte mit Nutzpflanzen, wie Weizen, Zuckerrüben oder Yams. Forschungsschwerpunkte über die Photosyntheseleistung, das Mikrobiom des Bodens oder die Nutzung der natürlichen Biodiversität für die Zucht. Sie alle haben das Ziel, die Bioökonomie voranzutreiben.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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22. Feb 2017 · News · Projekt

Erträge stabilisieren

Die Ernten und Erträge trotz häufiger werdender extremer Wettereignisse zu stabilisieren, ist das Ziel einer neuen fach- und institutionenübergreifenden Forschungsallianz. Gefragt sind Kulturpflanzen, die auch bei zunehmenden Extremwettereignissen wie Hitzewellen und langanhaltenden Trockenheitsperioden zuverlässige Erträge liefern. Die beteiligten Forschenden wollen dazu die neuen Techniken der molekularen Grundlagenwissenschaften erstmals systematisch für den praktischen Züchtungsprozess nutzbar machen. Dazu soll das Erbgut der wilden Vorläufer der Nutzpflanzen analysiert werden, um auffällige Stellen in der DNA aufzuspüren, die mit den gewünschten Fähigkeiten in Verbindung gebracht werden. Das Projekt wird von der Universität Hohenheim geleitet und mit einer Fördersumme von 900.000 Euro vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) unterstützt. Die Universitäten Hohenheim und Tübingen sowie das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie Tübingen steuern als Projektpartner zusammen ebenfalls rund 900.000 Euro aus eigenen Mitteln bei.
Quelle: Uni Hohenheim

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03. Mär 2017 · News · Projekt

Artenschutz: Vom Feld bis an die Ladentheke

Extensiv genutzte Streifen am Rand von Kleingewässern sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Foto: Frank Gottwald, ZALF

Rund 28.000 Pflanzen- und Tierarten gelten weltweit als gefährdet, weil die Landwirtschaft wenig Platz für Ackerwildkräuter und Tiere lässt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. verbinden im Modellprojekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ jetzt die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte mit dem Naturschutz. Darüber berichtet das ZALF beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: ZALF beim idw

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03. Mär 2017 · News · Projekt

Im Drohnenflug dem Wasser auf der Spur

Drohnen sollen 150 Untersuchungsflächen im ganzen Bundesgebiet in einem festgelegten Zeitraum immer wieder überfliegen und fotografieren. Foto: Philipp Rauneker, ZALF

Ob Grünflächen mit hoher Biodiversität widerstandsfähiger sind gegen nachteilige Umweltveränderungen wie Trockenheit, untersucht ein neues Forschungsprojekt. Mithilfe von ferngesteuerten Drohnen wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. die These untersuchen. Dazu startet am 1. März 2017 das DFG-Projekt „pETchy: Patterns of Evapotranspiration Changing throughout the Year” innerhalb des DFG-Schwerpunktprogramms Biodiversitäts-Exploration.
Quelle: ZALF

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07. Feb 2017 · News · Projekt

London: Freilandversuch mit Gentechnik-Weizen für mehr Biomasse

Im kommenden Frühjahr wird auf einem Versuchsgut nördlich von London gentechnisch veränderter Weizen ausgesät. Gerade haben die britischen Behörden den über drei Jahre geplanten Versuch genehmigt. Dank eines zusätzlich eingeführten Gens aus einem verwandten Gras soll der Weizen besser Sonnenlicht und CO2 in Biomasse umwandeln und damit höhere Erträge liefern. Die bisherigen Versuche im Gewächshaus waren vielversprechend, berichtet das Portal Transgen.
Quelle: Transgen

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08. Mär 2017 · News · Projekt

Wie aus Kohl und Rübe genetisch stabiler Raps wird

Rapsblüten. Foto: Rod Snowdon, Uni Gießen

Für eine Studie zur Wiederherstellung genomstabiler Rapsformen, Europas wichtigster Ölpflanze, sollen rund 300 synthetische Rapslinien aus extrem diversen Ausgangskreuzungen untersucht werden. Raps ist eine der jüngsten Pflanzenarten und zeichnet sich unter den Kulturpflanzen durch seine einzigartige Entstehungsgeschichte aus: Erst vor wenigen tausend Jahren ist die Ölpflanze aus einer zufälligen Artkreuzung entstanden. Doch die Rapszüchtung ist schwierig: Da die Spezies (Brassica napus) auf nur sehr wenige Ausgangskreuzungen zurückgeht, fehlt die nötige genetische Vielfalt für anhaltende züchterische Verbesserung. Dr. Annaliese Mason aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rod Snowdon, Professur für Pflanzenzüchtung am Interdisziplinären Forschungszentrum für Biosystems und Umweltsicherung (IFZ) an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), untersucht daher nun Möglichkeiten, die genetische Vielfalt in Raps zu erhöhen. Ihr Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für drei Jahre mit insgesamt rund 563.000 Euro gefördert.
Quelle: Uni Gießen

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14. Mär 2017 · News · Projekt

Grünes Licht aus Brüssel für deutschen Waldklimafonds

Die Bundesregierung darf auch weiterhin Maßnahmen fördern, die dazu dienen, das Potenzial von Wäldern und Waldmooren für den Klimaschutz auszubauen und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel zu unterstützen. Die Europäische Kommission genehmigte jetzt die überarbeitete Förderrichtlinie für den Waldklimafonds, der gemeinsam von den beiden Bundesministerien für Umwelt (BMUB) und für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) getragen wird. Fachleute aus beiden Häusern beraten am 14. und 15. März auf einem Kongress in Berlin über Förderschwerpunkte und Einsatzmöglichkeiten des Fonds.
Quelle: BMUB

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14. Mär 2017 · News · Projekt

Schadstoffeintrag in Moose

Luftschadstoffe können in der Atmosphäre über weite Strecken transportiert und anschließend in Ökosysteme eingetragen werden. Dort wirken sie auf unterschiedliche Weise auf Böden, Pflanzen und Tiere. Das in der Landschaftsökologie der Universität Vechta angesiedelte Projekt „Nutzung von Bioindikationsmethoden zur Bestimmung und Regionalisierung von Schadstoffeinträgen für eine Abschätzung des atmosphärischen Beitrags zu aktuellen Belastungen von Ökosystemen“ untersucht in diesem Kontext Einträge in Moosen. Das meldet die Uni Vechta beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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22. Mär 2017 · News · Projekt

Konzept für die Grüne Infrastruktur in Deutschland

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat das erstmals aufgestellte „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ der Öffentlichkeit präsentiert. Grüne Infrastruktur ist das Pendant zur grauen, technischen Infrastruktur. Das neue Konzept bündelt Datengrundlagen, Informationen und Fachkonzepte zur grünen Infrastruktur, damit diese zukünftig bei Planungen des Bundes berücksichtigt werden können.
Quelle: BfN

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27. Mär 2017 · News · Projekt

Markthürden für pflanzenbasierte Dämmstoffe beseitigen

Zwei neue Projekte zielen darauf, den Marktanteil biobasierter Dämmstoffe auszuweiten: Im Verbund „NawaRo-Dämmstoffe“ sollen unter Koordination der Fraunhofer WKI Materialkennwerte ermittelt und Messverfahren entwickelt werden, damit die pflanzlichen Materialien künftig Baugenehmigungsverfahren einfacher durchlaufen können. Die Ermittlung von Nachhaltigkeitskennwerten rundet das Vorhaben ab. Im Projekt „StaR-Dämm“ unter Koordination der Deutsche Umwelthilfe e.V. setzen die Projektpartner auf Fachdialoge und Öffentlichkeitsarbeit, um bestehende Hemmnisse zu identifizieren, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und Informationen zu vermitteln. Die beiden Projekte stellt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vor.
Quelle: FNR

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29. Mär 2017 · News · Projekt

Programm zur Phosphordynamik in Wäldern verlängert

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfond (SNF) für die nächsten drei Jahre eine weitere Förderung des seit 2013 laufenden Schwerpunktprogramms Ecosystem Nutrition: Forest Strategies for Limited Phosphorus Resources von rund 7,5 Millionen Euro zugesagt. Davon erhält die Universität Freiburg etwa zwei Millionen Euro, um ihre Forschung in dem Programm zur ökosystemaren Dimension der Pflanzenernährung fortzuführen. Sprecherin des Forschungsprogramms ist Prof. Dr. Friederike Lang von der Professur für Bodenökologie der Albert-Ludwigs-Universität. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Bauhus von der Professur für Waldbau, Prof. Dr. Cornelia Herschbach, Professur für Ökosystemphysiologie, und Prof. Dr. Markus Weiler, Professur für Hydrologie, sind weitere Teilprojekte an der Freiburger Universität angesiedelt.
Quelle: Uni Freiburg

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31. Mär 2017 · News · Projekt

Neue DFG-Forschergruppe "Morphodynamik der Pflanzen"

Eine der vier neu von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichteten Forschergruppen (FG) thematisiert pflanzliche Morphodynamik. Die Forschenden widmen sich der pflanzlichen Entwicklungsbiologie, der Computerwissenschaft und der Physik und wollen so ein ganzheitliches und quantitatives Verständnis der Gewebemorphogenese erlangen. Elementare Zelleigenschaften bestimmen das Verhalten von Zellpopulationen und Organen und damit letztlich die Gestaltbildung eines Organismus, also die Morphogenese. Pflanzenzellen sind über Zellwände miteinander verbunden und somit immobil; sie müssen ihr Verhalten jederzeit intensiv abstimmen. Dieser hohe Grad an Komplexität ist ein Grund dafür, dass trotz Fortschritten in einzelnen Aspekten die Kontrollmechanismen der pflanzlichen Morphogenese noch nicht umfassend verstanden sind. Sprecher ist Prof. Dr. Alexis Maizel von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg vom Lehrstuhl Entwicklungsplastizität der Pflanzen. 
Quelle: DFG

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20. Apr 2017 · News · Projekt

Heilpflanzen in Afrika

Ein interdisziplinäres Forscherteam der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat nun ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eingeworben, in dem medizinisch genutzte Pflanzen in den drei afrikanischen Staaten Äthiopien, Botswana und Tansania untersucht werden sollen. Die Forschenden wollen so AIDS, Tuberkulose und Wurmerkrankungen bekämpfen, die im Afrika südlich der Sahara besonders häufig auftreten. Das BMBF fördert das Projekt über vier Jahre mit 800.000 Euro.
Quelle: MLU

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21. Apr 2017 · News · Projekt

Waldbewirtschaftung, Totholz und Biodiversität

Florian Maurer, Prof. Dr. Matthias Noll und Sarah Muszynski (v.l.n.r) untersuchen den Einfluss von Totholz auf die Biodiversität. Hochschule Coburg

Totholz entsteht aus gefällten Bäumen, die forstwirtschaftlich nicht genutzt werden. Sie sind Lebensraum für Insekten, Pilze und Mikroorganismen und bestimmen damit die Biodiversität des Waldes. Aber auch die Forst- und die Landwirtschaft beeinflussen das Leben im Ökosystem Wald. Prof. Dr. Matthias Noll von der Hochschule Coburg erforscht nun im Projekt FunWood IV die Biodiversität von Totholz unter dem Einfluss der Waldbewirtschaftung. Aus den Ergebnissen des Projekts wollen die Forschenden Empfehlungen für den Schutz der Biodiversität ableiten. Dafür hat Noll eine Sachgrundförderung der DFG in Höhe von 400.000 Euro erhalten, die, wie er erläutert, normalerweise den Universitäten vorbehalten bliebe.
Quelle: Hochschule Coburg

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24. Apr 2017 · News · Projekt

Forschung zur Gen-Schere CRISPR-Cas

Die Ulmer Professorin Anita Marchfelder koordiniert das neue Programm. Foto: Elvira Eberhardt, Uni Ulm

Das neue Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) will deutsche Forschende, die die neue Gen-Schere CRISPR-Cas untersuchen, im internationalen Wettbewerb besser aufstellen. Koordiniert wird das Programm mit dem Titel "Weitaus mehr als nur Verteidigung: die vielen verschiedenen Funktionen des CRISPR-Cas-Systems" von Professorin Anita Marchfelder, die als CRISPR-Cas-Expertin am Institut für Molekulare Botanik der Universität Ulm forscht. „Durch die konzertierte und systematische Zusammenarbeit interdisziplinärer Forschergruppen wollen wir neue Wege beschreiten, um grundlegende Funktionen und Mechanismen dieses Systems aufdecken zu können“, führt die Forscherin aus. Das auf Grundlagenforschung fokussierte Programm ist eines der 17 neu eingerichteten Schwerpunktprogramme, das die DFG Anfang des Monats bewilligte.
Quelle: Uni Ulm

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02. Mai 2017 · News · Projekt

Arten und Stoffwechsel im Mangrovenwald

Mangroven im Nordosten Brasiliens. Foto: Ulrich Saint-Paul, ZMT

Ein neues Forschungsprojekt sammelt Daten über Mangroven in tropischen Regionen rund um den Erdball. Ziel ist es zu verstehen, wie die Leistungen der Mangrovenwälder für Mensch und Umwelt mit dem Zustand und der Veränderung ihrer Tier- und Pflanzenwelt zusammenhängen. Mit molekularbiologischen Methoden, wie Metabarcoding und Metagenomik, sollen Artzusammensetzung und Stoffwechsel der Organismen im Sediment der Mangrovenwälder erfasst werden. Dabei werden sich die Forschenden auch Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilzen und Algen, widmen, die im Schlamm am Boden der Mangroven leben. Mit metagenomischen Methoden können auch solche Arten identifiziert werden, die man nicht in Kultur halten kann. Die Laubstreu der Mangrovenbäume – sie werfen jährlich bis zu drei Kilogramm Blätter pro Quadratmeter ab – ernährt diese Mikroben, die wiederum komplexe Ökosystemprozesse antreiben. Letztlich hängen zahllose lokale wie globale Dienstleistungen der Mangroven von diesen Prozessen im Sediment ab. Das Großprojekt wird mit einer knappen Million Euro von der Leibniz-Gemeinschaft unterstützt, ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) koordiniert.
Quelle: ZMT

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03. Mai 2017 · News · Projekt

Evolution im Gerstenfeld dank MAGIC

Gerstenpopulation, in der Gene aus allen 32 Elternsorten zu finden sind, auf dem Quedlinburger Versuchsfeld. Foto: Lothar Frese, JKI

Das Julius Kühn-Institut (JKI) gründet zusammen mit dem Bundessortenamt und weiteren Partnern aus Forschung und Wirtschaft ein bundesweites Netzwerk zur Erhaltung und Anpassung von Kulturpflanzen (NEA-KULT). In einem ersten gemeinsamen Projekt geht es um die Erweiterung der genetischen Vielfalt bei Wintergerste. MAGIC lautet die Kurzbezeichnung eines komplexen Kreuzungsschemas, bei dem über sechs Jahre hinweg 32 Gerstensorten miteinander gekreuzt wurden. Aus der Kreuzung dieser 32 Sorten ist nun am JKI eine Population hervorgegangen, bei der in jeder Pflanze Gene aus allen 32 Elternsorten zu finden sind. In der zweiten Phase des Vorhabens wird diese MAGIC-Population für die nächsten 8 Jahre an 12 Standorten in Deutschland angebaut.
Quelle: JKI

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16. Mai 2017 · News · Projekt

Wissen über fossile und rezente Pflanzen digital verknüpfen

Fossiler Ahorn. Quelle: Naturkundemuseum Stuttgart, Datenbank MORPHYLL

Ein Blatt in der Natur finden, es online vergleichen, die Pflanzenart bestimmen und dann die entsprechende Pflanze in den Hohenheimer Gärten anschauen – das soll in rund einem Jahr möglich sein. Die Blätter dürfen sogar fossil und bis zu 30 Millionen Jahre alt sein. Möglich machen dies vier Forschende der Botanik und der Paläontologie der Universität Hohenheim und des Naturkundemuseums Stuttgart, die in einem neuen Projekt ihre Datenbanken und Sammlungen zusammenführen werden. Weltweit einzigartig macht das Projekt, dass es einen einheitlichen Such- und Bestimmungsstandard für fossile und rezente, das heißt heutige Blätter schafft – bisher gab es lediglich lokal begrenzte Bestimmungssysteme. Eine neue Anwendung im Web soll allen Interessierten erlauben, darauf zuzugreifen. Das Wissenschaftsministerium fördert das Projekt über die „Landesinitiative Kleine Fächer in Baden-Württemberg“ mit 185.000 Euro.
Quelle: Uni Hohenheim 

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15. Mai 2017 · News · Projekt

Moos zum Moore retten

Traditionelle Torfgewinnung zerstört Moorlandschaften. Foto: Ralf Reski

Weil die derzeitige Torfgewinnung den Lebensraum Moor zerstört und zum Klimawandel beiträgt, sollen im Projekt „MOOSzucht" Torfmoose als nachhaltige und schnell nachwachsende Alternative entwickelt werden. Dazu unterstützen Prof. Dr. Ralf Reski und Privatdozentin Dr. Eva Decker von der Universität Freiburg die Projektleiter der Uni Greifswald, indem sie ihr Wissen über die genetische Beschaffenheit der Moosarten Physcomitrella und Sphagnum einbringen. Mittels Präszisionszüchtung (smart breeding) sollen damit besonders schnell wachsende Torfmoose für ausreichende Mengen für Paludikulturen generiert werden. Projektbeteiligte sind außerdem das Karlsruher Institut für Technologie und eine Firma aus Niedersachsen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert das Projekt mit etwa 1,1 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre.
Quelle: Uni Freiburg

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15. Mai 2017 · News · Projekt

Neues Graduiertenkolleg Forstwissenschaften

Eines der 15 neuen Graduiertenkollegs, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ab September 2017 fördert, untersucht Mischbestände in Wäldern. Die Forscherinnen und Forscher der Uni Göttingen untersuchen die Frage, ob Mischbestände aus Buchen und anderen Baumarten vielseitiger sind als reine Buchenwälder. Sie wollen herausfinden, was passiert, wenn man Buchenbestände mit Fichten und Douglasien anreichert und damit die funktionale Diversität erhöht. Buchen sind sehr konkurrenzstarke Bäume und Buchenwälder deshalb von Natur aus relativ arm an anderen Baumarten. „Solche Kombinationen könnten eine Möglichkeit sein, die vielfältigen und häufig auseinandergehenden gesellschaftlichen Ansprüche an Wälder zu befriedigen“, sagt Professor Christian Ammer, Leiter der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen der Universität Göttingen und Sprecher des Kollegs. Die Förderung beträgt insgesamt etwa 4,6 Millionen Euro für zunächst viereinhalb Jahre.
Quelle: Uni Göttingen

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23. Mai 2017 · News · Projekt

Wachstum trotz Stresssituation

Das Projekt „DELLA-STRESS“ widmet sich der Rolle von sogenannten „DELLA-Proteinen“ bei der pflanzlichen Antwort auf abiotischen Stress, wie etwa Salzstress. DELLA-Proteine werden bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana mit erhöhter Stresstoleranz in Verbindung gebracht. Sie haben allerdings auch die Funktion, das Wachstum der Pflanzen zu hemmen. Ziel des Projektes unter der Leitung von Professor Claus Schwechheimer, Professor am Lehrstuhl für Systembiologie der Pflanzen an der Technischen Universität München, war es, mehr über diese Proteine herauszufinden. Sein Team und die internationalen Partner untersuchten auch, ob die positiven Effekte im Hinblick auf die Stresstoleranz von der oft unerwünschten Wachstumshemmung durch molekulare Kniffe voneinander trennbar sind. Das Portal Pflanzenforschung stellt das PLANT 2030-Projekt, das im Frühjahr auslief, vor und interviewte den Leiter.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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29. Mai 2017 · News · Projekt

Professionelle Mooszucht für den Klimaschutz

Junge Torfmoospflanzen zur Saatgutproduktion. Foto: F. Fengler

Mit dem jetzt an der Uni Greifswald gestarteten Projekt MOOSzucht sollen Methoden zur Massenvermehrung von Torfmoosen im Photobioreaktor entwickelt und die Produktivität von Torfmoosen züchterisch durch Selektion und Smart Breeding erhöht werden (die DBG berichtete). Die Leitung des Verbundprojektes liegt bei der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Partner sind die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Karlsruher Institut für Technologie – KIT und die Niedersächsische Rasenkulturen NIRA GmbH & Co. KG. Das dreijährige Forschungsvorhaben wird im Programm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit 1,1 Millionen Euro gefördert.
Quelle: Uni Greifswald

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02. Jun 2017 · News · Projekt

Die Orientreisen des Botanikers Carl Haussknecht virtuell nachverfolgen

Projektleiter Prof. Dr. Frank H. Hellwig und Kristin Victor mit einem der Reistagebücher Carl Haussknechts, die in einem neuen Projekt ediert werden. Foto: Jan-Peter Kasper, Uni Jena

Botanikerinnen und Botaniker der Universität Jena starten gemeinsam mit Partnern aus anderen Universitäten und Disziplinen ein Editionsprojekt zu den Orient-Reisetagebüchern des Thüringer Botanikers Carl Haussknecht. Der Naturforscher fand und sammelte Pflanzen, die einen wesentlichen Teil des Herbariums Haussknecht bilden, das, 1896 in Weimar gegründet, seit langem zur Friedrich-Schiller-Universität Jena gehört. Haussknecht legte dadurch nicht nur den Grundstock der heute mit 3,5 Millionen Pflanzenbelegen weltweit berühmten botanischen Sammlung, er leistete damit auch einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Orientbotanik. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben mit kulturhistorischer Dimension mit fast 400.000 Euro.
Quelle: Uni Jena beim idw

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07. Jun 2017 · News · Projekt

Mit Laser gegen Unkraut

Gründer Tim Wigbels (links) und Dr. Julio Pastrana (rechts) testen mittels Software, die automatisch Unkräuter erkennt und detektiert, wie der Laser die Blätter von Pflanzen schädigen kann. Foto und © Foto: Volker Lannert, Uni Bonn

Ein Roboter erkennt automatisch Unkräuter auf dem Feld und bekämpft sie mit einem kurzen Laserpuls. Nachhaltige Landwirtschaft, die weitgehend auf Herbizide verzichtet, könnte von dieser pfiffigen Idee profitieren. Davon sind Dr. Julio Pastrana und Tim Wigbels vom Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn überzeugt. Mit einem EXIST-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums treiben die Forschenden nun die Entwicklung dieses praktischen Helfers für die Feldarbeit voran.
Quelle: Uni Bonn

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20. Jun 2017 · News · Projekt

Interaktionen und Strategien zur Ressourcen-Verteilung in Bäumen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat PD Dr. Judy Simon, Leiterin der Arbeitsgruppe Plant Interactions Ecophysiology an der Universität Konstanz, das renommierte Heisenberg-Stipendium verliehen. Ab Mai dieses Jahres wird das Konstanzer Forschungsprojekt Woody Plants – Interactions and Resource Allocation Strategies mit Fördermitteln in Höhe von rund 500.000 Euro gefördert.
Quelle: Uni Konstanz

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03. Jul 2017 · News · Projekt

Wassergüte von Stauseen

Für die Vorhersage der Wasserqualität in Stauseen entwickelt das Forschungsprojekt MuDaK-WRM neue Methoden. Foto: Mauricio Scheer

Stauseen versorgen in vielen Teilen der Erde die Menschen mit Trinkwasser. Doch die Wasserreservoire sind auch Sammelbecken für Sedimente, Dünger und Schadstoffe, die die Wasserqualität beeinträchtigen. Gelangen zu viele Nährstoffen in das Staubecken, kann dies zur Überdüngung des Sees führen. Diese Eutrophierung wiederum verstärkt das Wachstum von Algen und Cyanobakterien. Bei zu starker Eutrophierung eignet sich ein Gewässer nicht mehr zur Gewinnung von Trinkwasser. Ziel des deutsch-brasilianischen Forschungsprojekts MuDak-WRM unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist es, ein einfaches Modell zu entwickeln, das die Wasserqualität von Stauseen vorausschauend über Jahre darstellt und sich ohne hohen Aufwand weltweit anwenden lässt.
Quelle: KIT

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03. Jul 2017 · News · Projekt

Wildbienensterben stoppen: Wie kehren die Bestäuber zurück?

Die Sandbiene Andrena flavipes bestäubt eine Margeritte. Foto: Hans Schwenninger

Wildbienen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem – auch bei der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte. Dabei sind einige Arten hochspezialisiert und nutzen im Extremfall nur Blüten einer einzigen Pflanzenart zur Pollen- und Nektaraufnahme. Im Projekt BienABest erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Ulm an 20 Standorten in ganz Deutschland, unter welchen Bedingungen die Bestäuber zurückkehren. Zudem erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Ursachen des Massensterbens. Anhand der neuen Erkenntnisse sollen gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bundesweit verfügbare VDI-Richtlinien festgeschrieben werden. Als weiteres Projektziel wird die breite Öffentlichkeit über den Nutzen der Wildbienen informiert.
Quelle: Uni Ulm

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03. Jul 2017 · News · Projekt

Wirkstoffe der Birke nachhaltig nutzen

Der entzündungshemmende Wirkstoff Methylsalicylat lässt sich insbesondere aus der Rinde von Birken gewinnen. Foto: Christian Urban, CAU

Vor kurzem ist das disziplinübergreifende Forschungsprojekt „Methylsalicylat in Birken“ (Birch-MeSA) zur nachhaltigen Nutzung des natürlichen Wirkstoffs Methylsalicylat gestartet. Den entzündungshemmenden Wirkstoff mancher Birken-Arten wollen Forschende an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) untersuchen. Ihr Ziel: Alternativen zur synthetischen Herstellung des Wirkstoffs und zugleich nachhaltige Formen des Birkenanbaus zu entwickeln.
Quelle: CAU

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10. Jul 2017 · News · Projekt

Stickstoffumsatz im Boden besser verstehen

Welchen Einfluss hat intensive Landnutzung auf den Stickstoffkreislauf in unseren Böden hat, untersuchen Forschende im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Biodiversitätsexploration“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Forscherinnen und Forscher im „BE-Cult“ genannten Projekt vom Institut für Mikrobiologie der Leibniz Universität Hannover und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) starteten die Grundlagenforschung bereits im April und werden mit 212.000 Euro gefördert.
Quelle: Uni Hannover

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12. Jul 2017 · News · Projekt

Förderbescheide für Obst- und Reben-Projekte

Die Entwicklung multiresistenter Rebunterlagen und eines Testsystems für Phytoplasmenbefall im Obst- und Weinbau sind Ziele zweier neu geförderten Forschungsarbeiten an der Hochschule Geisenheim, die heute ihre Förderbescheide erhielten. Im Projekt MureViU entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Geisenheim, Institut für Rebenzüchtung, gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Praxis innovative, multiresistente Unterlagen für den Weinbau in den nördlichen Anbauregionen. Das Institut für Phytomedizin der Hochschule entwickelt im Projekt PhytoDiag gemeinsam mit dem Institut für Obstbau und der Firma IDENTXX in Stuttgart ein im Feld nutzbares Diagnoseverfahren für Phytoplasmenbefall bei Himbeeren, Äpfeln, Birnen und Reben.
Quelle: Hochschule Geisenheim

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17. Jul 2017 · News · Projekt

Projektstart für "Gläsernen Forstbetrieb"

Heute geben Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger und NABU-Präsident Olaf Tschimpke in der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf den offiziellen Startschuss für das Projekt „Gläserner Forstbetrieb“. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wird zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Landesforstverwaltung Brandenburg und der Universität Göttingen in den nächsten sechs Jahren erforschen, wie sich verschiedene Maßnahmen der Waldbewirtschaftung auf Ertrag, Stabilität und Naturschutz auswirken. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, valide Erkenntnisse für eine naturgemäße Bewirtschaftung der Wälder im Nordostdeutschen Tiefland zu gewinnen. Innerhalb des Forschungsprojekts soll wissenschaftlich belegt werden, dass naturnahes Waldmanagement der Erhaltung und Entwicklung von vielfältigen Ökosystemleistungen dient, ohne die langfristige Wirtschaftlichkeit von Forstbetrieben wesentlich zu beeinträchtigen.
Quelle: HNEE

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20. Jul 2017 · News · Projekt

Salzwiesen im Klimawandel

Salzwiesen bieten Lebensraum für hoch spezialisierte Pflanzen und Tiere, schützen die Küste bei Sturmfluten, speichern langfristig Kohlenstoff aus der Atmosphäre und tragen so zum Klimaschutz bei. Was passiert, wenn die Temperaturen im Zuge des globalen Klimawandels ansteigen, untersuchen Forschende der Universität Hamburg und des Smithsonian Environmental Research Center (USA) auf der Hamburger Hallig im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer einem weltweit einzigartigen Experiment. Dazu richten sie auf der Hallig 27 etwa neun Quadratmeter große, mit Kuppeln überspannte Untersuchungsflächen ein. Unter den Folien dieser Kuppeln steigt die Lufttemperatur durch die Sonneneinstrahlung wie in einem Gewächshaus an. Mit Hilfe von Kabeln wird zudem der Boden bis in einen Meter Tiefe um 1,5 beziehungsweise 3 Grad Celsius erwärmt. Bis zum Jahr 2022 wollen die Forschenden jeweils von März bis September die Entwicklung der Artenzusammensetzung in verschiedenen Vegetationszonen, die Produktion und den Abbau von Biomasse, Nährstoffumsätze im Boden und die Festlegung von Kohlenstoff im Boden beobachten.
Quelle: Uni Hamburg beim idw

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26. Jul 2017 · News · Politik · Projekt

Der Weg zu einer nachhaltigeren Welt

Maßnahmen gegen die Erderwärmung, wie hier mit umweltfreundlicheren Autoreifen aus Löwenzahn dargestellt, muss die Gesellschaft verstehen und akzeptieren, um Erfolge beim Klimaschutz zu erreichen. Illustration: Holly McKelvey, Uni Kiel

Autoreifen aus Löwenzahn, Flugkerosin aus Algen oder Plastik aus Kartoffeln: Bioökonomie verbindet natürliche Rohstoffe mit neuen Konzepten. Regierungen, Forschende und Unternehmen rund um den Globus zielen damit auf eine fundamentale Transformation unserer Wirtschaft, und sie erhoffen sich Lösungen für die zentrale Frage des 21. Jahrhunderts: Wie können in Zeiten des Klimawandels immer mehr Menschen von immer weniger Ressourcen mit Nahrung, Energie und Materialien zugleich versorgt werden? Dazu erforscht ein Verbund zwischen der Uni Kiel (CAU) und dem Institut für Weltwirtschaft (IfW), wie sich gesellschaftliche Ansprüche, technische Lösungsmöglichkeiten und deren politische Umsetzbarkeit zusammenbringen lassen. Und das ist gar nicht so leicht, wenn sich falsche Annahmen beispielsweise zum Klimawandel in den Köpfen festsetzen. Wichtig ist dem Team, zu untersuchen, wie diese „naiven“ Vorstellungen entstehen und wie sie sich systematisch ändern lassen.
Quelle: Uni Kiel

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27. Jul 2017 · News · Projekt

Kliniker untersuchen Wirkstoffe aus Braunalgen

Der Blasentang Fucus vesiculosus ist eine in der Ostsee weit verbreitete Braunalge. Foto: Marion Zenthoefer, CRM

Braunalgen aus der Ostsee enthalten eine Vielzahl bioaktiver Inhaltsstoffe, z.B. sogenannte Fucoidane. Wie lassen sich diese Fucoidane für die Medizin und Kosmetik der Zukunft nutzen? Diese Frage steht im Zentrum des grenzüberschreitenden InterReg 5a-Projekt „FucoSan – Gesundheit aus dem Meer“ unter der Federführung von Prof. Dr. Alexa Klettner, Laborleiterin in der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH).
Quelle: UKSH

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11. Aug 2017 · News · Projekt

Wärmespeicher für Pflanzenwurzeln

Prof. Dr. Silke Heßberg mit einer Wärmespeichermatte für Pflanzen, die zu einer Optimierung von Wurzeltemperaturen von Pflanzen und damit zur Verkürzung der Vegetationszeit führen können. Foto: Helge Gerischer. WHZ

Im Institut für Textil- und Ledertechnik (ITL) der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) untersuchen Wissenschaftler wie wir in kalten Jahreszeiten das Pflanzenwachstum ohne zusätzliche Energiezufuhr positiv beeinflussen können. Die gemeinsame Idee der Wissenschaftler und Partner aus dem Netzwerk LanoTex: die Pflanzen direkt an der Wurzel zu beheizen.
Quelle: WHZ

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24. Aug 2017 · News · Projekt

Zwerghirse Tef für Kleinbauern

Dr. Zerihun Tadele mit der stabileren Zwerghirse am Institut für Pflanzenwissenschaft. Foto: Marc Grémillon, Uni Bern.

Der Tef ist Äthiopiens wichtigstes Grundnahrungsmittel. Weil die Zwerghirse aber wegen ihrem langen und schwachen Stiel leicht umfällt oder umknickt, haben Forschende am Institut für Pflanzenwissenschaften IPS der Universität Bern eine Tef-Sorte mit kürzeren und kräftigeren Halmen gezüchtet. Diese Pflanzen haben in Äthiopien mehrjährige Feldtests erfolgreich bestanden. Jetzt sollen Kleinbauern mit dieser neuen Sorte und weiteren, die in der Entwicklung stecken, bessere Ernten erzielen. Seit 2006 unterstützt die Syngenta Stiftung das „Tef Improvement Project“. Nun setzt sie die Förderung mit weiteren 2,75 Millionen Franken fort.
Quelle: Uni Bern

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22. Aug 2017 · News · Projekt

Mit Algen Arthritis behandeln

Forschende sind einem neuen Ansatz zur Behandlung von Arthritis auf der Spur. Basis dafür ist ein Polysaccharid, ein langkettiges Zuckermolekül, aus Braunalgen. Chemisch modifiziert senkt dieses «Alginat» den oxidativen Stress, wirkt in Zellkulturversuchen entzündungshemmend und unterdrückt die Immunreaktion gegen Knorpelzellen, und bekämpft damit Ursachen von Arthritis. Noch steht die Forschung allerdings ganz am Anfang, berichten die Forschenden der ETH Zürich, der Empa und des norwegischen Forschungsinstituts SINTEF, auf der EMPA-Website.
Quelle: EMPA

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29. Aug 2017 · News · Projekt

Biomasse aus Mikroalgen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Solar-Instituts Jülich der FH Aachen (SIJ) und des Forschungszentrums (FZ) Jülich arbeiten gemeinsam an Lösungen, wie Mikroalgen energie- und kosteneffizient zur Produktion von Biomasse eingesetzt werden können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt sie dabei mit rund 1,58 Mio. Euro. Gestern überreichte der Parlamentarische Staatssekretär des BMBF, Thomas Rachel MdB, im Senatssaal der FH Aachen die Förderbescheide für das Projekt "AlgNutrient-UrBioSol".
Quelle: FZ Jülich

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28. Aug 2017 · News · Projekt

Taxon-OMICS – Mit wie vielen Arten teilen wir uns die Welt?

Mit Chromosomenzahlen zwischen 18 und 198 demonstrieren die Margeriten-Arten der Iberischen Halbinsel die zytologische Spannbreite der Gattung Leucanthemum aus der Familie der Korbblütengewächse. Grafik: Christoph Oberprieler

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Schwerpunktprogramms Taxon-OMICS wird sich eine Regensburger Forschergruppe um Prof. Dr. Christoph Oberprieler vom Institut für Pflanzenwissenschaften (Professur für Evolution und Systematik der Pflanzen) mit einem besonders verzwickten Problem der botanischen Taxonomie beschäftigen. In dem mit rund 300.000 Euro in den kommenden drei Jahren geförderten Teilprojekt sollen molekulargenetische und bioinformatische Methoden erarbeitet werden, die es erlauben, Artabgrenzungen und evolutionäre Beziehungen in sogenannten Polyploidkomplexen objektiv zu rekonstruieren.
Quelle: Uni Regensburg

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25. Sep 2017 · News · Projekt

Chitosane in Algen erzeugt

Das "Nano3Bio"-Konsortium bei der Abschlussveranstaltung "The Future of Chitosans" im indischen Hyderabad. Foto: Nano3Bio

Das internationale EU-Forschungsprojekt "Nano3Bio" ist nach vier Jahren beendet. Zum Abschlusstreffen kamen die beteiligten Forschenden im indischen Hyderabad zusammen. Ziel des Vorhabens war die biotechnologische Produktion von Chitosanen. Diese bisher häufig aus Krabbenschalen gewonnenen Zuckerverbindungen sind Rohstoffe für Anwendungen etwa in der Medizin, der Landwirtschaft oder der Papier- und Textilindustrie. Nach Ansicht des Projektleiters Prof. Dr. Bruno Moerschbacher vom Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben die Forschungen einen wichtigen Beitrag zur biologischen Erzeugung von Rohstoffen erbracht. Von Perspektiven für die Krebstherapie über Methoden zur Behandlung beschädigter menschlicher Gewebe bis hin zur neuartigen Erzeugung sogenannter Chitosane durch Algen könne "Nano3Bio" wegweisende Erfolge verbuchen.
Quelle: Uni Münster

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19. Okt 2017 · News · Projekt

Aus der Moosfabrik

Mooszellen wie in diesem Erlenmeyerkolben können als nachhaltige und schnell wachsende Molekülfabriken dienen. Foto: Sigrid Gombert, Freiburg

Im Europäischen Forschungsprojekt MossTech sollen komplexe Moleküle für Medizin und Industrie umweltfreundlich in Moos produziert werden. Das Team um den Pflanzenbiotechnologen Prof. Dr. Ralf Reski von der Uni Freiburg will nun verschiedene Moose als nachhaltige und schnell wachsende Molekülfabriken weiterentwickeln. Die Technische Universität Dänemark in Kopenhagen betreut das Projekt federführend, das die EU als Innovatives Training Netzwerk (ITN) innerhalb ihres Programms Horizon 2020 mit über 1,6 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre fördert. Innerhalb des MossTech-Projektes werden zwei der insgesamt sechs Doktorandinnen oder Doktoranden diese Techniken für ein Jahr in Freiburg erlernen und für je zwei weitere Jahre mit industriellen Partnern weiterentwickeln, auf bisher unerforschte Moose anwenden und insbesondere komplexe Feinchemikalien in genetisch veränderten Moosen kostengünstig und sicher produzieren.
Quelle: Uni Freiburg

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25. Okt 2017 · News · Projekt

Der Vermehrung von Waldbodenpflanzen auf der Spur

Waldfragmente in der Agrarlandschaft. Foto: Tobias Naaf, ZALF

Viele Pflanzen des Waldbodens vermehren sich über ihr Wurzelgeflecht und erhalten sich so viele Jahrzehnte. Unklar ist aber bisher, wie der genetische Austausch in räumlich voneinander getrennten Waldstücken, sogenannten „Waldinseln“, funktioniert. Im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Landschaftsgenetik insektenbestäubter Waldbodenpflanzen in sich wandelnden Agrarlandschaften“ untersucht das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. gemeinsam mit dem Senckenberg Entomologischen Institut (SDEI), in welchem Verwandtschaftsverhältnis räumlich getrennte Gruppen von Waldboden-pflanzen derselben Art zueinander stehen.
Quelle: ZALF

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02. Nov 2017 · News · Projekt

Neue Politik- und Geschäftsmodelle für das Ökosystem Wald

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) koordiniert seit dem 1. November 2017 das EU-Projekt “InnoForESt”. Mit dessen Hilfe soll ein europaweites Netzwerk für Waldwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit aufgebaut werden, um voneinander zu lernen, wie die Vielfalt des Waldes gefördert werden kann. Innovative Ideen für eine nachhaltige Versorgung und Finanzierung von Wäldern sind gefragt.
Quelle: HNEE

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03. Nov 2017 · News · Projekt

Bioproduktion mit Mikroorganismen

Bakterien und Mikroalgen als alternative und nachhaltige Produzenten von Wertstoffen nutzen: Daran forschen die Biologen Professor Dr. Olaf Kruse und Professor Dr. Volker F. Wendisch mit ihren Arbeitsgruppen am Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) und der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld. Für ihre Arbeit in drei neuen Verbundforschungsprojekten haben die Wissenschaftler nun eine Förderzusage erhalten. Die internationalen Forscherkonsortien werden für drei Jahre mit insgesamt 4,8 Millionen gefördert.
Quelle: Uni Bielefeld

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03. Nov 2017 · News · Forscheralltag · Projekt

Globale Aufgaben erfordern internationale Initiativen

Der Agraringenieur Dr. Stefan Sieber koordiniert das Forschungsnetzwerk Globale Ernährungssicherung (GlobE). Gemeinsam mit rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern arbeitet er daran, die Ernährungssituation speziell von Kleinbauern in Tansania zu verbessern. Im Interview mit dem Portal Pflanzenforschung gibt er Einblicke in seine Arbeit und erklärt, warum Initiativen wie „GlobE – Globale Ernährungssicherung“ in der heutigen Zeit wichtig sind.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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06. Nov 2017 · News · Projekt

Arznei- und Gewürzpflanzen + Bestäuber-Insekten

Ein internationales Forscherteam hat jüngst bestätigt, dass die Insektenzahlen in Teilen Deutschlands stark zurückgegangen sind. Der Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen könnte einen kleinen Beitrag dazu leisten, dem etwas entgegen zu setzen. Im Bild die Schwebfliege Episyrphus balteatus auf einer Leinblüte. Foto: Birgit Bierschenk

Was im kommerziellen Obst- und Gemüseanbau schon länger Praxis ist, will die Uni Bonn nun auch für den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen entwickeln: ein Management-System zur gezielten Bestäubung durch Insekten. So wie Gärtner Hummelkolonien per Versandhandel fürs Gewächshaus bestellen können, so ist Ähnliches auch beim Anbau von Fenchel, Thymian und anderen Pflanzen denkbar. Die Forschenden erwarten höhere und womöglich auch qualitativ bessere Erträge, mehr Biodiversität und Vorteile für benachbarte Kulturen und damit für ganze Agrarökosysteme. Wie die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) berichtet, will das Projektteam auch herausfinden, welche Insekten die etwa 125 in Deutschland angebauten Arznei- und Gewürzkräuter-Arten bestäuben und wie wichtig sie für diese Aufgabe sind. Dass Insekten grundsätzlich von den Kräutern profitieren, ist dabei so gut wie sicher. Denn auf dem Acker dominieren heute - mit Ausnahme des Raps - Kulturen, deren Blüten für nektar- und pollensuchende Insekten uninteressant sind.
Quelle: FNR

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07. Nov 2017 · News · Projekt

Innovatives Verfahren zur Aufbereitung von Raps

Rapssaat. Foto: Forum Moderne Landwirtschaft

Im kürzlich begonnenen Verbundvorhaben „EthaNa“ erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP) gemeinsam mit zehn Partnern ein neuartiges Konzept zur Aufbereitung von Raps. Sie entwickeln die Verfahrensprozesse und testen sie anschließend in einer Pilotanlage. EthaNa steht für ethanolische native Extraktion geschälter Rapssaat, auf der das Verfahrenskonzept basiert, schreibt die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR). Die alternative Aufbereitungslinie soll in herkömmliche Ölmühlen integrierbar sein. In dem bis Mitte 2020 laufenden Vorhaben wollen die Forscher die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Parameter im Pilotmaßstab bewerten.
Quelle: FNR

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14. Nov 2017 · News · Projekt

Wurzelarchitektur in Getreide

Dank der Bewilligung eines Projekts mit dem Titel „Mechanisms controlling root architecture in crop plants“ durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) wird es im kommenden Jahr möglich sein, auch die langjährige Kooperation der Professur für Pflanzenzüchtung der Uni Gießen (JLU) mit Partnern an der University of Queensland (UQ ) in Brisbane weiter zu intensivieren. In Voruntersuchungen hatten die Agrarwissenschaftler ein Gen identifiziert, das die Wurzelarchitektur in verschiedenen Getreidearten maßgeblich beeinflusst – und somit auch die Reaktion der Pflanze auf unterschiedliche Wasserverfügbarkeitsszenarien im Boden. Im Rahmen des jetzt bewilligten Projekts sollen mit Hilfe von Genomanalysen und detaillierten physiologischen Studien die genauen Mechanismen der Wurzelregulierung durch das Gen näher untersucht werden. Darüber hinaus wird die Nutzung verschiedener Wurzelformen in der Züchtung unterschiedlicher Getreidearten für Trockenstressstandorte in den Blick genommen. Das meldet die Uni Gießen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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14. Nov 2017 · News · Projekt

„NovAL“ will gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe in Algen aufspüren

Im Algentechnikum an der Hochschule Anhalt in Köthen werden Algen gezüchtet. Foto: Carola Griehl

Mikroalgen stellen eine vielversprechende, doch bisher unzureichend genutzte Quelle für die Produktion essentieller Nährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, dar. Um neue Algenarten und Verarbeitungstechnologien zu erschließen, wurde von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) gemeinsam mit den Universitäten Jena und Leipzig sowie der Hochschule Anhalt im Rahmen des Kompetenzclusters nutriCARD das Verbundprojekt "NovAL" initiiert, das nun startet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt drei Jahre lang mit 1,2 Millionen Euro. Denn von den geschätzt weltweit rund 400.000 bis 500.000 Algenarten sind erst 43.000 wissenschaftlich beschrieben. Industriell kultiviert werden bislang nicht mehr als 20 Arten. Koordiniert wird das Projekt von der Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Stangl von der MLU.
Quelle: MLU

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