Artikel zur Kategorie "Köpfe und Karrieren"


22. Jun 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Otto Hahn-Medaille für Photosynthese-forscherin der Chemie

Dr. Vera Krewald promovierte am MPI CEC in der Abteilung von Prof. Frank Neese. Foto und ©: Amac Garbe, MPG

Dr. Vera Krewald, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion, erhielt am 17. Juni im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in Berlin die Otto Hahn-Medaille für ihre herausragende Doktorarbeit auf dem Gebiet der theoretischen Chemie, die neue Einblicke in die strukturelle Grundlage der Wasseroxidation in der Photosynthese ermöglichte. Dr. Krewald beantwortete in ihrer Arbeit seit langem offene Fragen zur Elektronenstruktur des Katalysators, der diese Reaktion ermöglicht, womit ein weiterer Schritt zum Verständnis des molekularen Mechanismus der Spaltung von Wasser in Pflanzen, Algen und Cyanobakterien vollzogen wurde. Dieser Erfolg wurde durch die Berechnung unterschiedlichster spektroskopischer Parameter für verschiedene strukturelle Modelle des wasserspaltenden Katalysators und den direkten Vergleich mit experimentellen Daten möglich. Das meldet das MPI f. Chem. Energiekonversion heute beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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16. Jun 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Pionier der Pflanzen-Metabolomik erhält Stifterverbandspreis

Prof. Dr. Dr. h.c. Lothar Willmitzer. Foto: Lox, MPI f. molekulare Pflanzenphysiologie

Der enormen Vielfalt pflanzlicher Inhaltsstoffe hat sich Lothar Willmitzer gewidmet. Der Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam hat sich der Erforschung des Pflanzenstoffwechsels verschrieben und ist einer der Gründerväter des Metabolomik genannten Forschungsfeldes. Gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft zeichnet der Stifterverband Willmitzer nun mit dem mit 50.000 Euro dotierten Stifterverbandspreis 2015 aus. Willmitzer hat dabei nicht nur die Grundlagenforschung vorangetrieben, sondern auch mehrere Firmen gegründet, die seine Forschungsergebnisse erfolgreich weiter entwickeln. Ziel der Ausgründungen ist, Nutzpflanzen mit verbesserten Eigenschaften auszustatten, so dass sie beispielsweise mehr Nährstoffe besitzen oder höhere Erträge erbringen.
Quelle: MPI f. molekulare Pflanzenphysiologie

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09. Jun 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Preis für Entwicklung von Autoreifen aus Löwenzahnpflanzen

Aus Russischem Löwenzahn gewinnen Dr. Christian Schulze Gronover, Dr. Carla Recker und Prof. Dirk Prüfer Naturkautschuk zur Herstellung von Autoreifen (v.l.n.r). Foto: Dirk Mahler, Fraunhofer

In einem gemeinsamen Projekt haben der Reifenhersteller Continental, das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME) und das Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen (IBBP) der Universität Münster Autoreifen-Prototypen auf Basis von Löwenzahn-Kautschuk entwickelt und hergestellt. Für ihre Forschung am Russischen Löwenzahn (vgl. Meldung vom 28.4.2015) und die Entwicklung der Anwendung erhalten Dirk Prüfer und Christian Schulze Gronover (IME und IBBP) und Carla Recker (Continental) den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2015, im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Die drei Forschenden erhalten jeweils einen mit 50.000 Euro dotieren Preis. Das meldet das IME beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

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28. Mai 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Tiffany Knight erhält Humboldt-Professur für Biodiversitätsforschung

Neue Humboldt-Professorin: Tiffany Knight. Foto: André Künzelmann, UFZ

Bei Deutschlands höchstdotiertem internationalen Forschungspreis, der Alexander von Humboldt-Professur, waren die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit einer gemeinsamen Nominierung erfolgreich. Die US-Amerikanerin Tiffany Knight von der Washington University in St. Louis soll künftig die Biodiversitätsforschung in Mitteldeutschland verstärken. Die Humboldt-Stiftung stellt dafür fünf Millionen Euro für fünf Jahre zur Verfügung. Die Ernennung soll zum 1. September 2015 erfolgen. „Dass wir mit der Humboldt-Professur die junge und exzellente Wissenschaftlerin Tiffany Knight für Halle gewinnen konnten, ist wichtig für die Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunkts der Biodiversitätsforschung“, sagt Prof. Dr. Helge Bruelheide vom Institut für Biologie der MLU und einer der Direktoren des iDiv. Knight ist derzeit Associate Professor an der Washington University, im US-aermikanischen Saint Louis, und war in den vergangenen Monaten bereits als Gastwissenschaftlerin am iDiv tätig. Sie zählt zu den international renommiertesten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der biologischen Invasionen und der Biodiversitäts-Synthese, die mit großen Datenmengen arbeitet. Insbesondere befasst sie sich mit Interaktionen zwischen Pflanzen, Mikroorganismen, Bestäubern und pflanzenfressenden Tieren.
Quelle: MLU

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29. Mai 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Science Hero Preis 2015 für den Botaniker Axel Brennicke

Die Konferenz Biologischer Fachbereiche ehrt Dr. Axel Brennicke, Professor für Molekulare Botanik der Universität Ulm, mit dem Science Hero Preis 2015. Der Preis wird an Personen oder Organisationen in der biowissenschaftlichen Forschung und Lehre verliehen, die bürokratische Ausuferungen oder politische Absurditäten mit Humor bekämpft, standhaft ertragen, oder effizient vermieden haben. Er wird heute zum ersten mal an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) überreicht, die Gastgeberin der Delegiertenversammlung des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultätentages (MNFT) ist. Der Preisträger Axel Brennicke sei für sein unermüdliches Engagement deutschlandweit bekannt und somit des Preises würdig. Das berichtet der Mathematisch-Naturwissenschaftlicher Fakultätentag Deutschlands auf der Website des Informationsdienstes Wissenschaft (idw). Mit spitzer Feder habe er regelmäßig am Beispiel seiner Heimatuniversität die Absurditäten des deutschen Hochschulalltags im Laborjournal dargestellt. Die Konferenz Biologischer Fachbereiche nimmt die Preisverleihung zum Anlass, um fünf Visionen zu formulieren, wie eine ideale Forschungs- und Hochschullandschaft der Zukunft aussehen könnte.

Quellen: Uni Kiel und idw

zur den Glossen von Axel Brennicke im Laborjournal

07. Jul 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Advanced Grant für Potsdamer Pflanzenforscher Bock

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat die Liste der Spitzenforscher und der von ihnen vorgeschlagenen Projekte veröffentlicht, die mit einem „Advanced Grant“ gefördert werden. Der Pflanzenwissenschaftler Ralph Bock vom MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm erhielt den Zuschlag für sein Projekt mit dem Titel: „Reshuffling genes and genomes: from experimental evolution to synthetic biology in plants“. Er will die 2,5 Mio. Euro Forschungsgelder dafür einsetzen, eine neue Generation von Nutzpflanzen zu entwickeln. Die vom ERC vergebenen „Advanced Grants“ richten sich ausschließlich an exzellente Forscher zur Verwirklichung besonders vielversprechender und wegweisender Forschungsprojekte.

Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenohysiologie

Liste aller vom ERC geförderten Projekte (pdf)

10. Jul 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Sanktionen gegen Pflanzenforscher Olivier Voinett

Die ETH Zürich und das CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) haben ihre Untersuchung zu den Publikationen des Pflanzenwissenschaftlers Olivier Voinett (vgl. Meldung vom 17.3.2015) abgeschlossen. Dem erfolgreichen Forscher waren Manipulationen von Abbildungen in wissenschaftlichen Studien vorgeworfenen worden. Diese haben sich nun bestätigt, berichtet das Fachmagazin Nature. Allerdings sanktionieren die beiden Untersuchungskommissionen das Verhalten Voinetts unterschiedlich: Während das CNRS von absichtlich manipulierten Abbildungen spricht, ihr Ansehen beschädigt sieht und Voinett zwei Jahre lang keinen Zutritt mehr zu seinem CNRS-Labor gestattet, stellt sich die ETH hinter den Pflanzenforscher. Er habe Rohdaten vorlegen können, die seine Ergebnisse bestätigt hätten. Zwar wird empfohlen, fünf Paper in namhaften Journals (PLoS Pathogens, Science, PNAS, EMBO J, Plant Cell) zurückzuziehen und drei weitere (EMBO J, Nature Genetics, Science) korrigieren zu lassen. Die Eidgenössische Hochschule sanktioniert das Vorgehen des Forschers aber lediglich mit der Verpflichtung, in Zukunft ein elektronisches Laborbuch zu führen und Voinetts Forschung von einer externen Fachperson überwachen zu lassen. Das Magazin LabTimes stellt die Ergebnisse zusammen und berichtet in seiner Online-Ausgabe über die Reaktionen der Forschungscommunity.

mehr bei Nature

mehr beim CNRS

mehr bei der ETH

ganzer Untersuchungsbericht der ETH (pdf)

der Fall Voinett bei LabTimes

10. Dez 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Erfolgreicher Wirkstoff-Fahnder

Der Jenaer Naturstoff-Forscher Prof. Dr. Christian Hertweck erhält den Leibniz-Preis 2015. Foto: Jan-Peter Kasper, FSU Jena

Prof. Dr. Christian Hertweck ist einer der acht Preisträger, die den mit jeweils 2,5 Mio. Euro dotierten Gottfried Willhelm Leibniz-Preis erhalten werden, wie die DFG bekannt gab. Der Naturstoff-Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) fand heraus, dass auch symbiotische Bakterien, die im Inneren von Pilzzellen leben, Stoffe abgeben können, die für Pflanzen giftig sind. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass diese nur von Pilzen stammen können. Er entdeckte dies z. B. am Reisfäule-verursachenden Pilz Rhizopus microsporus, der endosymbiotische Bakterien der Gattung Burkholderia enthält, die für die Bildung des Giftes Rhizoxin gegen die Reispflanzen verantwortlich sind. Ein anderes zentrales Forschungsergebnis des 45jährigen und seines Teams war die Entdeckung einer neuen Antibiotika-Familie bei Bakterien, die nur in Sauerstoff-freier Umgebung gedeihen können. Bislang nahm die Fachwelt an, dass solche Bakterien aus Energiemangel nur unbedingt lebensnotwendige Substanzen produzieren. Mit dem neu entdeckten Wirkstoff Closthioamid wurde dieses Dogma widerlegt. Hertweck wird die Auszeichnung am 3. März 2015 überreicht werden.

Quellen: Uni Jena

alle acht Preisträger der DFG

26. Mär 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Preis für Gießener Nachwuchsforscherin auf Gebiet der Pflanzenzüchtung

Dr. Eva Herzog erhält den Kurt-von-Rümker Preis 2015 vom amtierenden Präsidenten der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ) Prof. Dr. Christian Jung, Uni Kiel

Auf den 4. Quedlinburger Pflanzenzüchtungstagen, die am Julius Kühn-Institut (JKI) stattfanden, ist der Kurt-von-Rümker-Preis der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ) an Dr. Eva Herzog aus Gießen verliehen worden. Die Nachwuchswissenschaftlerin, die ihre Promotion am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II der Justus-Liebig-Universität bei Prof. Dr. Matthias Frisch anfertigte, setzte sich mit ihrem Vortrag „Computersimulationen zur Optimierung der markergestützten Rückkreuzung mit Hochdurchsatzmarkersystemen“ bei den diesjährigen Kurt-von-Rümker-Vorträgen gegen 11 Mitbewerber aus 9 deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch. Der Preis, der seit 1985 zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Pflanzenzüchtung verliehen wird, ist mit 1.000 Euro dotiert.
Quelle: JKI

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17. Mär 2015 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Grant für Greb und Projekt Wachstum pflanzlicher Zellen und Zellwände

Der Pflanzenbiologe Dr. Thomas Greb von der Universität Heidelberg erhält einen ERC Consolidator Grant der EU. Die Förderung für herausragende Forschungstalente ermöglicht es dem Wissenschaftler über einen Zeitraum von fünf Jahren die Vorgänge in Zellen und Zellwänden beim Wachstum von Pflanzen zu analysieren. Für das Projekt „PLANTSTEMS: Decoding the Lateral Expansion of Plant Stems“ stehen Dr. Greb, der am Centre for Organismal Studies (COS) forscht und lehrt, Fördermittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro zur Verfügung.
Quelle: Uni Heidelberg

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20. Mär 2015 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Consolidator Grant für Falter-Braun und Projekt wie Pflanzen ungünstiger Umwelt trotzen

Dr. Pascal Falter-Braun vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der TU München (TUM) erhält einen ERC Consolidator Grant für sein Projekt „StressNetAdapt“. In seinen Arbeiten befasst sich der Wissenschaftler mit den komplexen Signalwegen und Proteinnetzwerken in pflanzlichen Zellen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels erforscht er grundsätzliche Strategien, die es Pflanzen erlauben trotz ungünstiger Umweltbedingungen zu wachsen - zum Beispiel bei Wassermangel oder hohem Salzgehalt im Boden. Diese Eigenschaften sind vor allem angesichts der Zunahme von Dürreperioden und damit einhergehenden Ernteausfällen von vorrangiger Bedeutung. In seinem Projekt untersucht Falter-Braun vier nah verwandte Arten der Familie von Kreuzblütlern. Er will herausfinden, wie sich die molekularen Netzwerke von stresstoleranten Pflanzen von denen ihrer stressempfindlichen Verwandten unterscheiden. Diese Erkenntnisse können langfristig dazu beitragen, die landwirtschaftlichen Erträge in Trockenperioden oder auf Böden mit hohem Salzgehalt zu verbessern.
Quelle: TUM

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23. Jul 2015 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Advanced Grant für Endosymbioseforscher

Die Europäische Union wird den Evolutionsbiologen Prof. Dr. William Martin in den kommenden fünf Jahren mit rund 2,5 Millionen Euro fördern. Mit dem Advanced Grant des European Research Council (ERC) will Martin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) die Evolutionsprozesse von Pro- und Eukaryonten untersuchen und klären, wie und wo die allerersten Zellen gelebt und wovon sie sich ernährt haben. Außerdem will er untersuchen, welche Rolle die Symbiose bei der Entstehung komplexen Lebens spielte. Bekannt ist, dass Mitochondrien und Plastiden – in denen in Pflanzen die Photosynthese geschieht – ursprünglich eingewanderte Bakterien waren. Mit neuen Verfahren der evolutionären Genomanalyse will Prof. Martin klären, ob während der Evolution ähnliche Gentransfer-Ereignisse von anderen Bakterien auf Eukaryoten stattgefunden haben, oder ob die Natur die genetischen Grenzen zwischen den Prokaryoten und den Eukaryoten respektiert.
Quelle: HHU

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20. Okt 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Analyse der Pflanzenvielfalt auf Inseln

Für seine mit „summa cum laude“ bewertete Promotion ist Patrick Weigelt mit dem mit 5.000 Euro dotierten Dissertationspreis der AKB-Stiftung des Universitätsbundes Göttingen ausgezeichnet worden. Weigelt hat mit seiner Dissertation The Macroecology of Island Floras die erste globale Synthese zur Biodiversität von Pflanzen auf Inseln vorgelegt. Er untersuchte, wie Klima, Größe, Isolation und Geologie von Inseln Diversität und Artenreichtum beeinflussen und die räumliche Verteilung von Biodiversität steuern. Unter anderem zeigte er, dass die räumliche Anordnung von Inseln zueinander die Diversität und Struktur von Lebensgemeinschaften beeinflusst. Für seine Analysen baute Weigelt Datenbanken zu hunderten Inselfloren auf und entwickelte neue Methoden, um diese Daten zu zehntausenden Arten und ihren Verwandtschaftsbeziehungen in Verbindung mit großen Geodatenbanken auszuwerten. „Diese Verfahren sind wegweisend für die Analyse globaler Biodiversitätsdaten“, so Prof. Dr. Holger Kreft, der die Doktorarbeit betreute. Patrick Weigelt studierte Ökologie an den Universitäten Braunschweig, Göttingen und Turku. Seit 2010 forscht er in der Free Floater-Nachwuchsgruppe Biodiversität, Makroökologie und Biogeographie der Uni Göttingen.
Quelle: Uni Göttingen

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17. Okt 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Gruber-Preis für Genetik für einen Pflanzenforscher, einen Gentiker und einen Mediziner

Der mit 500.000 US-Dollar dotierte Gruber Genetics Prize geht an den Mediziner Prof. Victor Ambros von der University of Massachusetts Medical School, den Pflanzenwissenschaftler Prof. David Baulcombe von der University of Cambridge sowie an den Genetiker Prof. Gary Ruvkun von der Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School. Mit dem Preis werden sie für ihre Pionierarbeiten über die Existenz und Funktion von microRNAs und small interfering RNAs ausgezeichnet, Moleküle die die Genexperssion regulieren. Das meldet die verleihende Peter and Patricia Gruber Foundation.

Quelle: Gruber Foundation (engl. pdf)

zum Portrait des Pflanzenforschers David Blaucombe

08. Okt 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Chemie-Nobelpreis geht an Mikroskopie-Pionier Stefan Hell

Im Chemie-Nobelpreis 2014 steckt viel Biotechnologie – und er geht unter anderem an einen deutschen Forscher: Stefan Hell, Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, teilt sich die Auszeichnung mit den US-Forschern Eric Betzig und William Moerner. Die drei Forscher haben die hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie entwickelt. Sie markierten biologische Moleküle mit Farbstoffen und brachten sie mit raffinierten Verfahren zum Leuchten. Damit wurde es möglich, lichtmikroskopische Auflösungen im Nanometerbereich zu erzielen und eine physikalische Grenze zu umgehen. Mit der "Nanoskopie" lässt sich das Zusammenspiel der Moleküle in lebenden Zellen und Geweben studieren, etwa in der virologischen und neurobiologischen Forschung, berichtet das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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10. Okt 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Verstärkung aus Australien für die Gießener Pflanzenzüchtung

Dr. Annaliese Mason, Foto: privat

Die Professur für Pflanzenzüchtung der Justus-Liebig-Universität Gießen bekommt Verstärkung: Ab 2015 erhält die australische Biologin Dr. Annaliese Mason eine fünfjährige Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von 1,3 Millionen Euro, um eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe zur Erforschung der Entstehung von so genannten Arthybriden zu gründen. Zusammen mit Prof. Dr. Rod Snowdon und dessen Team werden Dr. Mason und ihre Arbeitsgruppe die genetische Kontrolle des Artbildungsprozesses mit Hilfe modernster Genom-Analysetechniken eingehend untersuchen.
Quelle: Uni Gießen

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15. Sep 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Hengstberger-Preis für eigene Symposien der Nachwuchskräfte

Mit dem Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis werden auch in diesem Jahr wieder hervorragende Wissenschaftler-Teams der Universität Heidelberg ausgezeichnet. Unter ihnen auch die Pflanzenforscher Dr. Guido Grossmann und Dr. Sebastian Wolf. Sie wollen ein Symposium ausrichten, das sich mit den Mechanismen befasst, mit deren Hilfe Pflanzen Informationen über ihre Umwelt sammeln und diese in ihre Entwicklung integrieren. Dabei geht es zum Beispiel um die Verfügbarkeit von Licht und Wasser oder die Anwesenheit von Schädlingen. Die Ergebnisse und Empfehlungen des Symposiums „Interaktion zwischen Pflanze und Umwelt“ sollen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich gemacht werden. Die Veranstaltung im Mai 2015 wird Experten der Umweltforschung, der Molekular- und Entwicklungsbiologie und der Technologieentwicklung zusammenführen.
Quelle: Uni Heidelberg

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15. Sep 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Humboldt-Professorin für die Universität Tübingen

Professorin Marja Timmermans, die nun eine Alexander von Humboldt-Professur erhält. Foto: Friedhelm Albrecht, Uni Tübingen

Mit Deutschlands höchstdotiertem internationalen Forschungspreis kann die Pflanzengenetikerin Professorin Marja Timmermans, die derzeit am US-amerikanischen Cold Spring Harbor Laboratory forscht, 2015 nach Tübingen an das Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen geholt werden. Die Entwicklung des Blattes ist das Spezialgebiet der Pflanzengenetikerin Timmermans. Sie beantwortet etwa Fragen: Wie bilden Pflanzen kontinuierlich Blätter an ihren Stängeln? Woher kommen die Unterschiede zwischen Ober- und Unterseite? Die Genetikerin steht für mehrere international beachtete Entdeckungen, ihre Methoden werden in Laboren weltweit angewendet. So gelang es Timmermans etwa, den Blattbildungsmechanismus und dabei die Rolle mobiler RNA-Moleküle zu erklären.
Quelle: Uni Tübingen

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17. Sep 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Lupinen-Forscher für den Deutschen Zukunftspreis nominiert

Die weißblühende Blaue Süßlupine kann wichtige Proteine und Ballaststoffe für Lebensmittel liefern. © Fraunhofer

Lupinen können einen wichtigen Grundstoff für unsere Nahrung sein. Forschenden gelang es, die Samen so aufzubereiten, dass man daraus proteinreiche Zutaten für Lebensmittel erzeugen kann – ohne unangenehmen Eigengeschmack. Für diese Arbeiten sind die Forschenden Stephanie Mittermaier und Peter Eisner vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV sowie Katrin Petersen von der Prolupin GmbH heute für den Deutschen Zukunftspreis 2014 nominiert worden.
Quelle: Fraunhofer

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27. Jul 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Wie Pflanzen heilen

Dr. Andreas Koeberle. Foto: Jan-Peter Kasper, FSU

Der Pharmazeut Dr. Andreas Koeberle von der Friedrich Schiller Universiät Jena (FSU) wird von der Global Research Initiative der Firma Bionorica mit 50.000 Euro unterstützt. Damit will der Nachwuchswissenschaftler herausfinden, welche Wirkung die aus Pflanzen gewonnenen Phytopharmaka im Körper hervorrufen und wo genau einzelne Substanzen in den Stoffwechsel eingreifen. Konkret plant der Forscher mit dem Preisgeld den Einfluss pflanzlicher Arzneimittel auf sogenannte bioaktive Lipidnetzwerke in den Immunzellen zu untersuchen.
Quelle: Uni Jena

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18. Jul 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Hochdotierte Förderung für den Heidelberger Pflanzenforscher Alexis Maizel

Der Biologe Dr. Alexis Maizel, Nachwuchsgruppenleiter im Exzellenzcluster CellNetworks der Universität Heidelberg, wird durch die Boehringer Ingelheim Stiftung gefördert. Der Wissenschaftler wurde in das Perspektiven-Programm „Plus 3“ der Stiftung aufgenommen und erhält damit über einen Zeitraum von drei Jahren Fördermittel in Höhe von bis zu 900.000 Euro. Unterstützt werden damit vom kommenden Jahr an seine Arbeiten zu den Grundlagen der „plastischen“ Entwicklung und Ausformung pflanzlicher Zellen, die Dr. Maizel am Centre for Organismal Studies (COS) der Ruperto Carola durchführt.
Quelle: Uni Heidelberg

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01. Jul 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Neue und wiedergewählte Mitglieder im Senat der DFG

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am Mittwoch, dem 1. Juli 2015, auf ihrer Sitzung im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Bochum sechs neue Mitglieder in den Senat der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland gewählt. Der Senat ist das zentrale wissenschaftliche Gremium, in dem über alle Angelegenheiten der DFG von wesentlicher Bedeutung beraten und beschlossen wird. Für den Bereich Agrarwissenschaften wurden für zunächst eine erste Amtsperiode Professorin Dr. Chris-Carolin Schön von der TU München in den Senat der DFG gewählt. Von den vier Mitgliedern des Senats, die für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt wurden, besetzt Professor Dr. Ekkehard Neuhaus von der TU Kaiserslautern den Platz für die Pflanzenwissenschaften.
Quelle: DFG

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06. Feb 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Preis für Simulation der Evolution von C3- und C4-Stoffwechsel

Dr. David Heckmann erhielt eine Auszeichnung für seine Promotionsschrift Mathematical modelling of metabolism applied to the evolution of photosynthesis. Foto: HHU

Der Bioinformatiker David Heckmann entwickelte in seiner Doktorarbeit Computermodelle, mit denen er die Evolution von Pflanzen simulierte, die C3- oder C4-Photosynthese betreiben. Dafür erhielt er jetzt von der Mathematisch-Naturwissenschaft­lichen Fakultät seiner Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) den Preis für die beste Dissertation des Jahres 2014. Am Computermodell zeigte er, dass im Laufe der Evolution die Fitness von Pflanzen zunimmt, etwa durch effizientere Stoffwechselmechanismen. Diese evolutiven Wege können möglicherweise auch künstlich beschleunigt werden, um Pflanzen schneller an geänderte Umweltbedingungen anzupassen, wie er im Fachjournal Cell beschrieb. Für diese Veröffentlichung hatte Heckmann im vergangenen Jahr bereits den Preis „Best Paper“ der Wilhelm Pfeffer-Stiftung erhalten. Dr. David Heckmann hat seine Promotionsarbeit im Rahmen von des Graduiertenprogramms iGRAD-Plant am Lehrstuhl für Bioinformatik bei Prof. Dr. Martin erstellt.
Quelle: HHU

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26. Jan 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Formel für Brokkoli-Ernte

Brokkoli gilt als unberechenbar. Verlässliche Einschätzungen, wann das grüne Gemüse reif für den Kochtopf ist, sind bislang gescheitert. Das könnte sich jetzt ändern. Ein Forscherteam der Leibniz Universität Hannover hat herausgefunden, wie sich der Erntezeitpunkt verlässlich berechnen lässt. Die Erkenntnisse können Einsparungen beim Anbau ermöglichen. Für seine Erkenntnisse zur optimalen Zeitpunkt der Brokkoli-Ernte ist der Doktorand Karsten Zutz jetzt mit dem Grow Award ausgezeichnet worden, dem mit 5.000 Euro höchst dotierten wissenschaftlichen Innovationspreis im Gartenbau.
Quelle: Uni Hannover

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27. Jan 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Forstwissenschaftler erhält Heisenberg-Stipendium

David Forrester kam von Australien als Humboldt-Stipendiat an die Universität Freiburg. Foto: privat

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Dr. David Forrester von der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg in ihr Heisenberg-Programm aufgenommen. Es läuft über drei Jahre mit einer Fördersumme von circa 170.000 Euro. Das Stipendium ist das höchstrangige Instrument der DFG zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Seit 2009 arbeitet Forrester bei Prof. Dr. Jürgen Bauhus an der Professur für Waldbau. Er untersucht, wie sich die biologische Vielfalt, insbesondere die Mischung von Baumarten, unter bestimmten Bedingungen des Klimas und des Bodens auf die Funktionen von Ökosystemen auswirkt.
Quelle: Uni Freiburg

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14. Jan 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenwissen-schaftlerin erhält FEBS | EMBO Preis

Caroline Dean, Foto: John Innes Centre Norwich, UK

Die Pflanzenwissenschaftlerin Caroline Dean vom John Innes Centre im irischen Norwich erhält den diesjährigen Preis für herausragende Wissenschaftlerinnen, den die Federation of European Biochemical Societies (FEBS) und die European Molecular Biology Organization (EMBO) gemeinsam vergeben. Dieser mit 10.000 Euro dotierte Preis zeichnet die Biologin für ihre Arbeiten über die Auswirkungen der Temperatur auf das Timing und die Dauer der Blüte in höheren Pflanzen aus.
Quelle: EMBO

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07. Apr 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Millionenförderung für Kölner Forschung

Die Pflanzenwissenschaftlerin Prof. Dr. Juliette de Meaux ist eine von drei Personen an der Uni Köln, die einen der begehrten Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats ergattert hat. In ihrem Projekt „AdaptoSCOPE“ befasst sie sich mit der molekularen Grundlage der Darwinschen Evolutionstheorie und erforscht Fragen der klimatischen Anpassung bei der Modellpflanze Arabidopsis thaliana. Das Projekt will zeigen, wie die molekularen Strukturen dieser Pflanzen durch die Akkumulation von Mutationen optimiert werden. Dazu wird sie in den kommenden fünf Jahren mit bis zu 2,75 Millionen Euro unterstützt.
Quelle: Uni Köln

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17. Jun 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Gruber Genetics Prize für einen Pflanzenforscher

Der mit 500.000 US-Dollar dotierte Gruber Genetics Prize 2014 wird an David Baulcombe, PhD, Professor für Botanik an der University of Cambridge; an Victor Ambros, PhD, Professor für Molekularmedizin an der University of Massachusetts Medical School sowie an Gary Ruvkun, PhD., Professor für Genetik an der Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School vergeben. Sie werden damit für ihre Pionierarbeiten über die Existenz und die Funktion von microRNA und small interfering RNAs ausgezeichnet, Molekülen, die eine wichtige Rolle in der Genexpression spielen. Der Preis zeichnet Forschende aus den Disziplinen Kosmologie, Genetik und Neurowissenschaften aus; die dahinter stehende Stiftung hat ihren Sitz nun an der Yale Universität.

Quellen: Yale University

Department of Plant Sciences, Univ. of Cambridge

18. Jun 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Medal of Excellence für Peter H. Raven

Die US-amerikanische Arboretum-Gesellschaft verleiht ihre Exzellenzmedaille an Peter H. Raven. Raven, seit 1992 Ehrenmitglied der DBG, war Präsident des Missouri Botanical Gardens und soll die Auszeichnung für sein Engagement erhalten, mit dem er die breite Öffentlichkeit für den Naturschutz und den Erhalt der Biodiversität gewann. Das meldet das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture, USDA).
Quelle: USDA

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18. Jun 2014 · News · Köpfe und Karrieren

World Food Prize für Pflanzenforscher Sanjaya Rajaram

Der Pflanzenwissenschaftler Dr. Sanjaya Rajaram wird den World Food Prize 2014 für seine Forschung erhalten, mit der er zu einer substanziellen Steigerung der Weizenernten beigetragen hat, die dadurch um mehr als 200 Millionen Tonnen stieg.

Quellen: World Food Prize Organization

Forscher-Portrait (engl.)

26. Mai 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Erste Linné-Medaille seit 83 Jahren für deutschen Botaniker

Prof. Dr. H. Walter Lack, Leiter der Abteilung Wissenskommunikation am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem und Professor an der Freien Universität Berlin, erhält für sein wissenschaftliches Lebenswerk die höchste Auszeichnung der Linnean Society of London. Die Linnean Medal wurde am 23. Mai 2014 in London verliehen, dem Geburtstag des schwedischen Naturforschers Carl von Linné. Seit 1888 vergibt Gesellschaft weltweit einmal im Jahr die Linné-Medaille an einen Botaniker und / oder einen Zoologen für dessen Lebenswerk. Bisher ging diese Auszeichnung lediglich ein einziges Mal nach Berlin, an den Botaniker Adolf Engler im Jahre 1913. Der letzte Empfänger aus dem Bereich der Botanik in Deutschland war Karl Ritter von Goebel im Jahre 1931, meldet die Freie Universität Berlin.
Quelle: Uni Berlin

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30. Mai 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Neue Professorin für Molekulare Interaktionsökologie ernannt

Prof. Dr. Nicole van Dam von der Uni Jena erforscht den chemischen Austausch zwischen Pflanzen und ihren Fressfeinden. Foto: Tobias Wagner, iDiv

Prof. Dr. Nicole van Dam wurde von der Uni Jena zur Lehrstuhlinhaberin für Molekulare Interaktionsökologie der Universität Jena ernannt. Im Fokus der „Lauschaktionen“ im Boden der frisch berufenen Professorin steht der Austausch zwischen Pflanzen und ihren Fressfeinden. „Es gibt zahlreiche chemische Selbstverteidigungsstrategien von Pflanzen“, erläutert die Forscherin. Doch während die meisten ihrer Fachkollegen vor allem das oberirdische Zusammenspiel unterschiedlicher Organismen unter die Lupe nehmen, interessiert sich van Dam auch für das, was im Dunkeln unter der Erdoberfläche passiert. Ihr Uni-Lehrstuhl ist im neuen Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) angesiedelt, das von den Unis in Leipzig, Halle und Jena mit ihren Partnereinrichtungen gemeinsam getragen wird und seinen Sitz in Leipzig hat.
Quelle: Uni Jena

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13. Mai 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Leopoldina-Mitglieder erhalten ihre Urkunden

Im Rahmen des jährlichen Symposiums der Leopoldina-Klasse II Lebenswissenschaften erhalten am Donnerstag, 22. Mai, hochrangige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre Mitgliedsurkunden aus den Händen des Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Professor Jörg Hacker. Unter ihnen die Chemie-Nobelpreisträgerin Ada Yonath sowie Ian T. Baldwin vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Jena, Christian Jung vom Kieler Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Rainer Matyssek, Pflanzenforscher der TU München, Jane Parker vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln, Ingo Schubert vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben und Peter Westhoff vom Düsseldorfer Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen.  
Quelle: Leopoldina

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14. Sep 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Faszination für das Immunsystem grüner Pflanzen

Pflanzenwissenschaftler Professor Dr. Daniel Klessig. Foto: Kent Loeffler

Der international renommierte Pflanzenforscher Professor Daniel Klessig von der Cornell University in den USA wird in den nächsten Jahren jeweils für einige Zeit im Jahr an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) forschen und lehren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Aufenthalt als Mercator-Fellow. An der JLU kooperiert Professor Klessig eng mit der Abteilung für Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz und ist eingebunden in die dortigen Forschungsvorhaben. Professor Karl-Heinz Kogel, Leiter der Abteilung und derzeit Geschäftsführender Direktor des Instituts für Phytopathologie am Fachbereich 09 – Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement, koordiniert dort die molekularbiologischen und biotechnologischen Arbeiten an Pflanzen. Die beteiligten Forscherteams untersuchen, wie Pflanzen auf natürliche Art hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Schadorganismen entwickeln.
Quelle: JLU

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18. Sep 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzengenetikerin wird Vizepräsidentin der Leopoldina

Am Vortag der Eröffnung der Jahresversammlung der Wissenschaftsakademie Leopoldina, am 17. September 2015, wählte der Senat der Leopoldina eine neue Vizepräsidentin. Die Pflanzengenetikerin Prof. Dr. Ulla Bonas, Professorin an der Universität Halle-Wittenberg, ist nun eine der vier Vizepräsidenten der Leopoldina. Bonas forscht zu den Wechselwirkungen zwischen pathogenen Bakterien und Pflanzen und hatte im Dezember 2010 den Leibniz-Preis erhalten. Ihre Arbeiten haben maßgeblich zum Verständnis von Pflanzen-Mikroben-Interaktionen beigetragen und könnten neuartige Therapie- und Pflanzenschutzkonzepte hervorbringen. DBG-Mitglied Bonas folgt auf die Mikrobiologin Prof. Dr. Bärbel Friedrich.
Quelle: Leopoldina

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23. Sep 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Auszeichnung für Forschung und Studiengang

Prof. Dr. Andreas von Tiedemann (links) und IAPPS-Präsident Prof. Dr. Geoff Norton. Foto: Uni Göttingen

Der Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Andreas von Tiedemann von der Universität Göttingen ist einer der Preisträger des International Plant Protection Award of Distinction (IPPAD). Er erhielt die Auszeichnung für seine Forschung sowie die Einrichtung des internationalen Masterprogramms „Crop Protection“ an der Universität Göttingen. Seine Forschung trägt nach Ansicht des IAPPS-Präsidiums zu einem besseren Verständnis der Mechanismen von Infektionen an Nutzpflanzen bei.
Quelle: Uni Göttingen

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05. Okt 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Medizin-Nobelpreis für Malariawirkstoff aus Pflanzen

Der Nobelpreis in Medizin geht dieses Jahr an drei Forschende, die Wirkstoffe gegen Krankheiten untersuchten, die durch Parasiten hervorgerufen werden. Eine von ihnen ist Youyou Tu. Die chinesische Forscherin erarbeitete die Grundlagen, wie die aus dem Beifuß Artemisia annua gewonnene Substanz Artemisinin gegen Malaria wirkt. Tu ist die zwölfte Frau, die den Medizinnobelpreis erhält, und sie wird das halbe Preisgeld von acht Millionen schwedischer Kronen (850.000 Euro) erhalten, meldet das Lindauer Treffen der Nobelpreisträger auf seiner Website. Die beiden anderen Nobelpreisträger, Satoshi Omuras und William C. Campbell, erzielten wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung von Arzneien gegen Flußblindheit und Elephantiasis.

mehr bei der Lindauer Treffen der Nobelpreisträger

und beim Nobelpreis-Komitee am Karolinska-Institut

07. Okt 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Chemie-Nobelpreis für die Entdecker des DNA-Reparatursets

Einmal mehr geht der Chemie-Nobelpreis an Wissenschaftler, die das Erbmolekül DNA näher erforscht haben: Die Molekularbiologen Tomas Lindahl (Schweden), Paul Modrich und Aziz Sancar (beide USA) teilen sich 2015 die renommierte Auszeichnung. Sie sind dem molekularen Werkzeugkasten der DNA-Reparatur auf die Spur gekommen: Enzyme, die in Zellen fortwährend auftauchende Schäden korrigieren und die DNA in Schuss halten. Ihre bahnbrechenden Erkenntnisse, viele davon gewonnen in den 1970er Jahren, sind nicht nur fester Bestandteil der Genetik-Lehrbücher. Es gibt bereits Antikrebstherapien, die am Reparatursystem von Tumorzellen angreifen, schreibt das Portal Biotechnologie.
Quelle: Biotechnologie.de

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08. Okt 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Algenforscher in Kommission für Antarktisforschung berufen

Der Sprecher der Sektion Phykologie der DBG, Prof. Dr. Ulf Karsten vom Institut für Biowissenschaften an der Universität Rostock, wurde für drei Jahre zum ständigen Mitglied der Kommission wissenschaftlicher Sachverständiger zur Beurteilung von Forschungstätigkeiten in der Antarktis berufen. Der Algenforscher und Polarforscher hat nun mit den anderen Mitgliedern der unabhängigen Kommission die Aufgabe, Tätigkeiten der wissenschaftlichen Forschung sowie zu ihrer Vorbereitung oder Durchführung dienende Tätigkeiten in der Antarktis bezüglich möglicher Gefährdungen der Umwelt zu beurteilen und das Umweltbundesamt diesbezüglich zu beraten.
Quelle: Uni Rostock

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19. Nov 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Rotierende Pflanzen zur Stadtbegrünung ausgezeichnet

Mit ihrer Geschäftsidee, wie Pflanzen mittels Rotation waagrecht wachsen, erzielte Dr. Alina Schick vom Institut für Kulturpflanzenwissenschaften der Uni Hohenheim den ersten Platz unter den in Stuttgart eingereichten Vorschlägen. Dazu hatte sie einen "GraviPlant“ genannten Rotor entwickelt, der auf der Basis sogenannter Klinostate in Form eines drehenden Pflanzentopfes beruht. Er enthält ein Langzeitversorgungssystem für Pflanzen, das technische und botanische Komponenten vereint. Damit will die Preisträgerin die vertikale Raumbegrünung vorantreiben, beispielsweise für die Stadt- und insbesondere für die Fassadenbegrünung. Mit der Auszeichnung beim Ideenwettbewerb PUSH! Campus Challenge ergatterte sie eine Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart GmbH (WRS), nachdem sie dafür bereits eine EXIST-Gründerförderung erworben hatte.
Quelle: Uni Hohenheim

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10. Dez 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Leibniz-Preis für Emmanuelle Charpentier

Professorin Dr. Emmanuelle Charpentier, die nun am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin forscht, hat einen der zehn renommierten Leibniz-Preise der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Sie hat die völlig neuartige Methode der gezielten Genom-Modifikation mitentdeckt, das CRISPR-Cas-System. Dieses aus Bakterien stammende Abwehrsystem gegenüber Phagen kann auch als Schneidewerkzeug benutzt werden, mit dem sich ein Genom an jeder Stelle und mit hoher Effizienz und Sicherheit modifizieren lässt. Der Leibniz-Preis ist mit je 2,5 Millionen Euro dotiert und soll die kommende Forschungsarbeiten der Preistragenden unterstützen.
Quelle: DFG

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09. Dez 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Andreas Weber zum Leopoldina-Mitglied gewählt

Prof. Dr. Andreas Weber vom Institut für Biochemie der Pflanzen der Uni Düsseldorf wurde zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt. Foto: Jörg Reich, HHU

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina wählte kürzlich den Düsseldorfer Biologen Professor Dr. Andreas Weber zu ihrem Mitglied. Weber leitet das Institut für Biochemie der Pflanzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und ist Sprecher der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie der DBG.
Quelle: HHU

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17. Dez 2015 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Grant für Molekularbiologie der Gerstenähren

PD Dr. Thorsten Schnurbusch wird die Entwicklung von Gerstenähren analysieren. Foto: IPK

Der Wissenschaftler PD Dr. Thorsten Schnurbusch vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (IPK) erhält einen ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) für exzellente Nachwuchswissenschaftler. Überzeugt hat er das internationale Begutachtungspanel in Brüssel mit einem Forschungsprojekt zur Entwicklungsanalyse von Getreideähren bei Gerste auf molekularer Ebene. Ein besseres Verständnis dieses bisher kaum erforschten Prozesses eröffnet neue Ansätze zur Ertragssteigerung, meldet das Institut. Der Forscher erhält eine Fördersumme von zwei Millionen Euro für die Dauer von fünf Jahren.
Quelle: IKP (pdf-Datei)

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23. Dez 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Vielzitierte Pflanzenforscher

Der US-Medienkonzern Thomson Reuters nennt in seiner im September veröffentlichten und bis Mitte Dezember offenen Liste „Highly Cited Researchers“ mehrere deutsche, österreichische und schweizer Pflanzenwissenschaftler, die zu den weltweit am häufigsten zitierten Forscher zählen. Dieses Jahr sind auf der Liste der Pflanzenforschenden mehrere Mitglieder der DBG genannt, wie auch deren Präsident, Professor Karl-Josef Dietz von der Universität Bielefeld. Außerdem sind dort (in alphabetischer Reihenfolge) gelistet: Ian T Baldwin, Thomas Boller, George Coupland, Alisdair R Fernie, Jiri Friml, Jonathan Gershenzon, Wilhelm Gruissem, Beat Keller, Joachim Kopka, Ute Kraemer, Joerg Kudla, Brigitte Mauch-Mani, Enrico Martinoia, Ralph Panstruga, Jane E Parker, Martin Parniske, Wolf-Ruediger Scheible, Paul Schulze-Lefert, Joachim Selbig, York-Dieter Stierhof, Mark Stitt, Takayuki Tohge, Detlef Weigel, Bernd Weisshaar und Bjoern Usadel. Die Zitationshäufigkeit gilt als Messgröße für die wissenschaftliche Qualität der von ihnen geleisteten Arbeiten.
Quelle: HighlyCited

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17. Jan 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Georg Forster-Forschungspreis für Agrarwissenschaftler

Prof. Ismail Cakmak. Foto: Uni Göttingen

Prof. Dr. Ismail Cakmak von der Sabanci Universität in Istanbul hat den mit 60.000 Euro dotierten Georg Forster-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Der Agrarwissenschaftler aus der Türkei verbindet in seinem Fach Pflanzenernährung und Pflanzenphysiologie die Grundlagenforschung mit der Anwendungsforschung. Er arbeitet seit Beginn des Jahres an der Universität Göttingen am Department für Nutzpflanzenwissenschaften sowie am Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN).
Quelle: Uni Göttingen

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14. Mär 2014 · News · Köpfe und Karrieren

90 und kein bisschen leise – DBG Ehrenmitglied ist weiterhin aktiv

Er wird am 19. März 90 Jahre alt, schaut auf bewegte Zeiten zurück und ist weiterhin aktiv: Prof. Karl Esser gehört zur sogenannten Gummistiefel-Generation von Professoren, die 1963 an die Ruhr-Uni Bochum (RUB) berufen wurden. Er war der erste Professor der RUB, der in Bochum seine Tätigkeit aufnahm – vor genau 50 Jahren, 1964, in einem Provisorium auf dem Universitätsgelände im Lottental. Ab 1967 war Esser als Direktor für die Gründung und den Aufbau des Botanischen Gartens verantwortlich. Im Jahr 1996 wurde Esser wegen seiner Forschungsergebnisse und Lehrbücher zum Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) ernannt.

mehr in der Pressemitteilung der RUB

zum Portrait des DBG-Ehrenmitglieds Esser

zu allen Ehrenmitgliedern der DBG

20. Mär 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Auszeichnung an Pflanzen-Immunologen Uwe Conrath

Mit dem Wissenschaftspreis der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V. ist Professor Uwe Conrath für seine wegweisenden, wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet worden. Den erstmals verliehenen Preis stiftete die Gesellschaft aus Anlass ihres 85jährigen Bestehens. Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Uwe Conrath - seit 2004 Professor für Biochemie und Molekularbiologie der Pflanzen der RWTH Aachen - erforscht das Abwehrsystem von Pflanzen. Er und sein Team untersuchen, wie es Pflanzen schaffen, ihre Abwehrreaktionen schneller zu aktivieren, als Pflanzen, die krank werden. Dabei spielt ein als „Priming“ bezeichneter Mechanismus eine wichtige Rolle, bei dessen Aufklärung Conrath Pionierarbeiten geleistet hat. Für diese wurde er nun ausgezeichnet.
Quelle: RWTH

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23. Mär 2014 · News · Köpfe und Karrieren

TTN-Essay-Preis: „Natur verbessern“ – Grüne Biotechnologie im Zeitalter des Anthropozäns

Das Thema des im Jahr 2013 ausgeschriebenen Essay-Preises des Instituts Technik-Theologie-Naturwissenschaften (TTN) an der Ludwig-Maximilians-Universität München lautete: „Natur verbessern“: Grüne Biotechnologie im Zeitalter des Anthropozäns. Als Siegertext ging der Essay „Paradoxe Natur. Plädoyer für eine postromantische Ökologie“ des Soziologen Sascha Dickel hervor, berichtet heute das Portal „Pflanzen.Forschung.Ethik.“ Der Preisträgertext sowie zwei weitere, von der Jury für eine Publikation empfohlene Beiträge, sind nun online erschienen.
Quelle: Pflanzen.Forschung.Ethik

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31. Mär 2014 · News · Köpfe und Karrieren

„What’s life“ - Erster Ars legendi-Fakultätenpreis für Biologie geht an die Ruhr-Universität Bochum

Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Biologie 2013. V. l. n. r: Prof. Wolfgang Nellen (Präsident VBIO), Prof. Dominik Begerow, Dr. Jens Wöllecke und Prof. Andreas Schlüter (Stifterverband). Foto: Jan Roehl (DPG)

Die Pflanzenforscher Prof. Dr. Dominik Begerow und Dr. Jens Wöllecke von der Ruhr-Universität Bochum haben in Berlin den ersten Ars legendi-Fakultätenpreis in der Kategorie Biologie erhalten. Das von ihnen entwickelte Programm „What’s life“ kombiniert verschiedene Methoden und didaktische Komponenten, um Studierende von Beginn des Studiums an konsequent an eigene Forschungsarbeiten heranzuführen. Begerow ist auch Sprecher der DBG-Sektion für Interaktionen (ehemals Sektion Mykologie und Lichenologie). Während eines Festaktes in Berlin wurden erstmals die Gewinner des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften geehrt. Der neue Preis soll zeigen, wie wichtig gute Hochschullehre ist, um Studierende in der Mathematik und den Naturwissenschaften exzellent auszubilden. Er soll beweisen, dass es sich auch karrierewirksam lohnt, Hochschullehre weiterzuentwickeln und sie über den eigenen Wirkungsbereich zu fördern, schreibt der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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11. Apr 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Christoph Neinhuis wird Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Christoph Neinhuis, seit 2002 Professor für Botanik und Direktor des Botanischen Gartens der Technischen Universität Dresden, ist nun Mitglied Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Die Akademie nahm den Träger des Philip-Morris-Forschungspreises und das Mitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse während der öffentlichen Frühjahrssitzung auf.
Quelle: Sächsischen Akademie der Wissenschaften (pdf-Datei)

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07. Mai 2014 · News · Köpfe und Karrieren

Ehrendoktorwürde für Bertil Andersson

Prof. Dr. Bertil Andersson. Foto: Uni Konstanz

Die Universität Konstanz ehrt den Pflanzenbiochemiker und Präsidenten der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur, Prof. Dr. Bertil Andersson, mit ihrer Ehrendoktorwürde. „Bertil Andersson ist nicht nur einer der weltweit renommiertesten Wissenschaftler im Bereich der Pflanzenphysiologie und Pflanzenbiochemie, sondern auch ein entschlossener Unterstützer der Kooperation zwischen der Universität Konstanz und der Nanyang Technological University“, begründet Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz, die Ehrung: „Mit Nachdruck förderte Andersson von erster Stunde an die Zusammenarbeit der Konstanzer Graduiertenschule ‚Chemische Biologie‘ und der ‚School of Biological Sciences‘ in Singapur, aus der aktuell ein gemeinsames Doktorandenprogramm hervorgeht“, betont Ulrich Rüdiger im Rahmen des Festaktes am 6. Mai 2014.
Quelle: Uni Konstanz

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22. Jan 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Studien zur Gefahr von Gentech-Soja manipuliert

Eine Studie von Federico Infascelli, die im Jahr 2013 im Fachjournal Food and Nutrition Sciences veröffentlich worden war, ist zurückgezogen worden, weil er sich angeblich selbst plagiiert haben will, berichtet das Fachjournal Nature. Inzwischen stehen weitere Arbeiten des Tiermediziners in der Kritik und werden von der Universität in Neapel untersucht. In diesen Studien will er einen Beleg gefunden haben, dass sich Gene aus gentechnisch veränderten Sojabohnen in Fleisch und Muttermilch von Ziegen wiederfinden würden. Nun mehren sich die Hinweise, dass die Ergebnisse in sieben weiteren Studien des Italieners manipuliert worden sind. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel "Gefälschte Argumente" auf ihrer Website.
Quelle: Süddeutsche

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24. Jan 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Kein Forschungsgeld mehr für Olivier Voinett

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat die Forschungsförderung für den Pflanzenforscher Olivier Voinnet gestoppt. Der SNF zieht damit die Konsequenzen aus einer nichtöffentlichen, internen Untersuchung, berichtet die Neue Züricher Zeitung (NZZ) heute in ihrer nicht-öffentlichen Ausgabe. Aufgefallen waren die Bildbearbeitungen von Voinnet bereits im März vergangenen Jahres (vgl. Meldung vom 17.3.2015) und hatten sich in Untersuchungen der ETH Zürich und des CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique) im Juli 2015 bestätigt (vgl. Meldung vom 10.7.2015). Der einstige Shootingstar der RNA-Forschung darf außerdem drei weitere Jahre keine neuen Forschungsanträge mehr einreichen beim SNF, dem schweizer Forschungsförderer, Pendant zur DFG in Deutschland bzw. zum FWF, dem Österreichischen Forschungsförderer.
Quelle: NZZ via Stephan Grieb bei Twitter twitter.com/Falcoc56/status/691172549934333952

18. Feb 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Innovationspreis für Biokraftstoffprojekt

Der „Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt 2015“ wurde in der Kategorie Prozessinnovationen für die sunliquid®-Technologie verliehen, bei der Cellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen gewonnen wird. Die Froschenden von der Firma Clariant haben dafür ein biotechnologisches Verfahren entwickelt, mit dem man Biokraftstoffe der zweiten Generation aus Reststoffen herstellen kann. Das hilft Treibhausgase einzusparen. „Wir verwandeln Stroh zu Biokraftstoffen ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion“, so erklärt Andre Koltermann, Leiter Group Biotechnology bei Clariant, kurz und bündig, um was es bei der sunliquid®-Technologie geht. Das Portal Pflanzenforschung stellt das Verfahren vor.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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08. Feb 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Hohe US-Auszeichnung für deutschen Pflanzenforscher Detlef Weigel

Für seine herausragende Forschung in den letzten 15 Jahren hat die US-amerikanische Gesellschaft für Genetik (Genetics Society of America, GSA) dem deutschen Pflanzenforscher Professor Dr. Detlef Weigel eine Medaille verliehen. Weigel vom Max Plank Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen habe viele Schlüssel zum Verständnis der Schaltstelle zwischen der Entwicklung und der Evolution von Pflanzen geliefert, erklärte Joanne Chory, Professorin und Direktorin der Abteilung Plant Molecular and Cellular Biology am Salk institute for Biological Studies in San Diego anlässlich der Verleihung. Das Grundlagenwissen um die Blüte hat Weigel mit seinen Studien an der Modelpflanze Arabidopsis thaliana vor allem an drei Stellen wesentlich erweitert: er identifizierte die einleitenden Schritte zur Blütenbildung, erkannte die molekularen Grundlagen der Blühmuster und charakterisierte die Mechanismen des Blühzeitpunktes. Die GSA nennt auf ihrer Website weitere Details.
Quelle: GSA

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09. Mär 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Ars legendi-Fakultätenpreises für "MoBi4all" von Dorothea Kaufmann

Dr. Dorothea Kaufmann von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg erhält den diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und den Naturwissenschaften im Fachbereich Biowissenschaften. Kaufmann vom Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) der Uni Heidelberg ist als Studienkoordinatorin und Dozentin für die Studiengänge Pharmazie und Molekulare Biotechnologie tätig. Sie wird für das von ihr entwickelte Gesamtkonzept „MoBi4all“ ausgezeichnet. Es besteht aus frühester Forschungsorientierung, einem umfangreichen Lehrangebot mit externen Dozentinnen und Dozenten, der stetigen Weiterentwicklung von Lehrinhalten sowie sogenanntem peer-based-learning. Dabei lernen Studierende von anderen Studierenden, was ihre Eigenverantwortung für den Wissensgewinn stärken und Studierenden-interne Lehr-Lern-Prozesse anregen soll. Neben einem Mentorenprogramm gibt es beispielsweise ein Multiplikatorensystem, in dessen Rahmen Teilnehmer eines Seminars für Schlüsselqualifikationen die Inhalte anschließend in eigenen Kurz-Seminaren an Kommilitonen weitergeben. Der Ars legendi-Fakultätenpreis, der herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnet wurde bereits zum dritten Mal vergeben, u. a. ausgelobt vom Verband für Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) ausgelobt. Die feierliche Preisverleihung findet am 5. April 2016 in Frankfurt am Main statt. Die Gewinner erhalten pro Kategorie 5.000 Euro.
Quelle: VBIO

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14. Mär 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis geht an Entdeckerinnen der Genschere CRISPR-Cas9

Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier (links) und Prof. Dr. Jennifer A. Doudna. Foto links: © Hallbauer & Fioretti Fotografie Braunschweig, Foto rechts: © Sam Willard von Sam Willard Photography, Berkeley

Die Französin Emmanuelle Charpentier und die Amerikanerin Jennifer A. Doudna erhalten heute in der Frankfurter Paulskirche den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2016. Die Wissenschaftlerinnen werden für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Entwicklung der Genschere CRISPR-Cas9 geehrt. Sie haben die bakterielle Genschere CRISPR-Cas9 derart hergerichtet, dass sich DNA-Sequenzen gezielt ansteuern und zerschneiden lassen.
Quelle: Uni Frankfurt

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08. Apr 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Nachwuchspreis für Pflanzenforscher

Preisverleihung in Berlin: Helmholtz-Präsident Professor Otmar Wiestler mit Lukas Geschwender. Foto: Ernst Fesseler

Lukas Geschwender vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat den Helmholtz-Ausbildungspreis 2016 gewonnen. Die Helmholtz-Gemeinschaft belohnte den 21-Jährigen für seine herausragenden Leistungen mit dem ersten Platz und einem Preisgeld von 1000 Euro. Die Preisverleihung fand gestern Abend (7. April 2016) in Berlin statt. Am Institut für Molekulare Zellbiologie arbeitete Geschwender an einem Forschungsprojekt mit und fand im Experiment genetische Faktoren, die Reis widerstandsfähiger gegen Salzstress machen. Seit Abschluss seiner Berufsausbildung als Biologielaborant studiert er Angewandte Biologie am KIT.
Quelle: KIT

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29. Aug 2015 · News · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: DNA-Barcoding zur Gewässergüteanalyse mit Kieselalgen

Kieselalgenforscher Jonas Zimmermann erhält den Horst Wiehe-Preis der DBG. Foto: privat

Weil er das DNA-Barcoding als neue Methode für Gewässergüteanalysen mit Kieselalgen etablierte, erhält Dr. Jonas Zimmermann den diesjährigen Horst Wiehe-Förderpreis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG). In seiner Dissertation identifizierte Zimmermann diejenigen Abschnitte auf der Erbsubstanz, die sich als zuverlässige Marker für das DNA-Barcoding eignen, einer mit den Strichcodes auf Waren im Supermarkt vergleichbaren Erkennungsmethode. Dabei entdeckte er auch vier neue Arten von Kieselalgen in Berliner Gewässern, die der Wissenschaft bis dato völlig unbekannt waren. Die neue Methode wird in Zukunft Umweltanalysen erleichtern, die zur Überwachung von Gewässern in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgeschrieben sind. Da er gleichzeitig bestehende Referenz-Datenbanken verbesserte, profitieren nicht nur Umweltbiologen sondern auch alle Kieselalgenforscher von seiner Arbeit. Zimmermann, der inzwischen am Botanischen Garten und Botanischen Museum in Berlin (BGBM) arbeitet, erhält den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchspreis während der Botanikertagung am Montag, den 31. August 2015, in Freising aus den Händen von Prof. Dr. Karl-Josef Dietz, dem Präsidenten der DBG.
Quelle: DBG (inkl. weiterer Bilder zum Download)

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23. Jan 2013 · News · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: Zwei Optogenetik-Pioniere mit Medizin-Preis geehrt

Professor Dr. Peter Hegemann (links). Foto: privat. Professor Dr. Georg Nagel. Foto: Christian Wiese, Uni Würzburg

Peter Hegemann und Georg Nagel erhalten den 2013 Louis-Jeantet-Preis für Medizin für ihre Entdeckung von Ionen-Kanälen, die durch Licht aktiviert werden können. Der Berliner Biophysiker Peter Hegemann und der Würzburger Pflanzenphysiologe Professor Georg Nagel - beide Mitglieder der Sektion - teilen sich die mit 700.000 Schweizer Franken (umgerechnet rund 564.000 Euro) dotierte Auszeichnung. Eine Süßwasseralge und ein Salzsee-Archaebakterium standen am Anfang ihrer Arbeiten. Beide besitzen Lichtsinnesproteine zur Orientierung und Energiegewinnung, sogenannte Rhodopsine. Nagel und Hegemann konnten im Jahr 2002 als Erste zeigen, dass es Rhodopsine gibt, die direkt durch Licht gesteuerte Ionenkänale sind, und bezeichneten sie deshalb als Channelrhodopsine. „Wir haben frühzeitig das Potenzial der Channelrhodopsine als Werkzeuge für die Neurobiologie und eventuelle biomedizinische Anwendungen erkannt“, erinnert sich Georg Nagel heute. Die Wissenschaftler dokumentierten deshalb noch im Jahr 2002 ihre Ideen in einem Patent, das erst vor Kurzem an eine große pharmazeutische Firma für einen gentherapeutischen Ansatz zur Behandlung von neurodegenerativen Augenkrankheiten auslizensiert wurde. Vor kurzem hatte Hegemann für diese Arbeiten auch einen der Leibniz-Preise erhalten (vgl. Meldung vom 13.12.2012)

Quelle: Uni Würzburg

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17. Mai 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Nationalakademie Leopoldina ernennt neue Mitglieder

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina begrüßt am 26. Mai neue Akademiemitglieder. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehören alle den Lebenswissenschaften an (Klasse II). Bewerben kann man sich nicht selbst sondern muss dem Präsidium vorgeschlagen werden. Zu den 19 neuen Mitgliedern zählen auch die fünf Pflanzenforscher (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Wolf B. Frommer, Stanford University (USA), Fachbereich Biologie und Carnegie Institution for Science (Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie)
  • Beat Keller, Universität Zürich (Schweiz), Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie (Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften),
  • Eva Kondorosi, Biological Research Centre of the Hungarian Academy of Sciences Szeged (Ungarn), Institut für Biochemie (Sektion Organismische und Evolutionäre Biologie)
  • Susan E. Trumbore, Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena und University of California, Irvine (USA), (Sektion Agrar- und Ernährungswissenschaften)
  • Andreas Weber, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Biochemie der Pflanzen (Sektion Organismische und Evolutionäre Biologie), derzeit Sprecher der Sektion Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie der DBG

Quelle: Leopoldina

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28. Jun 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Pioniere der Biofortifikation gewinnen den Welternährungspreis

Die diesjährigen Preisträger des World Food Prize sind vier Wissenschaftler/innen, die mit Vitamin A anreicherte Süßkartoffeln entwickelt haben. Die drei Forschenden Dr. Maria Andrade von Cape Verde, Dr. Robert Mwanga aus Uganda und Dr. Jan Low aus den USA arbeiten im International Potato Center (benannt nach dem spnaischen Akronym CIP) und haben den Preis erhalten, weil sie die Süßkartoffel mit Mikronährstoffen und Vitaminen anreicherten und Ernährungsstudien damit durchführten. Der Gründer des HarvestPlus-Programms am International Food Policy Research Institute (IFPRI), Dr. Howarth Bouis, ist der vierte Preisträger und erhält den Preis, weil er das Zusammenwirken zahlreicher Institutionen für die Biofortifikation genannte Anreicherung von Nahrungsmitteln als Pionier voranbrachte. Dank seiner Arbeit gibt es nun mit Eisen und Zink angereicherte Bohnen, Reis, Weizen, Perlhirse, Mais und die oben genannte Süßkartoffel. Der Preis wird seit 1994 von der World Food Prize Foundation vergeben.
Quelle: World Food Prize Foundation

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10. Jun 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Sonnentau-Anbauer gewinnen Ideenwettbewerb

Die besten Start-up Ideen waren beim diesjährigen UNIQUE Ideenwettbewerb der Universität Greifswald und des Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie gegeneinander angetreten. Das Forscherteam Dr. Jenny Schulz und Balazs Baranyai des Instituts für Botanik und Landschaftsökologie überzeugten die sechsköpfige Jury mit ihrer Idee. Ihr Vorschlag „SoTaMed“ ist weltweit das erste Verfahren, den fleischfressenden Sonnentau auf wieder vernässten Moorböden anzubauen. Bisher ist ein kommerzieller Anbau nicht möglich gewesen. Schulz und Baranyai erhielten bei der Abschlussveranstaltung am 9. Juni 2016 ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Das berichtet die Universität beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: Uni Greifswald beim idw

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13. Dez 2012 · News · Köpfe und Karrieren

Sektionsmitglied erhält Leibniz-Preis 2013

Professor Dr. Peter Hegemann. Foto: privat

Der Optogenetiker startete mit Algen

Professor Dr. Peter Hegemann (57) von der Humboldt-Universität zu Berlin erhält den renommierten, mit 2,5 Millionen Euro dotierten, Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2013. Verliehen werden die Preise an die elf neuen Träger im kommenden Frühjahr in Berlin. Die DFG erklärt: „Peter Hegemann kann ohne Wenn und Aber als der Begründer eines der dynamischsten aktuellen Forschungsfelder in den Lebens- und Neurowissenschaften angesehen werden: der Optogenetik beziehungsweise Neurophotonik.“ In der Optogenetik können durch Licht aktivierbare Proteine aus Mikroorganismen in ausgewählte Neuronen eingebracht werden. Hegemann habe ausgehend von Forschungen an der einzelligen Grünalge Chlamydomonas als erster nachgewiesen, dass die unterschiedlichsten Zelltypen durch Licht „schaltbar“ sind, sobald sie mit einem bestimmten Lichtrezeptor-Protein – dem Kanalrhodopsin-2-Protein – ausgestattet sind. Dies eröffne die von vielen Wissenschaftlern herbeigesehnte Möglichkeit, die Auswirkungen von Änderungen etwa der Ionenzusammensetzung oder des pH-Wertes in Zellen ohne gröbere Eingriffe untersuchen zu können. Mithilfe der Kanalrhodopsine konnte Hegemann sodann einzelne Nervenzellen wie auch komplexe neuronale Netzwerke bis hin zum Mäusegehirn mit präzisen räumlich-zeitlichen Lichtmustern anregen. Heute sind die Moleküle zum wichtigen Werkzeug der Optogenetik geworden, einer Methode, die von der Zeitschrift Nature Methods zur Methode des Jahres 2010 gewählt wurde. Mit dem Preisgeld will Hegemann mit seinem Team wieder ein exotisches Forschungsprojekt der Grundlagenforschung anstoßen. Dazu will er eventuell in marinen Mikroalgen erforschen, wie Fotorezeptoren an Tag-Nacht-Rhythmen oder saisonalen Veränderungen beteiligt sind. Er liebäugelt aber auch mit arktischen Algen.

Quellen: HU Berlin und DFG

25. Jun 2012 · News · Köpfe und Karrieren

Vorstandsmitglied ist Präsident der europäischen Algenforscher

Hochschuldozent Dr. Burkhard Becker zum Präsidenten des europäischen Dachverbandes gewählt. Foto: privat

Beim jüngsten Treffen der Europäischen Gesellschaft der Algenforscher (Federation of European Phycological Societies, FEPS) wurde ein Vorstandsmitglied der Sektion, Dr. Burkhard Becker, zu dessen Präsident gewählt; ein Amt das er zu Jahresbeginn 2012 aufgenommen hat. Becker hatte die FEPS als Dachverband gemeinsam mit sechs Vertretern anderer Europäischer phykologischer Gesellschaften im Jahr 2007 gegründet.

zur FEPS

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08. Aug 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Nachwuchsgruppe Bioenergie: Fluch und Segen zugleich

Dr. Maria Backhouse leitet die neue Bioökonomie-Nachwuchsforschungsgruppe an der Universität Jena. Foto: Anne Günther, Uni Jena

Mit Rapsöl Auto fahren, Biogas aus Gülle gewinnen und Plastiktaschen auf Pflanzenbasis produzieren. Das klingt nach ökologischen und nachhaltigen Wirtschaftsformen und genießt ein positives Renommee. Aber ist das weltweit die geeignetste Wirtschaftsform oder gibt es auch kritische (Neben-)Wirkungen, die zu bedenken sind, wenn Staaten ihre Wirtschaftspolitik auf Bioenergie ausrichten? Mit dem großen Fragenkomplex der Bioökonomie beschäftigt sich eine neue Forschungsgruppe am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die jetzt ihre Arbeit aufgenommen hat. Unter der Leitung der Umweltsoziologin Dr. Maria Backhouse wird die sechsköpfige Nachwuchsgruppe in den nächsten fünf Jahren das Thema „Bioökonomie und soziale Ungleichheiten – Verflechtungen und Wechselbeziehungen im Bioenergie-Sektor aus transnationaler Perspektive“ (Bioinequalities) untersuchen. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert die Jenaer Gruppe im Rahmen des Programms „Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel“ mit rund 2,6 Millionen Euro.
Quelle: Uni Jena

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16. Sep 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Dem Duft der Pflanzen auf der Spur

Professorin Dudareva im Labor des Instituts für Biochemie der Pflanzen zusammen mit ihrem Gastgeber, Professor Andreas Weber. In Düsseldorf analysiert sie die Transportmechanismen von Pflanzenduftstoffen. Foto: Jochen Müller, HHU

Die Pflanzenwissenschaftlerin Professorin Dr. Natalia Dudareva von der Purdue University erhielt den Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung und wird damit ab September für fünf Monate in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Andreas Weber am Institut für Biochemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) forschen. Mit dem Preis werden ihre Arbeiten zur Erforschung der Zellbiologie und Biochemie der Emission flüchtiger Verbindungen in Pflanzen gewürdigt, die wir als Duftstoffe wahrnehmen. Dudareva ist eine der weltweit führenden Wissenschaftlerinnen im Bereich der molekularen Pflanzenwissenschaften und Herausgeberin der Zeitschrift Science.
Quelle: HHU

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23. Jan 2013 · News · Köpfe und Karrieren

Ausgezeichnet: Zwei Optogenetik-Pioniere mit Medizin-Preis geehrt

Peter Hegemann und Georg Nagel erhalten den 2013 Louis-Jeantet-Preis für Medizin für ihre Entdeckung von Ionen-Kanälen, die durch Licht aktiviert werden können. Der Berliner Biophysiker Peter Hegemann und der Würzburger Pflanzenphysiologe Professor Georg Nagel - beide Mitglieder der Sektion - teilen sich die mit 700.000 Schweizer Franken (umgerechnet rund 564.000 Euro) dotierte Auszeichnung. Eine Süßwasseralge und ein Salzsee-Archaebakterium standen am Anfang ihrer Arbeiten. Beide besitzen Lichtsinnesproteine zur Orientierung und Energiegewinnung, sogenannte Rhodopsine. Nagel und Hegemann konnten im Jahr 2002 als Erste zeigen, dass es Rhodopsine gibt, die direkt durch Licht gesteuerte Ionenkänale sind, und bezeichneten sie deshalb als Channelrhodopsine. „Wir haben frühzeitig das Potenzial der Channelrhodopsine als Werkzeuge für die Neurobiologie und eventuelle biomedizinische Anwendungen erkannt“, erinnert sich Georg Nagel heute. Die Wissenschaftler dokumentierten deshalb noch im Jahr 2002 ihre Ideen in einem Patent, das erst vor Kurzem an eine große pharmazeutische Firma für einen gentherapeutischen Ansatz zur Behandlung von neurodegenerativen Augenkrankheiten auslizensiert wurde. Vor kurzem hatte Hegemann für diese Arbeiten auch einen der Leibniz-Preise erhalten (vgl. Meldung vom 13.12.2012)

Quelle: Uni Würzburg

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13. Dez 2012 · News · Köpfe und Karrieren

Sektionsmitglied erhält Leibniz-Preis 2013

Der Optogenetiker startete mit Algen

Professor Dr. Peter Hegemann (57) von der Humboldt-Universität zu Berlin erhält den renommierten, mit 2,5 Millionen Euro dotierten, Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2013. Verliehen werden die Preise an die elf neuen Träger im kommenden Frühjahr in Berlin. Die DFG erklärt: „Peter Hegemann kann ohne Wenn und Aber als der Begründer eines der dynamischsten aktuellen Forschungsfelder in den Lebens- und Neurowissenschaften angesehen werden: der Optogenetik beziehungsweise Neurophotonik.“ In der Optogenetik können durch Licht aktivierbare Proteine aus Mikroorganismen in ausgewählte Neuronen eingebracht werden. Hegemann habe ausgehend von Forschungen an der einzelligen Grünalge Chlamydomonas als erster nachgewiesen, dass die unterschiedlichsten Zelltypen durch Licht „schaltbar“ sind, sobald sie mit einem bestimmten Lichtrezeptor-Protein – dem Kanalrhodopsin-2-Protein – ausgestattet sind. Dies eröffne die von vielen Wissenschaftlern herbeigesehnte Möglichkeit, die Auswirkungen von Änderungen etwa der Ionenzusammensetzung oder des pH-Wertes in Zellen ohne gröbere Eingriffe untersuchen zu können. Mithilfe der Kanalrhodopsine konnte Hegemann sodann einzelne Nervenzellen wie auch komplexe neuronale Netzwerke bis hin zum Mäusegehirn mit präzisen räumlich-zeitlichen Lichtmustern anregen. Heute sind die Moleküle zum wichtigen Werkzeug der Optogenetik geworden, einer Methode, die von der Zeitschrift Nature Methods zur Methode des Jahres 2010 gewählt wurde. Mit dem Preisgeld will Hegemann mit seinem Team wieder ein exotisches Forschungsprojekt der Grundlagenforschung anstoßen. Dazu will er eventuell in marinen Mikroalgen erforschen, wie Fotorezeptoren an Tag-Nacht-Rhythmen oder saisonalen Veränderungen beteiligt sind. Er liebäugelt aber auch mit arktischen Algen.

Quellen: HU Berlin und DFG

25. Jun 2012 · News · Köpfe und Karrieren

Vorstandsmitglied ist Präsident der europäischen Algenforscher

Beim jüngsten Treffen der Europäischen Gesellschaft der Algenforscher (Federation of European Phycological Societies, FEPS) wurde ein Vorstandsmitglied der Sektion, Dr. Burkhard Becker, zu dessen Präsident gewählt; ein Amt das er zu Jahresbeginn 2012 aufgenommen hat. Becker hatte die FEPS als Dachverband gemeinsam mit sechs Vertretern anderer Europäischer phykologischer Gesellschaften im Jahr 2007 gegründet.

zur FEPS

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20. Sep 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Forschungspreis für Photosytheseforscherin

Die Photosynthese-Forscherin Kirstin Gutekunst von der Universität Kiel erhält ebenso wie der Biotechnologe Ulrich Schwaneberg von der RWTH Aachen den Forschungspreis der Initiative „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren – Biotechnologie 2020+“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mit dem Preisgeld kann die Kielerin nun Cyanobakterien in effiziente Wasserstoff-Fabrik verwandeln, meldet das Portal Bioökonomie.
Quelle: Bioökonomie.de

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03. Okt 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Gratulation: Nobelpreis für Autophagie in Hefen, Pflanzen und anderen Organsimen

Der heute vom Karolinska-Institut bekannt gegebene Nobelpreisträger 2016 für Medizin, der Japaner Yoshinori Ohsumi, wird für seine bahnbrechenden Ergebnisse über Autophagie-Prozesse ausgezeichnet, der kontrollierten Selbstzerstörung von Zellbestandteilen und deren Vorbereitung fürs Recycling. Er untersuchte als erster die Autophagosomen sowie diejenigen Gene und Eiweiße, die sie steuern. Das entscheidende Experiment gelang ihm in Bäckerhefen, das er 1992 publizierte; er untersuchte die Prozesse anschließend auch in Pflanzen und Tierzellen. Im Blog der Amerikanischen Gesellschaft für Pflanzenwissenschaften (ASPB) hat Mary Williams diejenigen Ergebnisse über Autophagie in Pflanzen zusammengestellt, die er in den Journals Plant Physiology und Plant Cell veröffentlichte.
Quelle: Blog der ASPB

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10. Okt 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Wie die Natur den CO2-Austausch regelt

Professor Alexander Knohl erhält einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC). Foto: Uni Göttingen

Der Bioklimatologe Professor Dr. Alexander Knohl von der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen erhält einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC). Ab dem 1. Oktober 2016 unterstützt der ERC die Forschung von Professor Knohl fünf Jahre lang mit insgesamt rund zwei Millionen Euro. Im Rahmen des Projektes „Oxygen flux measurements as a new tracer for the carbon and nitrogen cycles in terrestrial ecosystems“ (OXYFLUX) will er eine neue Methode entwickeln, den CO2-Austausch von Landökosystemen zu quantifizieren.
Quelle: Uni Göttingen

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13. Okt 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Gaterslebener Forschungspreis für die Klonierung zweier Gerstengene

Dr. Matthias Jost (Mitte) erhält den Gaterslebener Forschungspreis 2016. Foto: Lynne Main, IPK

Der Gaterslebener Forschungspreis geht im Jahr 2016 an den Agrarwissenschaftler Dr. Matthias Jost vom Leibniz-Institut Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) für seine Doktorarbeit, in der er sich mit der Klonierung von zwei Genen bei der Gerste, welche an der Ausprägung verschiedener pflanzenmorphologischer Merkmale beteiligt sind, befasste. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert. Das berichtet das IPK beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: IPK

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27. Okt 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenforscher Erb erhält ERC Starting Grant

Der Interaktionsforscher Professor Dr. Matthias Erb (34) ist Leiter der Abteilung Biotische Interaktionen am Institut für Pflanzenwissenschaften (IPS) der Universität Bern. Seine Abteilung untersucht die Auswirkungen pflanzlicher Inhaltsstoffe auf andere Organismen. Sein Projekt wird mit einem ERC Starting Grant mit rund 2.2 Millionen gefördert und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Der von der Europäischen Union 2007 gegründete European Research Council (ERC) ist die erste gesamteuropäische Förderagentur für Spitzen-Grundlagenforschung. Seine Aufgabe und sein Anspruch ist die Förderung der freien Forschung der besten Forschenden Europas. Die Starting Grants sollen die talentiertesten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Europas darin unterstützen, ihre Karriere zu starten. (s. auch alle ERC-Starting Grants für 2016, pdf-Datei).
Quelle: Uni Bern

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27. Okt 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Frommer als neuer Alexander von Humboldt-Professor vorgeschlagen

Der 58jährige Pflanzenmolekularbiologe Wolf B. Frommer von der Stanford University, USA, soll 2017 den höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands erhalten und wieder nach Deutschland wechseln. Frommer ist einer von insgesamt sechs mit einer Alexander von Humboldt-Professur für 2017 ausgezeichneten Forschenden, die mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert sind. Sie treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis vorgeschlagen haben. Nehmen die Wissenschaftler die Humboldt-Professur an, wird ihnen der Preis im Mai 2017 verliehen. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hatte Frommer gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln nominiert.
Quelle: Alexander von Humboldt Stiftung

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31. Okt 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Heisenberg-Professur für Thomas Greb

Der Pflanzenbiologe Prof. Dr. Thomas Greb hat eine Heisenberg-Professur an der Universität Heidelberg erhalten. Die am Centre for Organismal Studies (COS) angesiedelte Professur umfasst eine fünfjährige Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und stellt eine wichtige Auszeichnung für hochqualifizierte junge Wissenschaftler dar. Mit der Vergabe an Greb wird das Forschungsgebiet der Entwicklungsphysiologie am COS verstärkt. Greb untersucht die Regulation von Wachstumsprozessen am Modell Pflanze.
Quelle: Uni Heidelberg

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01. Nov 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Warum ein Pflanzenforscher die Genetik schätzt

Anlässlich der diesjährigen Verleihung der Medaille der amerikanischen Gesellschaft für Genetik (Genetics Society of America, GSA) an den Pflanzenforscher Detlef Weigel (die DBG berichtete: 8. Februar 2016) beschreibt dieser, wie er zu seinem fachlichen Schwerpunkt fand, der Pflanzengenetik. In dem Artikel schildert Weigel, dass er sich die Pflanzengenetik als Studierender wesentlich einfacher vorgestellt hatte, als sie sich während seiner Studien entpuppte, wie sich seine Interessen und Schwerpunkte mit der Weiterentwicklung der Methoden und Forschungserkenntnisse änderten und warum ihn die Pflanzengenetik bis heute fasziniert. Weigel hat die Medaille vor allem wegen seiner Ergebnisse zum molekularen Hintergrund von Blühmustern und Blühzeitpunkten, des Trade-offs zwischen Wachstum und Immunsystem und der Entdeckung des Florigen-Gens erhalten, jenes Gens das das Blühen induziert und für die Ressourcen, die er der Arabisopsis-Community zur Verfügung stellte. Wie er auch beschreibt, könne er zwar nicht vorhersagen, woran er und andere Pflanzengenetiker in zehn Jahren forschen werden, aber bei einem ist er sich sicher: Seine Vorliebe für genetische Analysen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden bleiben.
Quelle: GSA

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15. Nov 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Nachwuchspreis für Pflanzenforscherin

Ann-Christin Schuster nahm die Auszeichnung in Gegenwart ihres Doktorvaters, Markus Riederer (rechts neben ihr), in Empfang. Ganz links Universitätspräsident Alfred Forchel und rechts Bernhard Edler von Lapp. Foto: Albrecht Fehlig, Uni Würzburg

Der Rektor-Max-Meyer-Preis für Nachwuchsforschung geht in diesem Jahr an die Würzburger Wissenschaftlerin Dr. Ann-Christin Schuster. Sie bekommt ihn für ihre Doktorarbeit, in der sie die Funktion und Chemie der wasserundurchlässigen Wachsschicht untersuchte. Wie sie herausfand, sind es vor allem langkettige aliphatische Kohlenwasserstoffe, die in der Wachsschicht als Verdunstungsbarriere wirken. Die ringförmigen Moleküle, die im Wachs ebenfalls vorkommen, sind hierfür weniger wichtig. „Je mehr Aliphaten in der Wachsschicht sind, desto größer ist die Barrierefunktion“, sagt Schuster. Das hat sie mit Analysen an Wüstenpflanzen, mediterranen Gewächsen und anderen Pflanzen nachgewiesen. Den mit 2.500 Euro dotierten Preis hat sie in einer Feierstunde am 11. November entgegen genommen. Das meldet die Uni Würzburg beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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28. Nov 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Strasburger Preisträger erhält weiteren Preis

Dr. Andreas Fleischmann von der Botanischen Staatssammlung München (SNSB) erhielt am 16. November in Genf den mit 3.000 Schweizer Franken dotierten Augustin-Pyramus-de-Candolle-Preis 2016 für seine im Dezember 2012 veröffentlichte Monographie zur Gattung Genlisea (Reusenfallen, Familie Wasserschlauchgewächse, Lentibulariaceae). Für die „Monograph of the genus Genlisea“ betitelte Abhandlung hatte er bereits im Jahr 2015 den Eduard Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) erhalten.
Quelle: SNSB

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09. Dez 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Ombudsman-Gremium der DFG nun mit Pflanzenphysiologin

Zu neuen Mitgliedern des Ombudsman-Gremiums wählte der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nun in Bonn die Immunologin Professor Dr. Daniela N. Männel von der Universität Regensburg und die Pflanzenphysiologin Professor Dr. Renate Scheibe von der Universität Osnabrück. Bei der weiteren Etablierung und Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis ist der DFG das Prinzip der wissenschaftlichen Selbstkontrolle ein besonderes Anliegen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der „Ombudsman für die Wissenschaft“. Dieser wurde bereits 1999 von der DFG eingerichtet, steht aber allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland auch unabhängig von einer DFG-Förderung in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und bei Verdachtsfällen von wissenschaftlichem Fehlverhalten zur Verfügung. Als weitere wichtige Aufgabe soll das Gremium eine moderierende Rolle bei der Setzung von Standards zur wissenschaftlichen Integrität durch die wissenschaftlichen Fachgesellschaften übernehmen.
Quelle: DFG

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09. Dez 2016 · News · Köpfe und Karrieren

Algen revolutionieren den 3D-Druck von Zellen

Mikroskopische Aufnahme einer Mikroalge. Bild: Anja Lode, TU Dresden

Felix Krujatz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden, erhält für seine Doktorarbeit „Entwicklung und Evaluierung neuer Bioreaktorkonzepte für phototrophe Mikroorganismen“ den Nachwuchsförderpreis der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Seine Forschungsergebnisse enthalten mehrere Neuheiten auf dem Gebiet der Biotechnologie und können u.a. das Bioprinting menschlicher Zellen für regenerative Therapien revolutionieren sowie eine neue Generation von Bioreaktoren hervorbringen. Krujatz hat in seiner Arbeit den weltweit ersten Photobioreaktor aus dem 3D-Drucker konzipiert und gefertigt. Der Preis wird am 9. Dezember um 16:00 Uhr in Leipzig öffentlich verliehen.
Quelle: TU Dresden

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19. Dez 2016 · News · Köpfe und Karrieren

DBG-Preisträger erhält ERC Consolidator Grant

Der an der Uni Basel forschende Pflanzenwissenschaftler Ansgar Kahmen hat einen der 314 Consolidator Grants des Europäische Forschungsrat (ERC), eine der renommiertesten und begehrtesten Forschungsförderungen Europas, ergattert. In seinem HYDROCARB genannten Projekt will Kahmen organische Naturstoffe als neues Instrument zur Messung des Kohlenstoffmetabolismus in Pflanzen und Ökosystemen im Anthropozän einsetzen. Das meldet das Schweizer Portal für Pflanzenwissenschaften. Kahmen hatte im Jahr 2011 bereits einen ERC Starting Grant und im Jahr 2007 den Strasburger-Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft erhalten.
Quelle:
Schweizer Portal für Pflanzenwissenschaften

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07. Apr 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Advanced Grant für Pflanzenforscher Jiři Friml

Der Pflanzenbiologe Jiři Friml untersucht den Transport von Pflanzenhormonen aus der Perspektive der Evolution. Foto: IST Austria

Jiři Friml, dessen Forschung sich mit der Entwicklung und Zellbiologie von Pflanzen befasst, ist einer der Träger des ERC Advanced Grants des European Research Council am Institute of Science and Technology Austria (IST). Er erhielt zuvor schon einen ERC Starting Grant. In seinem Projekt „Nachverfolgung der Evolution des Auxintransports und der Polarität in Pflanzen“, das für fünf Jahre gefördert wird, untersucht Friml den Transport des Pflanzenhormons Auxin aus evolutionärer Perspektive. Sein Augenmerk wird Friml dabei auf die Evolution der sogenannten PIN Auxin Transporter richten, die durch einen polarisierten Transport des Hormons innerhalb der Gewebe zum Aufbau eines Auxin-Gradienten beitragen.
Quelle: IST

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07. Apr 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Advanced Grant für Pflanzenforscher Holger Puchta

Professor Holger Puchta erhält seinen zweiten ERC Advanced Grant. Foto: Manuel Balzer, KIT

Der Molekularbiologe Professor Holger Puchta vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhält vom Europäischen Forschungsrat zum zweiten Mal in Folge den ERC Advanced Grant für seine Forschung zum Einsatz molekularer Scheren bei Pflanzen. Im nun geförderten Projekt CRISBREED untersucht er, wie sich mehrere molekulare Scheren – sogenannte CRISPR/Cas-Systeme – gleichzeitig anwenden lassen, um genetische Information passgenau zu verändern und bestimmte Eigenschaften in Kulturpflanzen neu zu kombinieren.
Quelle: KIT

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05. Jan 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Highlights der Pflanzenforschung 2016

Der Weltpflanzenrat (Global Plant Council) hat wieder die Höhepunkte aus den Pflanzenwissenschaften des letzten Jahres zusammengestellt. Zu den 12 bedeutendsten wissenschaftlichen Artikeln (je einer für jeden Monat) zählen welche über Seegras, Moos und uraltes Getreide. An den Artikeln waren zahlreiche europäische Forschende beteiligt.
Quelle: Global Plant Council

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18. Jan 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Inhaltsstoffe aus der Pflanzenwelt extrahieren

Preisträgerin Anna Ressmann. Foto: Sunla Mahn, TU Wien

Weil die Chemikerin Dr. Anna Ressmann eine neue Methode entwickelte, um genetisch modifizierten Mais identifizieren zu können und wertvolle Inhaltsstoffe zu extrahieren, erhielt sie nun den mit 10.000 Euro dotierten Hannspeter-Winter-Preis. Der Prozess, der auf der Verwendung von ionischer Flüssigkeiten in Puffer beruht, um etwa DNA aus Mais zu extrahieren, ist deutlich schneller und kostengünstiger als bisher bekannte Verfahren. Das Verfahren eignet sich abgewandelt auch um wertvolle Inhaltsstoffe aus Pflanzen und Tieren zu gewinnen sowie andere Nachweise zu führen.
Quelle: TU Wien

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03. Feb 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Pascal Falter-Braun leitet Institut für Netzwerkbiologie

Dr. Pascal Falter-Braun (44) leitet seit 1. Februar 2017 das neu gegründete Institut für Netzwerkbiologie (INET) am Helmholtz Zentrum München (HMGU). Falter-Braun, der seit 2012 am Lehrstuhl für Systembiologie der Pflanzen der Technischen Universität München (TUM) eine Arbeitsgruppe führt, übernimmt damit auch die ehemalige Abteilung für Mikroben-Pflanzen Interaktionen und die Mitarbeiter dieser Abteilung. Sein Forschungsinteresse gilt der Funktionsweise der komplexen Netzwerke in denen Proteine miteinander wechselwirken und deren Modulierung durch Mikroben.
Quelle: Helmholtz

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28. Aug 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Tyge Christensen-Preis an Dr. Lenka Caisova

Dr. Lenka Caisova erhält den Tyge Christiensen Preis der Internationalen Gesellschaft für Algenforschung.

Bei der kürzlich im polnischen Stettin abgehaltenen Tagung der Internation Phycological Society (IPC 11, 13.-19. August 2017) erhielt Dr. Lenka Caisova den Preis für die beste wissenschaftliche Publikation, die 2016 im Journal der Gesellschaft ‚Phycologia‘ erschien. Ihre mit dem renommierten Tyge Christensen-Preis ausgezeichnete Arbeit trägt den Titel "Dicranochaete – an enigmatic green alga with surprising adaptive capabilities" und befasst sich mit dem außergewöhnlichen Lebenszyklus und der phylogenetischen Stellung dieser Alge (sie erschien in Phycologia 55(2): 219-229, doi: 10.2216/15-135.1). Der Preis ist mit 1000 US Dollar dotiert. Die aus Tschechien stammende Wissenschaftlerin erhielt ihr Doktorat 2011 an der Universität von Südböhmen und wechselte dann nach Deutschland, wo sie an der Universität zu Köln in der Arbeitsgruppe von Prof. Michael Melkonian von 2011-2017 als Forschungsassistentin tätig war. Nun wechselt sie mit einem DFG Postdoctoral Fellowship an die University of Leeds, UK, wo sie an der chlorophytischen Grünalge Draparnaldia arbeiten wird.

Der Vorstand der Sektion Phykologie gratuliert der Preisträgerin recht herzlich und wünscht alles Gute für die Zukunft!

28. Aug 2017 · News · Köpfe und Karrieren

George F. Papenfuss Award an Martin Rippin

Martin Rippin erhielt den Posterpreis während der internationalen Tagung.

Der George F. Papenfuss Award für das beste wissenschaftliche Poster bei der Tagung der International Phycological Society (IPC 11) im polnischen Stettin erhielt Doktorand Martin Rippin aus der Arbeitsgruppe von Prof. Burkhard Becker von der Universität zu Köln. Der Preis wurde in der Kategorie Ecology, Ecosystems and Algal Communities vergeben für das Poster mit dem Titel "Polar Biological Soil crust ecology – identification of genera using classical and molecular approaches". Das Abstract erschien im Fachjournal Phycologia (56(4) Suppl: 159-160). Der George F. Papenfuss-Preis ist mit 250 US Dollar dotiert.

Der Vorstand der Sektion Phykologie gratuliert dem Preisträger recht herzlich und wünscht alles Gute für die Zukunft!

07. Feb 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Consolidator Grant für Korallen-Algen-Symbiosen

Mit einer hochdotierten Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC), einem ERC Consolidator Grant für herausragende Forschungstalente, wird die Biologin Dr. Annika Guse von der Uni Heidelberg ausgezeichnet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wird damit ein Vorhaben in der molekularen Zellbiologie gefördert, in dem sich die Wissenschaftlerin mit symbiotischen Beziehungen zwischen Nesseltieren – zum Beispiel Korallen – und einzelligen Algen befasst. Für die Forschungsarbeiten, die im Juni 2017 beginnen sollen, stellt der ERC Fördermittel in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist dabei auch die Anschaffung eines speziellen Forschungsgroßgerätes.
Quelle: Uni Heidelberg

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03. Mär 2017 · News · Köpfe und Karrieren

VAAM-Forschungspreis verliehen

Cyanobakterien fixieren CO2 wie grüne Pflanzen. Wie man mit diesem Wissen eine künstlichen Photosynthese schaffen kann, ist Schwerpunkt der Forschung von Tobias Erb. Foto und © Th. Erb

Enzymfunktionen mit Auswirkungen für die Ökologie bis hin zu Anwendungen moderner synthetischer Biologie beschäftigen den Mikrobiologen Dr. Tobias Erb, den Preisträger des VAAM-Forschungspreises 2017. Der Marburger erforscht mit seiner Arbeitsgruppe den Kohlendioxid-Stoffwechsel von Bakterien: seine Auswirkungen auf Klima und Atmosphäre, die Entstehung verschiedener Enzym-Formen im Laufe der Evolution und die mögliche Konstruktion neuer Kohlendioxid-bindender Stoffwechselwege am Reißbrett. Das meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO) zu dessen Gründern die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) gehört.
Quelle: VBIO

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07. Feb 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Publikations-Ranking: Biodiversitätsforschung

Wer die meistzitierten Tier- und Pflanzenökologen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind, hat das Laborjournal nun aufgedröselt.
Quelle: Laborjournal

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07. Mär 2017 · News · Köpfe und Karrieren

PostDoc-Programm Wissenschaft mit Kind gestartet

Die Pflanzenwissenschaftlerin Dr. Cornelia Klose ist eine der fünf Forscherinnen mit einem oder mehreren Kindern, die auf dem Weg zur Professur vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im „Brigitte-Schlieben-Lange-Programm“ unterstützt werden. Klose will untersuchen wie spezifische Mechanismen in der Pflanzenzelle die physiologische Aktivität der Phytochrome regulieren, ohne die photochemische Eigenschaften dieser Fotorezeptoren zu verändern. Ziel ist es zu verstehen, wie Pflanzen die Wirksamkeit ihrer Phytochrome beeinflussen können, um ihre Entwicklung flexibel an Veränderungen ihrer Umweltbedingungen anzupassen.
Quelle: Uni Freiburg

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07. Mär 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Kurt von Rümker-Preis verliehen

Prof. Dr. Andreas Graner (Präsident der GPZ und Direktor des IPK) übergibt Rümker-Preisträger Dr. Kai Peter Voss-Fels die Siegerurkunde. Foto: Lynne Main, IPK-Gatersleben

Auf den 5. Quedlinburger Pflanzenzüchtungstagen setzte sich Dr. Kai Peter Voss-Fels gegen neun weitere Kandidatinnen und Kandidaten im Vortragswettbewerb der Nachwuchsforscher durch mit seinem Vortrag zur molekularen Analyse agronomischer Merkmale beim Brotweizen. Voss-Fels hat im Rahmen seiner Dissertation Chromosomenbereiche identifiziert, welche in den vergangenen Jahrzehnten im besonderen Maße durch die Pflanzenzüchtung selektiert wurden. Diesen Chromosomenbereichen konnte er wichtige agronomische Merkmale zuordnen: Die von ihm erzielten Ergebnisse stellen eine wichtige Grundlage für die weitere züchterische Verbesserung des Brotweizens dar - insbesondere im Hinblick auf die Anpassung der Pflanze an den Klimawandel. Zur Konferenz trafen sich 130 Wissenschaftlerinnen und Pflanzenzüchter in Gatersleben auf Einladung des Leibniz Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), des Julius Kühn-Instituts (JKI) und der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ). Das meldet das JKI beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: JKI beim idw

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01. Apr 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Alexander von Humboldt-Professor Wolf B. Frommer nimmt Dienst auf

Wolf Frommer ist seit dem 1. April 2017 Alexander von Humboldt-Professor an der HHU. Foto: Elbmotion, Humboldt-Stiftung

CEPLAS, der Exzellenzcluster der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) sowie der Sonderforschungsbereich zur Membranbiologie (SFB 1208) erhalten renommierte Verstärkung: Der zuletzt in Stanford forschende Biologe Prof. Dr. Wolf Frommer wechselt heute als Alexander von Humboldt-Professor an das neu eingerichtete Institut für Molekulare Physiologie der HHU; er wird auch in Köln und Jülich arbeiten. Die HHU war damit zusammen mit dem Kölner Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ) und dem Forschungszentrum Jülich erfolgreich bei der Einwerbung des höchst dotierten deutschen Forschungspreises (die DBG berichtete). Die Professur wird mit 5 Millionen Euro finanziert.
Quelle: HHU

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11. Apr 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Auszeichnung für Österreichischen Pflanzenforscher

Dr. Yasin Dagdas. Foto: Oliver Zehetner, GMI

Yasin Dagdas, erst seit Anfang 2017 neuer Forschungsgruppenleiter am Wiener Gregor Mendel Institut (GMI) für Molekulare Pflanzenbiologie, wird mit dem Biochemical Society Award 2018 auszeichnet. Dagdas erhält den Preis der Londoner wissenschaftlichen Gesellschaft in der Kategorie Early Career Research Award: Cells für seine Forschung zum Thema Autophagie bei Pflanzen. Seine Arbeiten zur Erforschung dieses Zell-Recyclingsystems liefern die Grundlage zur Bekämpfung von Krankheitserregern, die Hungersnöte und Ernteschäden in Milliardenhöhe verursachen. Das berichtet das GMI beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).
Quelle: idw

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20. Apr 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Mit Genschere zum Institut

Die Entdeckerin der Genschere CRISPR-Cas, Emmanuelle Charpentier, erhält in Berlin ein eigenes Institut eine sogenannte Max-Planck-Forschungsstelle. Die Französin hat mit dem CRISPR-Cas-System einen einzigartigen Mechanismus entdeckt und damit die Grundlagen für ein revolutionäres Werkzeug der molekularbiologischen Forschung geschaffen. Das meldet der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin e.V. (VBIO).
Quelle: VBIO

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08. Mai 2017 · News · Köpfe und Karrieren · Veranstaltung

Verleihung der Alexander von Humboldt-Professuren am 16. Mai

Deutschlands höchstdotierte Forschungspreise, die Alexander von Humboldt-Professuren 2017, werden am 16. Mai in Berlin von Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und dem Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz verliehen. Die Humboldt-Stiftung zeichnet dieses Jahr sechs führende, bisher im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus, die wieder nach Deutschland zurückkehren sollen. Einer von ihnen ist der Pflanzenmolekularbiologie Wolf B. Frommer (die DBG berichtete). Er kommt von der US-amerikanischen Stanford University an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und baut dort gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Köln, das Exzellenzcluster CEPLAS als Spitzenforschungsstandort der molekularen Botanik weiter aus. Sein Schwerpunkt sind SWEET-Proteine, die Pflanzen besser wachsen lassen, Die Transportmechanismen funktionieren in pflanzlichen und menschlichen Zellen ähnlich, weshalb die Arbeiten des Pflanzenbiologen auch für das Verständnis des Stoffwechsels in Krebszellen interessant sind.
Quelle: Humboldt-Stiftung

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09. Mai 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenforscher neues Mitglied der Nationalakademie Leopoldina

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina begrüßt am Mittwoch, 17. Mai 2017, ihre neuen Akademiemitglieder. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehören der Gruppe der Lebenswissenschaften an. Unter ihnen ist der Pflanzenforscher Prof. Dr. Ekkehard Neuhaus von der Technischen Universität Kaiserslautern, Fachbereich Biologie, Pflanzenphysiologie. Er wurde in die Sektion Organismische und Evolutionäre Biologie gewählt.
Quelle: Leopoldina

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18. Mai 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC Advanced Grant für Pflanzenforscher

Pflanzenwissenschaftler Professor Dr. Cris Kuhlemeier. Foto: Marja Timmermans

Eine Förderung des European Research Councils (ERC) in Höhe von rund zweieinhalb Millionen Franken erhält der Pflanzenwissenschaftler Cris Kuhlemeier von der Uni Bern. Mit der EU-Förderung für bereits etablierte Forschende will Kuhlemeier die Artbildung bei Petunien analysieren. Die bisher bekannte Blütenvielfalt beruht größtenteils auf der Anpassung von Blüten an ihre diversen Bestäuber. Unterschiedliche wilde Petunienarten sind an Bienen-, nachtaktive Motten- oder Kolibribestäubung angepasst. Jede dieser Petunien hat Blüten mit einer anderen Form, Farbe und Duft, um den Präferenzen ihrer jeweiligen Bestäuber zu entsprechen. Die Gruppe um Cris Kuhlemeier am Institut für Pflanzenwissenschaften untersucht, welche genetischen Veränderungen diese Unterschiede zwischen den Arten verursachen. Das ERC-Projekt setzt bei der mottenbestäubten Petunienart an, um mit Hilfe des neuen CRISPR/CAS9-Genomeditierungssystems die Artbildungsgene so zu verändern, dass sich die Farbe, der Duft und die Form der Blüten verändern und somit eine Pflanze entsteht, deren Blüten denen der bienen- oder vogelbestäubten Art ähneln. Anschließend sollen Bestäuberversuche zeigen, ob Bestäuber den Unterschied zwischen künstlichen und natürlichen Arten erkennen. Diese Art von Versuch ist erstmalig, denn „große Mutationen“ galten bisher nach Darwin als unmöglich.
Quelle: Uni Bern

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08. Jun 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Neuhaus von Amerikanischen Pflanzenwissenschaftlern der ASPB ausgezeichnet

Professor Ekkehard Neuhaus. Foto: TU Kaiserslautern

Professor Dr. Ekkehard Neuhaus, der an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern zu Pflanzenphysiologie forscht, ist von der amerikanischen Gesellschaft der Pflanzenbiologen (American Society of Plant Biologists, ASPB) mit dem Corresponding Membership Award ausgezeichnet worden. Neuhaus, Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie, hat unter anderem das Forschungsgebiet des Zelltransports maßgeblich mitbegründet. So hat er mit seinen Arbeiten dazu beigetragen, dass die Forschung grundlegende Mechanismen der pflanzlichen Biochemie besser versteht. Die ASPB ist die weltweit größte Vereinigung von Pflanzenwissenschaftlern. Der Corresponding Membership Award wird nach Vorschlag des ASPB-Präsidiums mittels eines Votums aller ASPB-Mitglieder vergeben.
Quelle: Uni Kaiserslautern

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09. Jun 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Humboldt-Preisträger erforscht Mensch und Biodiversität tropischer Wälder

Professor Tabarelli erforscht den Einfluss des Menschen auf die Biodiversität tropischer Wälder. Foto: Thomas Koziel

Professor Dr. Marcelo Tabarelli von der brasilianischen Universidade Federal de Pernambuco erhält den Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Biodiversität in von Menschen veränderten Landschaften. Von Juni bis September ist er an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern im Fachbereich Biologie in der Abteilung Pflanzenökologie und Systematik bei Professor Dr. Burkhard Büdel zu Gast. Mit Dr. Rainer Wirth, dem Leiter eines gemeinsamen Forschungsprojektes, wird Tabarelli sich dem Einfluss des Menschen auf brasilianische Trockenwälder widmen.
Quelle: Uni Kaiserslautern

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12. Jun 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Meist-zitierte Pflanzenforscher

Das Laborjournal hat in seiner jüngsten Ausgabe zusammengezählt, wie häufig Artikel aus den Pflanzenwissenschaften der Jahre 2011-2015 von anderen genannt werden. Es hält Listen der meist-zitierten Artikel, Reviews und Köpfe aus den Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich bereit, auch wenn klar sein sollte, dass nicht jeder Pflanzenforscher der Liste alle Zitierungen durch rein botanische Publikationen gesammelt hat. Unter den Tabellenanführern: zahleiche DBG-Mitglieder sowie in der DBG Engagierte. In seiner schriftlichen Analyse schildert Autor Mario Rembold in welchen Disziplinen diese forschen, welche Methoden sie nutzen und warum die Pflanzenwissenschaften eine eigene Auswertung verdient haben.
Quelle: Laborjournal

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16. Jun 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzenforscherin Benková zum EMBO-Mitglied gewählt

Professorin Eva Benková. Foto: IST Austria

In Anbetracht von mehr als 70 Publikationen und tausenden Zitierungen überrascht es nicht, dass die Professorin Eva Benková vom Institute of Science and Technology Austria (IST) schon vielfach, u.a. mit einem prestigeträchtiger ERC-Förderpreis, ausgezeichnet wurde. Nun wurden ihre hervorragende Forschung und beeindruckende Karriere in der Zellentwicklungsbiologie von der European Molecular Biology Organization (EMBO) gewürdigt, indem sie zum Mitglied dieser bedeutenden Vereinigung gewählt wurde.
Quelle: IST 

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16. Jun 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Chemische Kampfführung zwischen Pflanzen

Dr. Claude Becker. Foto: Oliver Zehner, GMI

Der Wiener Forscher Claude Becker erhält 1,5 Millionen Euro Förderung des Europäischen Forschungsrats ERC. Mit diesem Starting Grant will er die Grundlagen der Allelopathie bei Pflanzen erforschen. Seine Forschungsgruppe am Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften kann daher nun für fünf Jahre den chemischen Kampf um Ressourcen zwischen Pflanzen ergründen. Langfristig soll dadurch der Einsatz von Dünger und Unkrautvernichtungsmitteln reduziert werden.
Quelle: GMI

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29. Jun 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Exzellenz-Professur für führende Planktonexpertin

Die Hauptgruppen des Phytoplanktons (von links): Kieselalgen (Diatomeen), Panzergeißler (Dinoflagellaten), Kalkalgen (Coccolithophoriden) und Blaualgen (Cyanobakterien), die keinen echten Zellkern besitzen und zu den Bakterien zählen.

Das Phytoplankton, viele kleine photosynthetisch aktive Organismen im Meer, prägen das Gesicht unserer Erde entscheidend mit. Doch was passiert, wenn sich die Zusammensetzung des Phytoplanktons ändert? Diese Frage untersucht die Meeresbiologin Prof.in Dr. Elena Litchman. Für ihre Forschungsleistungen erhält sie jetzt eine Exzellenz-Professur der Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ist mit einem Forschungsaufenthalt am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel verbunden.
Quelle: Geomar

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10. Aug 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Krankheitserreger beim Reis blockieren

Forschende um Wolf Frommer, seit dem 1. April 2017 Alexander von Humboldt-Professor, wollen Reispflanzen resistent gegen die gefährliche Weißblättrigkeit machen, die Reisernten in Afrika und Südostasien gefährdet. Foto: Sebastian Wagner, Humboldt-Stiftung/Elbmotion

Ein internationales Forscherteam aus Deutschland, den USA, Frankreich, Kolumbien und den Philippinen wird unter Führung von Prof. Dr. Wolf B. Frommer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) in den kommenden Jahren an resistenten Pflanzen gegen einen gefährlichen Krankheitserreger beim Reis forschen. Das Forschungsprojekt „Transformative Strategy for Controlling Rice Disease in Developing Countries“ startete am 1. August 2017 und wird über vier Jahre von der Bill & Melinda Gates Foundation mit sechs Millionen US Dollar gefördert. Frommer wird sich in dem Projekt speziell auf die Produktion von Elitesorten für Indien und Afrika konzentrieren. Seine Forschungsarbeiten wird er hauptsächlich in der von Dr. Joon Seob Eom geleiteten Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln durchführen.
Quelle: HHU

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11. Aug 2017 · News · Köpfe und Karrieren

ERC-Grant für Symbiose zwischen Pflanzen und Mykorrhiza-Pilzen

Dr. Caroline Gutjahr von der Fakultät für Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, Bereich Genetik, hat einen der begehrten Starting-Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Sie forscht vor allem über eine Wurzelsymbiose zwischen Pflanzen und Mykorrhiza-Pilzen. In ihrem nun bewilligten ERC-Projekt „RECEIVE“ wird Caroline Gutjahr die molekularen Regulatoren dieser Symbiose untersuchen, die eine der wichtigsten Partnerschaften im Pflanzenreich ist. Mykorrhiza-Pilze versorgen die Pflanze, mit der sie in Symbiose leben, mit Nährstoffen. Zudem erhöht die Symbiose die Widerstandskraft der Pflanze gegen Umweltstress und einige Pathogene. Aus beiden Gründen sind Caroline Gutjahrs Forschungsergebnisse auch für die Landwirtschaft relevant.
Quelle: LMU

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24. Aug 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Wassertransportprozesse durch terrestrische Ökosysteme

Dr. Matthias Beyer von der TU Braunschweig ist einer der zehn ausgewählten Nachwuchsforscher, der einen der begehrten Freigeist-Fellowships der VolkswagenStiftung ergattern konnte. Mit einem Projekt "Resolving the Mystery of Deep Roots: Combining Water Stable Isotopes with Next Generation Technology – Isodrones" untersucht er Wassertransportprozesse durch terrestrische Ökosysteme, und fragt u.a.: Wie und aus welchen Reservoirs decken Pflanzen ihren Wasserbedarf? Wie funktionieren tiefe, potenziell Grundwasser erschließende Wurzeln? Der Wissenschaftler möchte eine Methodik zur Quantifizierung der Wasseraufnahme durch Tiefenwurzeln entwickeln und ihren Einfluss auf die Wasserbilanz unter verschiedenen klimatischen Gegebenheiten untersuchen. Dabei werden existierende und neu entwickelte Techniken aus Forschungsdisziplinen wie Hydrologie, Pflanzenphysiologie und Ökologie kombiniert, um Rückkopplungen zwischen Vegetation und deren potenzieller Wasserquellen besser zu verstehen. Die Analyse stabiler Wasserisotope für die Quantifizierung ökohydrologischer Prozesse soll mit neuer Drohnentechnik verbunden werden, die hochaufgelöste Bildaufnahmen und das Sammeln von Pflanzenproben in der Baumkrone erlaubt. So soll in einem integrierten Ansatz sowohl die Schnittstelle Boden-Wurzel als auch die Schnittstelle Pflanze-Atmosphäre erkundet werden. Von der Stiftung erhält er dafür rund 943.000 Euro.
Quelle: VolkswagenStiftung

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31. Jul 2017 · News · Forschungsorte · Köpfe und Karrieren

Leitungswechsel am IPB

Professor Steffen Abel. Foto: IPB

Ab dem 1. August 2017 wird Professor Steffen Abel das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IBP) in Halle leiten. Als neuer Geschäftsführender Direktor übernimmt er turnusgemäß diese Funktion von Professor Ludger Wessjohann, der seit 2010 das IPB als Vorsitzender des Direktoriums repräsentierte.
Quelle: IPB

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08. Sep 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Pflanzengenetiker Chang Liu erhält ERC-Starting Grant

Dr. Chang Liu hat erfolgreich einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Der Nachwuchsforschungsgruppenleiter am Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen der Universität Tübingen erhält für sein Projekt knapp 1,5 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Dieses trägt den Titel Chromatin Packing and Architectural Proteins in Plants (CHROMATADS, Verpackungs- und Gerüstproteine des Chromatins in Pflanzen). Das Forschungsgebiet verspricht neue Erkenntnisse in der funktionellen Pflanzengenomik, über die Chromatin-Struktur und die Regulierung der Transkription, der Ablesung der Gene, in Pflanzenzellen. „Dies ist auch ein kritischer Schritt bei der gentechnischen Veränderung von Nutzpflanzen, von denen neue im landwirtschaftlichen Anbau stabile Sorten hergestellt werden sollen“, sagt Liu.
Quelle: Uni Tübingen

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27. Sep 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Im Interview: Forschen gegen den Mainstream

Der Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim von der Universität Göttingen zählt zu den führenden Experten für Fragen zur globalen Ernährungssicherung, Hunger, Armut und kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Im „F.A.Z.-Ökonomenranking 2017“ ist er der am höchsten bewertete Agrarfachmann. Daher hat das Portal Pflanzenforschung ihn unter anderem gefragt, was ihn antreibt und wo er zukünftige Herausforderung sieht: „In der öffentlichen Debatte gilt der Ökolandbau momentan als die nachhaltigste Landwirtschaftsform. Aber so leicht ist das in Wirklichkeit nicht", sagt er.
Quelle: Pflanzenforschung.de

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02. Okt 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Medizin-Nobelpreis für Erforscher biologischer Uhren

Weil sie auf molekularer Ebene aufklärten, wie der innere Rhythmus in Fruchtfliegen funktioniert, erhalten drei US-amerikanische Wissenschaftler den diesjährigen Nobelpreis für Medizin. Der Chronobiologe Michael Warren, der Molekularbiologe Michael Morris Rosbash und der Genetiker und Chronobiologe Jeffrey Connor Hall erforschten die innere Urh an der Fruchtfliege Drosphila. Wie die Wochenzeitung Zeit online berichtet, setzen Sie sich gegen 360 weitere Nominierungen durch. Damit gingen die beiden „Erfinderinnen“ des CRISPR/Cas9-Systems, Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier, leer aus, die hoch gehandelt wurden, bekalgt das Portal Transgen. TransGen vermutet, dass dies am derzeit so heftig ausgetragenen Patentstreit liegt, in dem das Nobelpreiskomitee wohl nicht Partei ergreifen will.
Quelle: Nobel Foundation

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04. Okt 2017 · News · Köpfe und Karrieren

"Für die Pflanzenwissenschaften motivieren"

Professorin Dr. Renate Scheibe, Inhaberin des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie an der Universität Osnabrück, wurde von der diesjährigen Mitgliederversammlung der Deutschen Botanischen Gesellschaft am 20. September zum Ehrenmitglied gewählt. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, die mir zeigt, dass meine Begeisterung für das Leben der Pflanzen und ihre bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit in der Community der Pflanzenwissenschaftler so positiv aufgenommen wurde. Ich betrachte die Ehrung als Verpflichtung, die Studierenden auch weiterhin für die Wissenschaft, insbesondere die Pflanzenwissenschaften, zu motivieren und möchte auf diese Weise meinen Dank an meine Arbeitsgruppe und an die DBG zum Ausdruck bringen, sagte Professorin Scheibe anlässlich der Verleihung.
Quelle: Uni Osnabrück

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04. Okt 2017 · News · Köpfe und Karrieren · Publikation

Mehr Nachhaltigkeit durch Open Access

Als Mitbegründerin der Open Science Plattform "Frontiers" ist Kamila Markram überzeugt: ein offener Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen ist der einzige Weg, zügig eine nachhaltigere Wirtschaft zu etablieren. Daher interviewte das Portal Bioökonomie sie unter anderem zu der Frage, wie Open Access den wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen könnte.
Quelle: Bioökonomie.de

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04. Okt 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Chemie-Nobelpreis für Erfinder der Kryoelektronenmikroskopie

Der Franzose Jacques Dubochet, der Deutsche Joachim Frank (nun an der Columbia University) und der Brite Richard Henderson erhalten für ihre Erfindung der Kryoelektronenmikroskopie den Nobelpreis für Chemie. In den „schockgefrosteten“ Objekten werden Zellen, Viren und einzelne Eiweiß-Moleküle sichtbar, die unter dem Elektronenmikroskop unsichtbar bleiben. Ihre Technik ermöglicht hochauflösende Strukturbestimmungen von in Lösung befindlichen Biomolekülen. Einen lesenswerten Artikel hat Zeit online: "Ganz großes Mikrobenkino".
Quelle: Nobel Foundation

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09. Okt 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Rudolf-Mansfeld-Preis: Masterarbeit zur Vielfalt des Grünkohls

Der Preisträger des Rudolf-Mansfeld-Preises Christoph Hahn (Mitte) und Andreas Graner, Direktor des IPK, Ulrike Lohwasser, Hans-Michael Strube und Viktor Korzun (v. l. n. r.) der Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung. Bild: Roxana Lange, IPK

Die Masterarbeit zur Diversität von Grünkohl zeichnete die Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung Gatersleben e. V. heute mit dem Rudolf-Mansfeld-Preis 2017 aus. Preisträger Christoph Hahn hat 2015 an der C. v. O. Universität Oldenburg seinen Masterabschluss erworben. Hahn hatte bereis im vorjahr den Preis für die beste Masterarbeit der Uni Oldenburg der DBG erhalten. Wie der Vorsitzende der jetzt verleihenden Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung, Viktor Korzun, erklärt, demonstrieren seine Ergebnisse die Vielfältigkeit dieser Kulturart und zeigen einmal mehr, wie wichtig es sei, die genetische Diversität von Nutzpflanzen für die Züchtung zu bewahren. Hahn promoviert derzeit an der Universität Oldenburg und untersucht weiterhin Verwandtschaftsbeziehungen und Inhaltsstoffe von Grünkohl. Die Gemeinschaft zur Förderung der Kulturpflanzenforschung fördert die Forschung am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) ideell und finanziell und macht sich vor allem dafür stark, pflanzengenetische Ressourcen weiterzuentwickeln. 
Quelle: IPK Gatersleben (pdf)

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19. Okt 2017 · News · Köpfe und Karrieren

US-Photosynthese-Forscher mit Fellowship nach Berlin

Robert Burnap, Oklahoma State University, wird mit einer Visiting Fellowship der Einstein Stiftung Berlin an die Freie Universität Berlin kommen. Er ist aufgrund seiner Forschungen zur Sauerstoffbildung in der oxygenen Photosynthese von Pflanzen, Algen und Cyanobakterien international bekannt geworden. In Berlin untersucht der Mikrobiologe und Molekulargenetiker im biophysikalischen Sonderforschungsbereich „Proteinfunktion durch Protonierungsdynamik“, wie vor rund drei Milliarden Jahren die lichtgetriebene Bildung von Manganoxiden die Entstehung der oxygenen Photosynthese ermöglich haben könnte. Die Erkenntnisse unterstützen unter anderem die CO2-neutrale Gewinnung nicht-fossiler Brennstoffe durch künstliche Photosynthese.
Quelle: Einsteinfoundation

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19. Okt 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Ehre für den Entschlüsseler des Ubiquitins

Der Heinrich-Wieland-Preis 2017 geht an Professor Alexander Varshavsky für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur biologischen Bedeutung des Ubiquitins. Foto: privat

Professor Alexander Varshavsky vom California Institute of Technology in Pasadena, USA, erhält den Heinrich-Wieland-Preis 2017 für das Entschlüsseln der Rolle des Ubiquitin-Systems in der Zelle. Varshavsky hat bewiesen, dass das Protein Ubiquitin die Funktion und Menge anderer Proteine präzise steuert. So spielt es eine Schlüsselrolle in einer überraschend breiten Palette von Prozessen, von der Zellteilung über die Herstellung von Proteinen bis zur Antwort der Zelle auf Stress. Die bahnbrechenden Arbeiten von Varshavsky haben gezeigt, dass die Zelle über das Ubiquitin-System genauestens dirigiert, wann und welche Proteine abgebaut werden, und dass dies genauso wichtig für die Protein-Balance der Zelle ist wie deren Produktion. Die gemeinnützige Boehringer Ingelheim Stiftung wird den mit 100.000 Euro dotierten Preis am 19. Oktober in München im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums überreichen.
Quelle: Boehringer Ingelheim Stiftung (pdf)

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03. Nov 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Umweltpreis für Biodünger aus Klee-Pellets

Wie das Portal Bioökonomie meldet, hat das Dresdner Start-up „grünerdüngen“ für sein Biodüngemittel den Sächsischen Umweltpreis 2017 erhalten. Die GmbH der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Dresden sowie deren Lehrstuhl für Ökologischen Landbau erhielten 9.000 Euro, die die Preisträger Beate Wunderlich, Simon Scheffler und Torsten Mick von grünerdüngen sowie Knut Schmidtke, Professor für Ökologischen Landbau Ende Oktober entgegen nahmen.
Quelle: Bioökonomie.de

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06. Nov 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Jeff Schell Preis für zwei junge Pflanzenforscherinnen

In diesem Jahr ging der Postdoktorandenpreis an die Chilenin Dr. Paulina Fuentes Taladriz und der Doktorandenpreis an Sanja Sviben aus Kroatien, die beide am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie forschen. Fuentes erhielt den Jeff Schell Preis weil sie den komplexen Stoffwechselweg für die Bildung von Artemisinin aus der Heilpflanze in eine Pflanze mit höherer Biomasseproduktion übertragen hat. Sviben wird ausgezeichnet, weil sie die Bildung von Kalk bei Meeresalgen untersuchte, deren Kalkprodukte den Hauptbestandteil der Kreide ausmachen, und dort eine bisher unbekannte zelluläre Komponente entdeckte. Namensgeber Jeff Schell war einer der Pioniere der Biotechnologie und Direktor Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln.
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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15. Nov 2017 · News · Köpfe und Karrieren

Deutsche iGEM-Teams wieder stark in Boston

Beim Finale des Studentenwettbewerbs zur Synthetischen Biologie iGEM haben die 15 deutschen Teams erneut überzeugt, auch wenn sie nicht den Gesamtsieg errangen. Wie das Portal Bioökonomie berichtet, holten sie achtmal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze, dazu Medaillen und Sonderpreise (zur Übersicht der Gewinner). Das Portal stellt die Forschungsansätze der deutschen Teams von den insgesamt 313 angetretenen Teams kurz vor.
Quelle: Bioökonomie.de

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