09. April 2008 · Pressemitteilung

Weitere Fotos der Alge Micrasterias

Fotos zur Pressemitteilung Alge des Jahres 2009: Micrasterias - unsterblich und doch auf der Roten Liste

Nutzungsrechte

Die Bilder sind freigegeben zur Verwendung in Zusammenhang mit der redaktionellen Berichterstattung über das Thema „Alge des Jahres“ unter Nennung der jeweiligen Urheber und ihrer Institute. Für andere Nutzungsformen kontaktieren Sie bitte die Urheber.

weitere Fotos zum Download


Micrasterias ceratofera ist ein stacheliger Exot aus Südost-Asien, der 1885 erstmals beschrieben wurde. Die Art lebt am Boden größerer tropischer Gewässer, wie Seen und Flüssen, teils treibt sie auch im Plankton. Im Gegensatz zu den meisten Micrasterias-Arten Deutschlands kommt Micrasterias ceratofera nicht in Moorgewässern vor und scheint an ihren tropischen Standorten auch nicht gefährdet zu sein. Die abgebildete Alge stammt aus Indonesien, wo sie 1983 gesammelt und in Deutschland in Kultur gebracht wurde. Seitdem steht Wissenschaftlern diese Kultur in der "Sammlung von Conjugaten-Kulturen (SVCK) am Institut für Allgemeine Botanik der Universität Hamburg" zur Verfügung. Foto: Dr. Monika Engels, Zieralgen-Kulturensammlung, Uni Hamburg
In der Mitte der scheibenförmigen Hochmoorbewohnerin Micrasterias radiosa zeichnet sich der durchsichtige Zellkern ab. Ebenfalls gut zu erkennen sind die zahlreichen runden Stärkespeicher (Pyrenoide). Sie ist in Deutschland sehr selten und auf der Roten Liste ebenfalls als stark gefährdet eingestuft, weil sie nicht in nährstoffüberlasteten Gewässern überleben kann. (Foto: Dr. Monika Engels, Zieralgen-Kulturensammlung, Universität Hamburg)
Die Malteserkreuz-Alge, Micrasterias crux-melitensis, wurde 1830er Jahren in der Umgebung von Berlin erstmals beschrieben. Ihre Lebensräume liegen jetzt im Inneren der Stadt und sind als wertvolle Zieralgen-Standorte verloren. Auch am Stadtrand Berlins ist die Art seit den 1930er Jahren verschollen. In den Niederlanden scheint sie noch etwas häufiger vorzukommen. Foto: Dr. Monika Engels, Zieralgen-Kulturensammlung, Universität Hamburg
Micrasterias truncata, wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Ihr Vorkommen ist auf überwiegend nährstoffarme (oligotrophe bis mesotrophe) Moorstandorte beschränkt. Im Voralpengebiet und den Alpen Österreichs kommt die Art auch häufiger vor. Im Bild sind die beiden grünen Chloroplasten der Halbzellen gelappt. Foto: Dr. Monika Engels, Zieralgen-Kulturensammlung, Universität Hamburg