Über die Sektion

Im Portrait

Die Sektion ist das größte Netzwerk für Phykologie (Algologie) und Algenforschung im deutschsprachigen Raum. Als gemeinnützige Gruppe unter dem Dach der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG) fördert sie Forscherinnen und Forscher und möchte auch Fachfremde für die faszinierende Welt der Algen begeistern. Die Sektion bringt Nachwuchskräfte voran, vereint alle Forschergenerationen und unterstützt den Austausch ihrer Mitglieder.

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Aus der Forschung
23. März 2017 · News · Forschungsergebnis

Wie Algen Turbulenzen meistern

Nimmt aufwärts schwimmendes Plankton Signale von Turbulenzen wahr, teil sich die Population: Abwärts schwimmende Zellen werden eiförmig, aufwärts schwimmende eher birnenförmig. Bild: A. Sengupta, G. Gorick, F. Carrara, R. Stocker, ETH Zürich

Algen treiben im Plankton nicht einfach hilflos im Meer. Sie können Signale, die Turbulenzen ankündigen, wahrnehmen, ihr Verhalten anpassen und aktiv darauf reagieren. Um dies zu analysieren untersuchten Forschende das Schwimmverhalten der Alge Heterosigma akashiwo im Labor. Sie ist eine Alge, die dafür bekannt ist, dass sie giftige Algenblüten bildet. Wie die Forschenden herausfanden, können die Zellen ihre Form aktiv verändern. Abwärts schwimmende Zellen werden nahezu eiförmig, aufwärts schwimmende Algenzellen hingegen sind eher birnenförmig. Die Abweichung beträgt nur knapp einen Mikrometer, überraschte die Forschenden aber dennoch. Dies zeigen die Postdoktoranden Anupam Sengupta und Francesco Carrara und Roman Stocker, Professor am Institut für Umweltingenieurwissenschaften der ETH Zürich, in einer Studie, die soeben in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist.
Quelle: ETH Zürich

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22. März 2017 · News · Forschungsergebnis

Uralte biologische Uhr in Cyanobakterien enthüllt

Die molekularen Strukturen der ‚eingefrorenen’ biologischen Uhr von Cyanobakterien konnten Forscher mit Hilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie im Detail entschlüsseln. Illustration: P. Lössl

Die Funktionsweise von einer der ältesten biologischen Uhren der Erdgeschichte hat ein Team aus deutschen und niederländischen Forschenden in Cyanobakterien beschrieben. Cyanobakterien, auch ‚Blaualgen’ genannt, gehören zu den ältesten Organismen der Erde, die mittels Photosynthese Sauerstoff produzierten. Sie bilden damit die Basis für irdisches Leben. Mit Hilfe modernster Methoden der molekularen Strukturanalyse gelang es den Forschernden vom Max-Planck-Institut für Biochemie und der Universität Utrecht drei ‚Uhr’-Proteine im Detail zu analysieren und ihr Zusammenspiel zu verstehen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science publiziert.
Quelle: MPI f. Biochemie

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08. März 2017 · News · Publikation

Rotalgen-Band erschienen

Cover des Rotalgen-Bandes. Mit freundlicher Genehmigung von Schweizerbart

Der neueste Band von Engler's Syllabus of Plant Families gibt einen umfassenden Überblick über die weltweite Vielfalt der Rhodophyta, auch Rotalgen genannt. In der Neuauflage von 2017 schildert ein Duzend Phykologen die evolutionären Beziehungen zwischen diesen Algen und ihre Taxonomie anhand ihrer morphologisch-anatomischen Eigenheiten in Verbindung mit modernen molekularen Phylogenien. Der erste Band (2/1; 2015) der von Wolfgang Frey herausgegebenen Reihe behandelte die phototrophen Algen mit Ausnahme der Rhodobionta, die nun im neuen, zweiten Band (2/2, 2017) vorgestellt werden. Der zweite Band rundet damit Beschreibung der Biodiversität der eukaryotischen Algen ab und ist beim Borntraeger-Verlag erschienen.
Quelle: Borntraeger bei Schweizerbart

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28. Februar 2017 · News · Forschungsergebnis

Im All: Algen überleben Wärme, Kälte und Strahlung

Grün- und Blaualgen wurden in diesen Halterungen auf der Außenseite der Weltraumstation ISS über eineinhalb Jahre den Raumbedingungen ausgesetzt.

Mit einem Langzeit-Experiment auf der Raumstation ISS haben Fraunhofer-Forscher getestet, wie Algen auf die extremen Bedingungen im Weltraum reagieren. Sie leben! Trotz extremer Temperaturschwankungen, Vakuum sowie starker UV- und kosmischer Strahlung überlebten zwei Algen 16 Monate an der Außenseite der internationalen Raumstation ISS. Das ist das erstaunliche Ergebnis eines Experiments, das von Dr. Thomas Leya vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI in Potsdam gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern durchgeführt wurde. Die Ergebnisse könnten nicht nur für industrielle Anwendungen, sondern auch für eine mögliche Mission zum Mars bedeutsam sein.
Quelle: Fraunhofer

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20. Januar 2017 · News · Forschungsergebnis

Evolutiver Vorteil durch Genvarianten

Wenn Seegang im Südpolarmeer die Eisschollen in Stücke bricht und umkippt, kommt die braune Unterseite zum Vorschein. Dort beginnt sich im Frühjahr die Kieselalge Fragilariopsis cylindrus stark zu vermehren. Sie fräbt das Meereis braun, wie im abgebildeten etwa zwei Meter langen Eisstück. Foto und Copyright: Dr. Thomas Mock, School of Environmental Sciences, University of East Anglia, Norwich, Großbritannien

Die in der Antarktis lebende Kieselalge Fragillariopsis cylindrus liest je nach Umweltbedingungen verschiedene Varianten ihrer Gene ab. Im Polarwinter und im Polarsommer exprimiert (aktiviert) diese Alge die eine oder andere Genvariante. Im Winter wird die Kieselalge im polaren Eis eingeschlossen und trotzt Kälte, Lichtmangel und hohen Salzkonzentrationen. Im sonnenreichen Sommer vermehren sich die Algen stark. Wie die Kieselalge, die 2011 zur Alge des Jahres gewählt wurde, diese extremen Bedingungen und Wechsel tolerieren, war bisher völlig unbekannt. Dies hat nun ein internationales Team unter Beteiligung von Forschenden des Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenigs in Bonn analysiert. Die im Fachjournal Nature publizierten Ergebnisse geben einen ersten Einblick, wie diese Organismen als Basis eines der größten und einzigartigen Ökosysteme evolvierten. Auch die Konstanzer Phykologen Dr. Ansgar Gruber und Prof. Dr. Peter Kroth waren an der Entschlüsselung des Genoms beteiligt (s. Meldung vom 23.2.2017 beim Informationsdienst Wissenschaft, idw).
Quelle: ZMFK

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22. Dezember 2016 · News · Forschungsergebnis

Im Ozean der Zukunft büßen Kalklagen ihre Konkurrenzfähigkeit ein

Drei Exemplare der Kalkalge Emiliania huxleyi im Rasterelektronenmikroskop. Aufnahme: Kai Lohbeck, GEOMAR

Coccolithophoriden, einzellige im Plankton treibende Algen, die eine Schlüsselrolle für das Klima auf unserem Planeten spielen, könnten im Ozean der Zukunft ihre Konkurrenzfähigkeit verlieren. In einem Feldexperiment, das die Folgen der Ozeanversauerung auf die Coccolithophoride Emiliania huxleyi in ihrer natürlichen Lebensgemeinschaft untersucht, war diese Art nicht mehr in der Lage, Blüten zu bilden. Aus seinen im Fachjournal Nature Geoscience vorgestellten Beobachtungen schließt ein Team von Forschenden unter Leitung des GEOMAR, dass Wechselwirkungen innerhalb des Nahrungsnetzes eine schwache physiologische Reaktion so weit verstärkten, dass sie einen starken Einfluss auf das Ökosystem haben können.
Quelle: GEOMAR

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21. Dezember 2016 · News

Motor schwimmender Algen modelliert

Die Grünalge Chlamydomonas reinhartii wird von der Spitze einer Mikropipette festgehalten. Ihre Geißeln schlagen in einer Art Brustschwimmbewegung. Foto: Christian Ruloff, AG Wagner

Wie sich Algen und andere „Mikroschwimmer“ in Flüssigkeiten fortbewegen, haben Experimentalphysiker der Universität des Saarlandes gemeinsam mit Dresdner Kollegen untersucht: Sie setzten Grünalgen der Gattung Chlamydomonas einer Gegenströmung aus und erfassten die Bewegungen ihrer Geißeln mittels eines hochauflösenden Tracking-Verfahrens. Hieraus wurde ein Rechenmodell abgeleitet, das exakt vorhersagt, wie sich der „Motor“ der Winzlinge unter Belastung verhält. Die im Fachjournal Physical Review Letters veröffentlichten Ergebnisse könnten dazu beitragen zu verstehen, wie sich künstliche Mikroroboter beispielsweise im menschlichen Organismus künftig einmal fortbewegen könnten.
Quelle: Uni des Saarlandes

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28. November 2016 · News · Anwendung

Unbeschadet aus dem All zurück

Die Proben von der ISS bildeten nach knapp zwei Wochen Kultur neue Populationen. Die Grünalgen (obere zwei Reihen) bildete nach einiger Zeit wieder orange-farbene Dauerstadien, während das Cyanobakterium (untere zwei Reihen) die typische petrol-farbenen Kolonien heranwachsen ließ. Foto: Dr. Thomas Leya, Fraunhofer

Eine Alge und ein Cyanobakterium aus der CCCryo Biobank des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie am Standort Potsdam-Golm (IZI-BB) sind von ihrem beinahe zwei Jahre andauerndem Aufenthalt auf der internationalen Raumstation ISS zurückgekehrt. Sie waren Teil einer illustren „Reisegruppe“ von Urbakterien, Algen, Flechten, Moosen und Pilzen, die einen Großteil der Zeit zwischen 2014 und 2016 an der Außenseite der ISS verbracht haben. Die Wissenschaft interessierte, wie sie auf die extremen Bedingungen dort reagieren: Vakuum bzw. sehr niedrigem Druck, UV-A, B und C-Strahlung, starken Temperaturschwankungen. Die gute Nachricht über die im Juli Zurückgekehrten: Beide Organismen, die von Dr. Thomas Leya vom Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse des Fraunhofer IZI während Expeditionen in die Antarktis und nach Spitzbergen gesammelt wurden, haben die Testbedingungen auf der Flugmission sehr gut überstanden. Die Stämme des Cyanobakteriums Nostoc sp. und der Grünalge Sphaerocystis sp. waren in speziellen Halterungen auf der Außenseite der Weltraumstation ISS befestigt. Die Anpassungsstrategien der Algen gilt es nun aufzuklären und in eine industrielle Anwendung zu überführen. Im Fokus stehen dabei derzeit besonders die Kosmetik- und Lebensmittelbranche.
Quelle: Frauenhofer

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15. November 2016 · News · Forschungsergebnis

Modellalgen zur Erforschung des Landganges

Morphologie verschiedener Zygnema-Arten. Oben von ‘Saalach’ und unten von ‘Elmau-Alm’ aus Kulturen verschiedenen Alters. Aufnahmen: CC Lizenz Herburger, Lewis & Holzinger (2015): Photosynthetic efficiency, desiccation tolerance and ultrastructure in two phylogenetically distinct strains of alpine Zygnema sp. (Zygnematophyceae, Streptophyta): role of pre-akinete formation. Protoplasma 252, 571-589

Ein Review in der frei zugänglichen Fachjournal-Serie Frontiers fasst den Wissensstand über Algen als Vorfahren der Landpflanzen zusammen und stellt die sich gerade zu neuen Modellpflanzen mausernden Arten vor. Deren Vorfahre dürfte vor etwa 450 bis 500 Millionen Jahren das Land erobert haben. Algen, wie Armleuchteralgen (siehe Alge des Jahres 2012 und Frontiers), Penium, Coleochaete, Spirogyra, Klebsormidium und Micrasterias (siehe Alge des Jahres 2008 und Frontiers) laden dazu ein, den Landgang mit den neuen molekularbiologischen Methoden zu erforschen (siehe Frontiers). Das nun erschienene Frontiers-Review fasst neun einzelne Arbeiten zum Thema zusammen.
Quelle: Frontiers

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23. September 2016 · News · Publikation

Salzseen in Ostafrika

Im englischsprachigen Fachbuch Soda Lakes of East Africa fassen 30 renommierte Experten ihre Forschungsergebnisse über die salzhaltigen Seen zusammen, auch bekannt als Flamingo-Seen: von deren Nutzung und Gefährdung bis hin zu ihrem Management. Im Detail behandeln die Reviews des dreigeteilten Buches:

  • Physik und Chemie der einzigartigen Entstehung des Ökosystems
  • Organismen und Ökologie präsentiert die Bewohner des Sees, ihre Interaktionen und Anpassungen an die extremen Lebensbedingungen
  • Nutzung, Management und Perspektiven behandelt Bedrohungen wie etwa Übernutzung und Verschmutzung aber auch potentielle Nutzungsarten.

Für alle Limnologen und Ökologen mit Fokus auf aquatische Systeme. Ihre Autorenhonorare des von Sektionsmitglied Michael Schagerl herausgegebenen und beim Springer-Verlag erschienenen Buches stifteten die Beteiligten an die Vereinigung Ärzte ohne Grenzen.

Weitere informationen in (online-)Buchläden oder bei Springer

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28. Juni 2016 · News · Forschungsergebnis

Sonnenschutzfaktor Prasiolin aus Grünalgen charakterisiert

Terrestrische Grünalgen, wie Prasiola calophylla, überleben an Standorten mit intensiver Sonneneinstrahlung. Foto: Andreas Holzinger

Forschenden ist es gelungen, den Sonnenschutzfaktor der Grünalge Prasiola calophylla mit einer neuen Methode zu isolieren, aufzureinigen und die chemische Struktur des UV-Schutzes aufzuklären. Wie sie herausfanden ist dies eine Mycosporin–ähnliche Aminosäure, die sie Prasiolin nennen. Die an Land lebende Grünalge muss in diesem Lebensraum mit extremen Strahlungen zurechtkommen und nutzt zum Schutz dazu die UV-Strahlung absorbierende Substanz. Die Innsbrucker Pharmazeuten publizierten ihre Ergebnisse gemeinsam mit Phykologen aus Rostock und Innsbruck im Fachjournal Planta. Ihre neue Methode ermöglicht es nun, weitere UV-Schutzfaktoren auch in anderen sonnenexponierten und UV-toleranten Organismen aufzuspüren und zu analysieren, die auch in medizinischen Hautschutzprodukten zum Einsatz kommen könnten.
Quelle: Uni Innsbruck

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27. Juni 2016 · News · Forschungsergebnis

Größere Algenvielfalt erhöht deren Produktivität

Eine der in der Studie untersuchten Algenarten Pseudochlorella pringsheimii. Foto: Uni Göttingen

Forschende haben mit Mikroalgen verschiedene Maße für Biodiversität analysiert und den Zusammenhang mit der Veränderung deren Biomasseproduktion getestet. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Produktivität mit steigender Diversität für alle Biodiversitätsmaße steigt, wenn alle verwendeten Artenzahlen zusammen betrachtet werden. Wenn die Daten aber in Gruppen nach ihrer Artenzahl getrennt untersucht werden, ergibt sich für die verschiedenen Diversitätsmaße ein anderes Bild. Die Forschenden der Universitäten Göttingen, Zürich, Bonn und Jena veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal New Phytologist.
Quelle: Uni Göttingen

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16. Juni 2016 · News · Forschungsergebnis

Sonnenschutz-Eiweiß in Algen entdeckt

Atomstruktur des neu entdeckten Proteins Calredoxin. Grafik: AG Hippler, WWU

Ein internationales Forscherteam hat in der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii ein neuartiges Protein entdeckt und seine Struktur und Funktion aufgeklärt. Das Protein Calredoxin ist Hauptbestandteil eines Schutzmechanismus', der die Alge vor Schäden durch zu hohe Lichtintensitäten bewahrt. Das Protein kommt in den Chloroplasten vor, bindet den Mineralstoff Kalzium und bringt – abhängig von der Kalzium-Bindung – Redoxreaktionen in Gang. Die Forschenden um Prof. Dr. Michael Hippler von der Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) und Prof. Dr. Genji Kurisu von der Universität Osaka, Japan, haben die Ergebnisse im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.
Quelle: WWU

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25. Mai 2016 · News · Forschungsergebnis

Wie Grünalgen unsere Nutzpflanzen verbessern könnten

Das Pyrenoid (blau) der Grünalgen könnte der Schlüssel zur Ertragssteigerung von Nutzpflanzen sein. Es wird durch Falschfarben-Elektronenmikroskopie im Querschnitt einer Algenzelle sichtbar und sitzt innerhalb des Chloroplasten (grün), der die Lichtenergie sammelt. Aufnahme: Moritz Meyer, Univ. of Cambridge

Grünalgen gewinnen ihre Energie aus Photosynthese, genau wie Pflanzen. Die Algen haben diesen Prozess über Pyrenoide allerdings verbessert. Mit Hilfe dieser speziellen Mikrostrukturen steigern sie die photosynthetische Effizienz. Wie genau das funktioniert, interessierte ein internationales Wissenschaftsteam, dem Forschende rund um Professor Mark Stitt vom Max-Planck-Institut (MPI) für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm angehören. Zusammen mit Dr. Martin Jonikas aus Stanford untersuchten sie die Photosynthese der Alge Chlamydomonas reinhardtii und beschreiben im Fachjournal PNAS wie Grünalgen effektiver Photosynthese betreiben als Nutzpflanzen. Die neuen Erkenntnisse könnten Möglichkeiten bieten Erträge von Nutzpflanzen zu erhöhen.
Quelle: MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie

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18. Februar 2016 · News · Forschungsergebnis

AIDS-Impfstoffproduktion in Grünlagen ermöglicht

Test auf erfolgreiche Integration fremder Geninformation für die Herstellung eines potentiellen AIDS-Impfstoffs in der einzelligen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii. Foto: Rouhollah Barahimipour, MPI

Bislang gestaltete sich die gentechnische Veränderung des wohluntersuchten Modelorganismus Chlamydomonas reinhartii als schwierig. Neue Geninformationen nutzte die einzellige Grünalge meist nicht im gewünschten Umfang oder verlor die Information über die Zeit sogar wieder. Ein Team um Professor Ralph Bock vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam hat nun einen Algenstamm identifiziert, der besser mitarbeitet. Die Forscher haben zunächst die Geninformation optimiert, die dazu genutzt werden könnte Antikörper für das HI-Virus in Algen produzieren zu lassen, so dass sie von den Algen „verstanden“ und in das entsprechende Protein übersetzt werden kann. Hierfür wurde die Sequenz des Gens so verändert, dass sie Eigenschaften des Algenerbguts aufweist. „Außerdem haben wir einen Algenstamm gezüchtet, der die fremden Gene besser ablesen kann“, erklärt Juliane Neupert, Wissenschaftlerin in Golm. Das fremde, optimierte Gen, das als potentieller Bestandteil für einen AIDS-Impfstoff gilt, wurde daraufhin in den neuen Algenstamm eingefügt, um diese Kombination auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. „Wir konnten eine optimierte p24-Genvariante herstellen, die wir mit Hilfe gentechnischer Methoden in den verbesserten Chlamydomonas-Stamm eingebaut haben“, erklärt Rouhollah Barahimipour, Erstautor der Studie. „Die Alge war nun tatsächlich in der Lage dieses verbesserte Gen abzulesen und das p24-Protein anzureichern“, bestätigt er. Sobald ein AIDS-Impfstoff gefunden ist, besteht nun die Möglichkeit diesen in der einzelligen Alge schnell und effizient zu produzieren. Damit können die Vorteile einer algenbasierten Medikamentenherstellung genutzt werden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden im Fachjournal Plant Molecular Biology.
Quelle: MPI f. Molekulare Pflanzenphysiologie

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Stellenangebote
24. März 2017 · Offene Stellen

Researcher position

Microalgae Physiology

French Research Institute for Exploitation of the Sea (IFREMER), Phycotoxins Laboratory, French Atlantic Center, City of Nantes, France

Deadline: 17 April 2017

Details: IFREMER

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07. März 2017 · Offene Stellen

PostDoc position

Marine Algal Biomolecules with Photoprotection Activity (MABIOPA)

LEMAR (Marine Environmental Sciences Laboratory), Plouzané, France

Start: As soon as possible

Deadline: 15 April 2017

Details (pdf)

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14. Februar 2017 · Offene Stellen

Doktorand/-in

Diversität und Verbreitung von Goldalgen: taxonomische, biogeographische und ökophysiologische Analysen

Universität Duisburg-Essen am Campus Essen, Fakultät für Biologie, Fachgebiet Biodiversität, Essen, Deutschland

Start: 1. Juni 2017

Deadline: 27. März 2017

Details (pdf)

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Offene Stellen

In Phykologie und Algenkunde ausgeschriebene Stellen

Wenn Sie eine Stelle in Forschung, Wissenschaft oder Lehre ausgeschrieben oder zu vergeben haben, kontaktieren Sie die Redaktion: Jobs[at]dbg-phykologie.de

Sektions-News
04. Januar 2017 · News · Pressemitteilung

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation in der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (Pfeile). Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Algenforscher haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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23. November 2016 · News · Sektion Phykologie

Willkommen auf der neuen Website

Die Sektion Phykologie hat ihre Website überarbeitet. Wir hoffen, dass Sie das neue Design, das neue System und die aufgearbeiteten Inhalte erfreuen, die nun auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets optimal dargestellt werden. Wir möchten Sie einladen, durch die neue Website zu stöbern.

02. November 2016 · News

Kalender: 12 großformatige Algen-Aufnahmen

Die Titelseite ziert Pyrocystis fusiformis, auf dem Rücken sind Kolonien von Volvox aureus abgebildet (Aufnahmen: Gerd Günther, mikroskopia.de).

Einen Kalender für das kommende Jahr offeriert die Website der Culture Collection of Algae at the University of Cologne (CCAC). Die Kölner Phykologen haben wieder 12 lichtmikroskopische Algen-Aufnahmen der von ihnen kultivierten Algen zusammengestellt; diesmal aus den Gruppen der Bacillariophyceae, Cyanobacteria, Chlorophyceae, Dinophyceae, Euglenophyceae, Florideophyceae, Trebouxiophyceae und Zygnematophyceae. Der Kalender kann in englischer und deutscher Sprache bestellt werden und misst 30 x 29 cm.

Quelle: CCAC

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16. Juni 2016 · News · Presse

Algen-Expertenliste für Meere und Ozeane

Das Wissenschaftsjahr 2016*171) thematisiert Meere und Ozeane. Daher bietet die Sektion Phykologie eine Liste mit Experten für marine Algen als Ansprechpartner für die Medien.

zur Expertenliste

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08. April 2016 · News · Tagungsbericht

16. Wissenschaftliche Konferenz der Sektion Phykologie

Die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs vor Australien bestaunten die Teilnehmenden im Leipziger Panometer und besichtigten dessen fragile Schönheit und Komplexität im 1:1-Maßstab. Foto: Kerstin Hoef-Emden (Zum Vergrößern bitte Anklicken).

Mehr als 90 Algenforscher aus Deutschland, Tschechien und Österreich waren vom 6. bis 9. März 2016 nach Leipzig gekommen, um sich über die jüngsten Ergebnisse der Phykologie auszutauschen. Die Tagung unserer Sektion in der DBG wurde von Professor Christian Wilhelm und seinem Team hervorragend ausgerichtet und fand in der Bibliotheca Albertina statt. Die Themen reichten von “Primärproduktion und Biotechnologie”, den DFG Schwerpunkt “Antarktis”, “Algenökologie”, “Biodiversität der Mikroalgen”, “Biodiversität und Ökologie der Mikroalgen”, „Vom Molekül zur Physiologie“, “Grün- und Kieselalgen” bis zu “Algen als Modellorganismen”. Das Konferenzdinner fand im Leipziger Panometer statt, in dem die Teilnehmenden das australische Great Barrier Reef als verdichtete Szenerie der Unterwasserwelt des Korallenriffs vor der Nordostküste Australiens im 360°-Panorama bestaunen konnten.

Zur Tagungsnachlese von Andreas Holzinger (Uni Innsbruck), Schriftführer der Sektion Phykologie, auf der DBG-Website

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08. April 2016 · News · Sektion Phykologie

Ausgezeichnet: Preise für herausragende Arbeiten des Nachwuchses

Preisträger und Preisträgerinnen (v.l.n.r.): Max Angstberger, Maria Müller, Manuela Trobej, Sophie Steinhagen, Sebastian Wittek. Foto: Wolf-Henning Kusber, Lizenz CC-BY (zum Vergrößern Anklicken)

Während der Phykologentagung 2016 in Leipzig erhielten vier Nachwuchskräfte Preise für ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Den Pringsheim-Preis teilten sich dieses Jahr Sophie Steinhagen und Sebastian Wittek. Steinhagen vom Kieler Helmholtz Centre for Ocean Research analysierte für Ihre Arbeit “Genetic survey of Ulvales in Nothern Germany reveals diversity and introduced species” die oftmals knifflige Vielfalt verschiedener Arten von Ulva in Algenblüten mittels DNA-Barcoding. Sebastian Wittek von der Universität zu Köln untersuchte in seiner Arbeit “Polyploidy – A Potential Key to Stable Endosymbiosis” wie stabile Endosymbiosen entstehen und welche Rolle mehrere Chromosomensätze dabei spielen. Der Algological Studies-Preis ging an Manuela Trobej von der Universität Wien, für ihren Beitrag „Islands in the landscape – travertin springs and the algal communities“. Die Posterpreise erhielten Maria Müller und Max Angstberger.

19. März 2016 · News · Sektion Phykologie

Vorstandswahl: Präsidium neu besetzt

Einstimmig zum neuen Vorstand gewählt (v.l.n.r): Maria Mittag, Regine Jahn, Karin Glaser, Peter Kroth, Andreas Holzingern, Maike Lorenz, Claudia Büchel. Foto: Kerstin Hoef-Emnden (zum Vergrößern Anklicken)

Während der Tagung der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft fanden turnusgemäß Wahlen statt. Zunächst entlastete die Mitgliederversammlung den alten Vorstand einstimmig. Ebenfalls einstimmig wurden – wie auch alle anderen Ämter – Dr. Regine Jahn (BGBM, Berlin) zur neuen ersten Vorsitzenden und Professorin Maria Mittag (Uni Jena) zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neu im Amt ist seit 7. März Schriftführer Professor Andreas Holzinger (Uni Innsbruck) wohingegen Schatzmeisterin Dr. Maike Lorenz (SAG) im Amt bestätigt wurde. Als neue Besitzerinnen sind Professorin Claudia Büchel (Uni Frankfurt) und als neue Graduiertenvertreterin Dr. Karin Glaser (Uni Rostock) gewählt. Neuer Vertreter vom europäischen Dachverband FEPS ist Professor Peter Kroth (Uni Konstanz). Die vier neuen Köpfe kamen in den Vorstand der Sektion, da sich die bisherigen Amtsinhaber, Professor Ulf Karsten, Dr. Inka Bartsch, PD Dr. Burkhard Becker und Dr. Christina Bock nach mehreren Amtsperioden nicht mehr zur Wahl gestellt hatten. Zum Dank für die geleistete Arbeit überreichte Regine Jahn diesen leckere Präsente.

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06. Januar 2016 · News · Sektion Phykologie

Alge des Jahres 2016: Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Melosira arctica hängen von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser herab. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres 2016 gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren, weil derzeit völlig offen ist, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird. Obwohl sie die produktivste Alge im Arktischen Ozeans ist, ist nur wenig über ihre Lebensweise bekannt. Das soll ein neues Forschungsprojekt nun ändern. Die Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben, stellt die Alge und das Forschungsprojekt in Bild und Text vor.

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Tagungen

Tagungen der Sektion Phykologie

Alle zwei Jahre − im Wechsel mit der Botanikertagung veranstaltet die Sektion eine wissenschaftliche Tagung, um aktuelle Forschungsergebnisse miteinander zu diskutieren.

Nächste Treffen

Die kommende Sektionstagung für Algenforscher wird vom 11.-14. März 2018 in Berchtesgaden stattfinden. Zuvor findet eine Mitgliederversammlung während der kommenden Botanikertagung der DBG 2017 in Kiel statt.

Frühere Treffen

Im Archiv gibt es eine Übersicht über frühere Treffen der Sektion. Diese listet auch die Links zu den Tagungsberichten.

Veranstaltung

Workshop & Training School: Macroalgae-Bacteria Interactions

The Workshop and Training School "Crossing the kingdoms: Macroalgae-Bacteria Interactions" will be held at the University of Jena, Germany, from 11th to 15th September 2017. The Topic of the Workshop is entitled "Macroalgae-bacteria interactions promoting algal growth and development" and the Topic of the Training School in Analytical Chemistry is entitled "Chemistry of macroalgae: Exploring the chemical nature of seaweed-microbial interactions". Both are organited by Dr. Thomas Wichard on behalf of the European COST ACTION Phycomorph research group.

Deadline for registration is 31st March 2017.

Details: Phycomorph (pdf)

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Veranstaltung

10. Bundesalgenstammtisch

Optimierung von Produktionsverfahren mit Mikroalgen

Merseburg, Deutschland

11. - 12. September 2017

Der jährlich stattfindende „Bundesalgenstammtisch“ ist die deutschsprachige Kommunikationsplattform für alle, die mit der Algenbiotechnologie in Wissenschaft und Industrie befasst sind. 2017 stehen Produktionsverfahren vom Reaktorddesign über Lichtmanagement bis zur Aufbereitung im Fokus.

Beiträge werden bis 15. Februar 2017 angenommen.
http://dechema.de/algen2017_Beitragseinreichung.html 

Details auf der Tagungswebsite

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Veranstaltung

11th Central Europaen Diatom Meeting

Prague, Czech Republic

22 – 25 March 2017

Details: conference website

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Veranstaltung

4th „Molecular Life of Diatoms“ (MLD) Conference

Ikuta Shrine Hall, Kobe, Japan 

9 - 13 July 2017

Details: conference website

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Veranstaltung

International Botanical Congress 2017

Shenzhen, China

23 - 29 July 2017

Details: conference website

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Veranstaltung

11th International Phycological Congress

of the International Phycological Society

Szczecin, Poland

13-19 August 2017 

Details: conference website

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Veranstaltung

6th Congress of the International Society for Applied Phycology

Nantes, France

18 to 23 June 2017

Details: Conference website

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Tagungen anderer Organisationen

Wenn Sie die Sektion auf eine Tagung hinweisen möchten, schreiben Sie bitte an tagungen@dbg-phykologie.de.

Mitgliedschaft

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Mitglieder der Sektion Phykologie unterstützen unsere Ziele, stärken die Algenforschung und bringen das Wissen über diese so faszinierenden Organismen voran. Je mehr Mitglieder wir sind, umso eher kann sich die Sektion in Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik für die Algenforschung stark machen.

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