Alge des Jahres

zur aktuellen Alge des Jahres

Hintergrund

Seit dem Jahr 2007 wählt die Sektion Phykologie je eine Alge des Jahres, die sie der Öffentlichkeit vorstellt. Algen sind die wichtigsten Sauerstoffproduzenten unserer Erde. Dazu verbrauchen sie das Treibhausgas Kohlendioxid. Allein die Gruppe der Kieselalgen (Diatomeen) ist für 25 % der weltweiten, d.h. terrestrischen und aquatischen Primärproduktion verantwortlich. Kieselalgen stellen somit jedes vierte Sauerstoffmolekül unserer Atmosphäre her. Das ist nicht verwunderlich, schließlich sind zwei Drittel der Erdoberfläche von Ozeanen und Seen bedeckt, deren Licht durchflutete Zonen von Algen bewohnt werden. Darüber hinaus sind die Algen von großer stammesgeschichtlicher Bedeutung, denn die Wiege aller Landpflanzen und Tiere stand im Meer. Die Algenforscherinnen und -forscher möchten mit den Algenportraits auch andere für diese wichtige, faszinierende und formenreiche Organismengruppe begeistern.

Experten-Vermittlung

Unsere Sektion vermittelt Experten und Ansprechpartner aus der Algenforschung und Anwendung für Journalistinnen, Journalisten, Redakteurinnen und andere Medienvertreter. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an unseren Schriftführer, der Sie gerne mit den Spezialistinnen und Spezialisten zusammenbringt.

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Alge des Jahres 2017
04. Januar 2017 · Pressemitteilung

Uralt und immer wieder Pionier: Blaugrüne Felskugel ist Alge des Jahres 2017

Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation in der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (Pfeile). Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Algenforscher haben die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis zur Alge des Jahres 2017 gekürt. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte − heute wie wahrscheinlich schon vor Milliarden Jahren, als er den Weg für das Leben der Pflanzen und Tiere ebnete. Für die Blaugrüne Felskugel, die zu den Cyanobakterien zählt und wie alle Algen von Sonnenlicht lebt, interessieren sich Ökologen, Biotechnologen, Wüsten- und Weltraumforscher. Prof. Dr. Burkhard Büdel von der TU Kaiserslautern erforscht sie seit mehr als 30 Jahren. Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft, in der die Algenforscher organisiert sind, die dieses Jahr zum zehnten Mal eine Alge des Jahres vorstellen.

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Weitere Fotos der Blaugrünen Felskugel Chroococcidiopsis

Verwitternder Beacon Sandstein der Linnaeus Terrace genannten Region in den Trockentälern der Antarktis in 1250 Metern Höhe. Unter dessen Oberfläche lebt die Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) in eisiger Kälte. Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

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Ansprechpartner dieser Pressemitteilung

Prof. Dr. Burkhard Büdel

Experte für Chroococcidiopsis und andere Bodenkrustenbewohner

Technische Universität Kaiserslautern
Fachbereich Biologie
Abt. Pflanzenökologie und Systematik
Erwin-Schrödingerstraße 13
D-67663 Kaiserslautern
E-Mail: buedel[at]rhrk.uni-kl.de

Sekretariat: Andrea Brunner
Telefon: ++49 (0)631 205-2363
Falls nicht erreichbar, mobil: ++49 (0)171 436 7889

Dr. Maike Lorenz

Kuratorin der Sammlung von Algenkulturen der Universität Göttingen (SAG) und Schatzmeisterin der Sektion Phykologie

Georg-August Universität Göttingen
Sammlung von Algenkulturen (SAG)
Nikolausberger Weg 18
37073 Göttingen
Germany
Tel: +49 (0)551 39-5740
E-Mail: mlorenz[at]uni-goettingen.de 
Katalog der Algenkulturen: www.epsag.uni-goettingen.de 

Alge des Jahres 2016
06. Januar 2016 · Pressemitteilung

Eisalge Melosira arctica – Gewinnerin oder Verliererin des Klimawandels?

Viele einzellige Melosira arctica hängen in Gallerte verpackt von den sie tragenden Eisschollen in das Meerwasser hinab. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

Forschende der Sektion Phykologie haben eine der wichtigsten Algen des Arktischen Ozeans, Melosira arctica, zur Alge des Jahres gekürt. An ihr wollen Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels studieren. „Denn noch kann keiner voraussehen, ob Melosira Opfer oder Profiteur des schmelzenden Meereises werden wird, und noch weiß keiner, warum sie die produktivste Alge in dieser lebensfeindlichen Welt ist“, sagt der Biologe Dr. Klaus Valentin vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Er ist Mitglied der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der all jene Algenforscher organisiert sind, die Melosira zur Alge des Jahres 2016 gewählt haben.

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Weitere Fotos der Eisalge Melosira arctica

Die "Vorhänge" aus der Eisalge Melosira arctica hängen hier etwa drei Meter tief von den Eisschollen hinab. Foto und ©: Julian Gutt, AWI

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Literatur und Links

Stecher, A. , Neuhaus, S. , Lange, B. , Frickenhaus, S. , Beszteri, B. , Kroth, P. G. and Valentin, K. U. (2015): rRNA and rDNA based assessment of sea ice protist biodiversity from the central Arctic Ocean, European Journal of Phycology, DOI: dx.doi.org/10.1080/09670262.2015.1077395

Irena Kaczmarska, Regine Jahn (2006): Taxonomic appraisal of Melosira arctica Dickie and description of a new variety (Bacillariophyta). Botanica Marina 49 (2006): 151–164. doi: dx.doi.org/10.1515/BOT.2006.020

Antje Boetius, Sebastian Albrecht, Karel Bakker, Christina Bienhold, Janine Felden, Mar Fernández-Méndez, Stefan Hendricks, Christian Katlein, Catherine Lalande, Thomas Krumpen, Marcel Nicolaus, Ilka Peeken, Ben Rabe, Antonina Rogacheva, Elena Rybakova, Raquel Somavilla, Frank Wenzhöfer, and the RV Polarstern ARK-XXVII/3-Shipboard Science Party (2013): Export of algal biomass from the melting Arctic sea ice. Science. doi: dx.doi.org/10.1126/science.1231346

Ansprechpartner dieser Pressemitteilung

Dr. Klaus Valentin

Projektleiter

Alfred Wegener Institut Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung
Am Handelshafen 12,
D-27570 Bremerhaven
Tel: +49 (0)471-48 31 14 52
E-Mail: klaus.valentin@awi.de
Web: www.awi.de/ueber-uns/organisation/mitarbeiter/klaus-ulrich-valentin.html

Dr. Regine Jahn

Kieselalgen-Expertin und 2. Vorsitzende der Sektion Phykologie in der DBG

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
Freie Universität Berlin
Königin-Luise-Straße 6-8
D-14195 Berlin
Tel.: +49 (0)30-838-50142
E-Mail: r.jahn@bgbm.org
Web: www.bgbm.org/de/personal/dr-regine-jahn

Alge des Jahres 2015
05. Januar 2015 · Pressemitteilung

Meersalat Ulva kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Die Gattung Ulva wächst bandförmig (links) oder wie ein Salatblatt (Mitte), wie diese an der Portugiesischen Küste gesammelten Exemplare. Im Labor kann die Interaktion zwischen jungen Algen und Bakterien unter standardisierten Bedingungen untersucht werden (rechts). Fotos und © Thomas Wichard, Universität Jena

Algenforscher wählten den in allen Weltmeeren vorkommenden Meersalat Ulva zur Alge des Jahres 2015. Er wächst bandförmig oder wie ein Salatblatt, aber nur wenn Bakterien die Differenzierungs- und Entwicklungsprogramme der Grünalge anwerfen. Weil Ulva ohne die Bakterien kaum wachsen kann, locken die etwa 20 bis 30 Zentimeter langen Algen die richtigen Mikroorganismen in ihre Nähe. Wie Makroalgen und Bakterien, zwei Lebewesen aus völlig verschiedenen Organismengruppen, Informationen miteinander austauschen, fasziniert Chemiker, Biologen und Algenforscher, die derzeit die Art Ulva mutabilis als zukünftigen Modellorganismus etablieren möchten.

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Weitere Fotos der Alge Ulva mutabilis

Bakterienfreie Ulva mutabilis-Kulturen bilden undifferenzierte Zellhaufen (jeweils links). Nach Zugabe der richtigen Bakterien bildet sich die gewöhnliche Form der Alge aus (jeweils rechts). Das Bild unten rechts zeigt junge, sich normal entwickelnde Keimlinge, die später zu den namensgebenden „Salatblättern“ werden. Fotos und © Taghreed Alsufyani, Anne Weiss und Thomas Wichard, Universität Jena.

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Literatur und Links

Europäisches Netzwerk Phycomorph

Løvlie A (1964): Genetic control of division rate and morphogenesis in Ulva mutabilis Føyn. CR Trav. Lab. Carlsb. Comptes. 34, 77-168.

Smetacek V and Zingone A (2013): Green and golden seaweed tides on the rise. Nature 504, 84-88.

Spoerner M, Wichard T, Bachhuber T, Stratmann J, and Oertel W (2012): Growth and thallus morphogenesis of Ulva mutabilis (Chlorophyta) depends on a combination of two bacterial species excreting regulatory factors. J. Phycol. 48, 1433-1447 doi: http://dx.doi.org/10.1111/j.1529-8817.2012.01231.x

Ansprechpartner dieser Pressemitteilung

Dr. Thomas Wichard

Leiter der Arbeitsgruppe „Chemische Ökologie von Ulva“
Institut für Anorganische und Analytische Chemie
Friedrich-Schiller-Universität Jena

Telefon: 03641 948184

E-Mail: Thomas.Wichard[at]uni-jena.de

Alge des Jahres 2014
06. Januar 2014 · Pressemitteilung

Chlamydomonas reinhardtii - schneller Schwimmer steht Modell

Die lichtmikroskopische Aufnahme der nur 10 Mikrometer langen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii zeigt die beiden Geißeln, welche die Grünalge zum Schwimmen nutzt (oben) sowie den Augenfleck, mit dem die Alge Licht wahrnimmt. Der Augenfleck (Pfeil) erscheint gelblich, weil er gelb-orange Carotinoid-Farbstoffe enthält (unten). Fotos: © Thomas Nolte und Maria Mittag, Universität Jena

Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii zur Alge des Jahres auserkoren. Der auf der ganzen Welt verbreitete Einzeller misst Licht, schwimmt sehr schnell und wird nicht nur von Algen- und Pflanzenforschern sondern auch von Medizinern geschätzt. Die winzige Alge mauserte sich zum Modell, an dem die Forschergemeinde ganz verschiedene Dinge untersucht wie etwa: das unterschiedliche Verhalten tagsüber und nachts, die Mechanismen, welche ihre innere Uhr steuern, wie sie ohne echte Augen Licht wahrnimmt und wie sie diese Information anschließend an den Bewegungsapparat weiter leitet oder mit welchen Tricks sie es schafft, das Wasser, das sie ständig aufsaugt, wieder abzupumpen, damit sie nicht platzt. Sogar neue Forschungszweige in der Neurobiologie und Medizin etablierten sich ausgehend von C. reinhardtii; etwa die Optogenetik, die genetisch modifizierte Zellen als Lichtschalter einsetzt.

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Weitere Fotos und Videos der Alge Chlamydomonas reinhartii

Da die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii sowohl in feuchten Böden als auch im Süßwasser vorkommt, lässt sie sich im Labor sowohl auf Agar-Platten als auch in Nährlösungen kultivieren. Fotos: © Thomas Nolte und Maria Mittag, Universität Jena

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Literatur und Links

Mergenhagen, 1986, Naturwissenschaften 73: 410-412
Merchant et al., 2007, Science 318: 245-251
Hegemann, 2008, Annual Review Plant Biology 59: 167-189
Schulze et al., 2010, Protoplasma 244: 3-14

Informationen über diese Alge sind auch auf www.chlamy.org zu finden.

Ansprechpartner dieser Pressemitteilung

Professorin Dr. Maria Mittag

Expertin für molekularbiologische Mechanismen von Tag-Nacht-Rhythmen in Mikroalgen, insbesondere in der Grünalge Chlamydomonas und Mitglied des Vorstands der Sektion Phykologie

Institut für Allgemeine Botanik und Pflanzenphysiolog
Fieriedrich-Schiller Universität Jena, Am Planetarium 1, 07743 Jena
Web: www.uni-jena.de/Professur_fuer_Allgemeine_Botanik.html
Tel.: ++49 (0)3641 – 949 201
E-Mail: M.Mittag[at]uni-jena.de

PD Dr. Burkhard Becker

Experte für kontraktile Vakuolen und Mitglied des Vorstands der Sektion Phykologie

Botanisches Institut, Universität Köln, Zülicherstr. 47b, 50674 Köln, Germany
Web: www.uni-koeln.de/math-nat-fak/botanik/bot1/AGBecker/index.htm
Tel.: ++49 (0)221-4707022
E-Mail: b.becker[at]uni-koeln.de

Alge des Jahres 2013
02. Januar 2013 · Pressemitteilung

Lingulodinium polyedrum lässt das Meer leuchten

Im September 2011 ließen Massen des Einzellers Lingulodinium polyedrum die Wellen vor der Küste Kaliforniens nahe San Diego blau aufleuchten. Foto: © Mit freundlicher Genehmigung von Prof. em. Christopher J. Wills, University of California, San Diego

Algenforscher haben den Einzeller Lingulodinium polyedrum zur Alge des Jahres gewählt. Der mit einem Panzer und zwei Geißeln ausgestattete Dinoflagellat fasziniert nicht nur die Forschenden sondern auch Skipper und Strandgänger, weil er sich unter bestimmten Bedingungen massenhaft vermehren und nachts das Meer blau leuchten lassen kann. Die Wissenschaftler, die den Dinoflagellaten auswählten und in der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft organisiert sind, wollen damit eine Algenart würdigen, deren Leuchtfähigkeit fasziniert, einen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus hat und als Sensor genutzt wird, wie PD Dr. Mona Hoppenrath vom Deutschen Zentrum für marine Biodiversitätsforschung (DZMB) bei Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven ausführt.

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Weitere Fotos der Alge Lingulodinium polyedrum

Die Chloroplasten mit dem Farbstoff Peridinin lassen Lingulodinium polyedrum im Lichtmikropskop orange-braun erscheinen. In diesen Zellorganellen betreiben die Einzeller Photosynthese und nutzen dazu Lichtenergie. Foto: © Mona Hoppenrath, Senckenberg am Meer, DZMB - Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung

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PD Dr. Mona Hoppenrath

Expertin für die Verwandtschaftsverhältnisse von Dinoflagellaten

Senckenberg am Meer, DZMB - Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung, Südstrand 44, D-26382 Wilhelmshaven

Tel.: ++49 (0)4421 - 9475-116 (Büro)
oder ++49 (0)4421 - 9475-117 (Labor)

E-Mail: mhoppenrath[at]senckenberg.de  
Web: www.senckenberg.de

Dr. Regine Jahn

Stellvertretende Vorsitzende der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Straße 6-8, D-14195 Berlin

Tel.: ++49 (0)30 - 838-50142

E-Mail: r.jahn[at]bgbm.org 
Web: http://www.bgbm.org

Prof. Dr. Maria Mittag

Expertin für molekularbiologische Mechanismen von Tag-Nacht-Rhythmen von L. polyedrum und der Grünalge Chlamydomonas & Mitglied des Vorstandes der Sektion Phykologie

Institut für Allgemeine Botanik und Pflanzenphysiologie, Friedrich-Schiller Universität Jena, Am Planetarium 1, D-07743 Jena

Tel.: ++49 (0)3641 – 949 201

E-Mail: M.Mittag[at]uni-jena.de
Web: http://www.uni-jena.de

Alge des Jahres 2012
02. Januar 2012 · Pressemitteilung

Armleuchteralge Chara – bedrohter Pionier mit Hang zur Dominanz

In kalkreichen, nährstoffarmen Seen bewächst die Furchenstachelige Armleuchteralge (Chara rudis) wie eine Wiese den Gewässerboden und kann das Ökosystem des ganzen Sees prägen, wie im Bergsee „Sieben Quellen“ nahe Sulzbach-Rosenberg in Bayern. Foto: © Klaus van de Weyer, lanaplan GbR.

Die Armleuchteralgen der Gattung Chara sind die Algen des Jahres 2012. Sie wurden von den Algenforschern der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft gewählt, weil ihre Vertreter sehr verschiedene Strategien verfolgen: Manche erobern als Pionierpflanze neue Gewässer. Andere haben zwar hohe Standortansprüche, wenn sie sich aber ansiedeln, haben sie das Potenzial, das ganze Ökosystem zu prägen, wie die Algenforscherin Dr. Irmgard Blindow von der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald erklärt. Mit der Entscheidung wird eine Algengattung gewürdigt, von der 20 heimische Arten auf der Roten Liste der gefährdeten Organismen stehen.

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Weitere Fotos der Armleuchteralge Chara

Die Struppige Armleuchteralge (Chara horrida) war nach 1980 in ganz Deutschland verschwunden, und wurde von Algenforschern vor wenigen Jahren in den Boddengewässern vor der Ostseeinsel Hiddensee wieder entdeckt. Foto und © Sven Dahlke, Biologische Station Hiddensee

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PD Dr. Irmgard Blindow

Die Chara-Expertin leitet die Biologische Station der Universität Greifswald auf der Ostseeinsel Hiddensee

Tel.: ++49 (0) 38300 - 50251
E-Mail: blindi[at]uni-greifswald.de

HD Dr. Burkhard Becker

Der Schriftführer der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft erforscht die Evolution der Landpflanzen an der Universität Köln

Tel.: ++49 (0)221-4707022
E-Mail: b.becker[at]uni-koeln.de

Alge des Jahres 2011
11. Januar 2011 · Pressemitteilung

Fragilariopsis cylindrus liebt das Extreme

Wenn Seegang im Südpolarmeer die Eisschollen in Stücke bricht und umkippt, kommt die braune Unterseite zum Vorschein. Dort beginnen sich im Frühjahr Kieselalgen wie Fragilariopsis stark zu vermehren und färben das Meereis braun, wie im abgebildeten etwa zwei Meter langen Eisstück. Foto: Dr. Thomas Mock, School of Environmental Sciences, University of East Anglia, Norwich, Großbritannien

Algenforscher der Sektion Phykologie haben die Kieselalge Fragilariopsis cylindrus zur Alge des Jahres gewählt. „Sie fasziniert uns, weil sie im Eis der Polarmeere, einem der extremsten Lebensräume der Erde, überlebt und sich dort sogar vermehrt“, begründet Professor Dr. Peter Kroth von der Universität Konstanz die Wahl. Peter Kroth ist Sprecher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG), in der die Algenforscher organisiert sind.

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Weitere Fotos der Alge Fragilariopsis cylindrus

Die Kieselalge Fragilariopsis cylindrus lebt in kleinen Kanälen, die entstehen, wenn Meerwasser gefriert. An diesem extremen Ort herrschen Temperaturen bis minus 30 Grad Celsius, Salzgehalte bis zur vierfachen Meerwasserkonzentration und im Winter fehlt Licht. Um in dieser Salzlake zu überleben, mussten die Kieselalgen Frostschutz, Salztoleranz und eine effiziente Photosynthese erfinden. Genau das macht sie für die Forscher so interessant. Lichtmikroskopische Aufnahme: Dr. Karen Junge, University of Washington, USA.

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Prof. Dr. Peter Kroth

Sprecher der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Universität Konstanz, Fachbereich Biologie
Tel. ++49 (0) 7531-884816
E-Mail: peter.kroth[at]uni-konstanz.de

Dr. Thomas Mock

Leitet das Sequenzierungsprojekt und ist Fachmann für Fragilariopsis cylindrus

School of Environmental Sciences, University of East Anglia, Norwich, UK
Tel.: ++44 (0)1603 592566 oder ++44 (0) 1603592163
E-Mail: T.Mock[at]uea.ac.uk

Alge des Jahres 2010
08. Dezember 2009 · Pressemitteilung

Anzeiger für saubere Gewässer: Die Froschlaichalge wird Alge des Jahres 2010

Am Zentralfaden entspringen in regelmäßigen Abständen dicht gedrängte Wirtel, die der Froschlaichalge, Batrachospermum, ein perlschnurartiges Aussehen verleihen. Sie bestehen aus verzweigten Zellfäden. Mikroskopische Aufnahme: Dr. Johanna Knappe, Philipps-Universität Marburg

Die Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft haben die Froschlaichalge zur Alge des Jahres 2010 gekürt. Sie möchten damit auf diese gefährdete Pflanze unserer heimischen Gewässer aufmerksam machen. Froschlaichalgen werden immer rarer, da ihr Lebensraum schwindet. Sie sind auf sauberes und kühles Wasser angewiesen, das jedoch oft zugebaut oder durch Abwässer und Pflanzenschutzmittel verunreinigt wird oder bei zu starker Wasserentnahme ganz versiegt. Die Algenspezialistin Dr. Johanna Knappe von der Philipps-Universität Marburg erklärt, was sie an der Roten-Liste-Art fasziniert.

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Weitere Fotos der Forschlaichalge

Im Schutz der Wirtel vereinigen sich männliche und weibliche Geschlechtszellen in der so genannten Trichogyne, dem weiblichen Empfängnisorgan. Nach dem Andocken der männlichen Geschlechtszellen entsteht eine neue der drei Generationen einer Froschlaichalge. Mikroskopische Aufnahme: Dr. Johanna Knappe, Philipps-Universität Marburg

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Dr. Johanna Knappe

Spezielle Botanik und Mykologie, Universität Marburg

Tel.: ++49 (0)6421 28-22081
E-Mail: knappe[at]staff.uni-marburg.de 

Alge des Jahres 2009
21. Januar 2009 · Pressemitteilung

Emiliania huxleyi - ein Algenzwerg, der auf das weltweite Klima wirkt

Eine Massenvermehrung von Kalkalgen in der Barentssee nahm die NASA mit einem ihrer Satelliten auf. Sterben die Algen ab, lösen sich ihre Kalkplättchen, streuen das Sonnenlicht und das Wasser erscheint hellblau. Haften die Plättchen noch an den Algen wirken sie nicht Licht streuend. Ob Kalkalgen eine Algenblüte dominieren ist also erst dann aus dem Weltraum zu sehen, wenn die meisten Individuen bereits abgestorben sind und Ihre Kalkplättchen freigesetzt haben. Foto: Jacques Descloitres, NASA/GSFC, MODIS Rapid Response

Algenforscher der Deutschen Botanischen Gesellschaft wählen Emiliania huxleyi zur Alge des Jahres, um sie als einen Schlüsselorganismus der Erde zu würdigen. „Wegen ihrer weltweiten Bedeutung wurde Emiliania in das Sequenzierungs-Programm am Joint Genome Institute in Kalifornien aufgenommen, wo ihr Erbgut nun entschlüsselt wird“, erklärt Professor Dr. Peter Kroth, Vorsitzender der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Mit dem genetischen Bauplan der Alge wollen die Forscher eine Basis schaffen, um den globalen Kohlenstoffkreislauf zu ergründen.

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22. Januar 2009 · Pressemitteilung

Weitere Fotos der Alge Emiliania huxleyi

Kalkplättchen bedecken Emiliania huxleyi. Die für jede Kalkalge typische Form dieser Plättchen ist nur in rastermikroskopischen Aufnahmen zu erkennen. Foto: Dr. Björn Rost, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Fotos zur Pressemitteilung Alge des Jahres 2009: Emiliania huxleyi - ein Algenzwerg, der auf das weltweite Klima wirkt

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Das Bild von Dr. Björn Rost ist nur zur Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Thema „Alge des Jahres 2009“ freigegeben. Und nur unter Nennung der Quelle in der Form: Vorname Nachname, Institut. Wenn Sie das Bild für einen anderen Zweck verwenden möchten, kontaktieren Sie bitte Dr. Björn Rost (s. o.). Die Bilder der NASA unterliegen den Nutzungsbedingungen der NASA unter http://visibleearth.nasa.gov/useterms.php

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Ansprechpartner dieser Pressemitteilung

Prof. Dr. Peter Kroth

Vorsitzender der Sektion Phykologie in der Deutschen Botanischen Gesellschaft

Universität Konstanz
Fachbereich Biologie
Tel. ++49 (0) 7531-884816
E-Mail: peter.kroth[at]uni-konstanz.de

Dr. Björn Rost

Leiter der Arbeitsgruppe PhytoChange & Fachmann für Emiliania

Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven
Tel.: ++49 (0) 471/4831-1809 (9-15 Uhr)
E-Mail: Bjoern.Rost[at]awi.de

Alge des Jahres 2008
08. April 2008 · Pressemitteilung

Micrasterias - unsterblich und doch auf der Roten Liste

Das gegabelte Scheibensternchen (Micrasterias furcata) hat einen Durchmesser von nur 0,2 Millimeter und lebt in Mooren. In der Roten Liste von 2008 ist es als stark gefährdet eingestuft: Seit seiner ersten Beschreibung konnte es nur dreimal in ganz Deutschland entdeckt werden. In Österreich ist die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Foto: Dr. Monika Engels, Zieralgen-Kulturensammlung, Universität Hamburg

Algenforscher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft wählen die Zieralge Micrasterias zur Alge des Jahres 2008. Micrasterias, aus dem Griechischen abgeleitet etwa „kleines Sternchen“, ist eine stark bedrohte, formen- und artenreiche Algengattung, die auf intakte Gewässer angewiesen ist.

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Pressemitteilung

Weitere Fotos der Alge Micrasterias

Micrasterias ceratofera ist ein stacheliger Exot aus Südost-Asien, der 1885 erstmals beschrieben wurde. Die Art lebt am Boden größerer tropischer Gewässer, wie Seen und Flüssen, teils treibt sie auch im Plankton. Im Gegensatz zu den meisten Micrasterias-Arten Deutschlands kommt Micrasterias ceratofera nicht in Moorgewässern vor und scheint an ihren tropischen Standorten auch nicht gefährdet zu sein. Die abgebildete Alge stammt aus Indonesien, wo sie 1983 gesammelt und in Deutschland in Kultur gebracht wurde. Seitdem steht Wissenschaftlern diese Kultur in der "Sammlung von Conjugaten-Kulturen (SVCK) am Institut für Allgemeine Botanik der Universität Hamburg" zur Verfügung. Foto: Dr. Monika Engels, Zieralgen-Kulturensammlung, Uni Hamburg

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Wolf-Henning Kusber

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

Freie Universität Berlin, Königin-Luise-Str. 6-8, D-14195 Berlin
Tel.: ++49 (0)30-838-50177
E-Mail: w.h.kusber[at]bgbm.org

Dr. Monika Engels

Zieralgen-Kulturensammlung, Abteilung Zellbiologie und Phykologie

Universität Hamburg, Ohnhorststr. 18, D-22609 Hamburg
Tel. ++49 (0)40-428 16 321
E-Mail: engels[at]botanik.uni-hamburg.de

Alge des Jahres 2007
03. April 2007 · Pressemitteilung

Seetang Laminaria ist Alge des Jahres 2007

An der Felsküste Norwegens wächst ein dichter Unterwasserwald aus Palmentang (Laminaria hyperborea). Ähnlich wie auf den Baumstämmen in tropischen Urwäldern siedeln auf den Stielen der Laminarien viele Aufsitzerpflanzen (Epiphyten). Die „Regenwälder des Meeres“ bieten vielen Tieren Lebensraum und dienen als Kinderstube. Foto: Prof. Dr. Stein Fredriksen, Universität Oslo

Algenforscher der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft rufen den Seetang der Gattung Laminaria zur Alge des Jahres aus: Laminaria-Seetang wird mehrere Meter groß und bildet mit anderen Großalgen den „Regenwald des Meeres“. Er enthält Alginsäure, die als Stabilisator in vielen Lebensmitteln und Kosmetika verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen wächst Seetang vorwiegend in der dunklen Jahreszeit. Algen verbrauchen das Treibhausgas Kohlendioxid und sind die wichtigsten Sauerstoff-Produzenten der Erde.

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Pressemitteilung

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Bei Niedrigwasser fällt der bis zu vier Meter lange Fingertang (Laminaria digitata) vor der Küste Helgolands trocken. Deutlich ist das gefingerte „Blatt“ zu erkennen, welches dem Fingertang seinen Namen gab. Der Blattgrund ist keilförmig zugespitzt und unterscheidet sich damit von der herzförmigen Blattbasis des Palmentangs. Foto: Annekatrin Enge, Biologische Anstalt Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts

Fotos zur Pressemitteilung: Seetang Laminaria ist Alge des Jahres 2007

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Ansprechpartner dieser Pressemitteilung

Prof. Dr. Christian Wiencke

Sektion Makroalgen-Biologie, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven

Tel. 0471-48311338
E-Mail: Christian.Wiencke[at]awi.de

Prof. Dr. Ulf Karsten

Institut für Biowissenschaften, Angewandte Ökologie, Universität Rostock

Tel.: 0381-4986090
E-Mail: ulf.karsten[at]uni-rostock.de